Limo mit Molke drin nervt

Und das ist noch nett gesagt. Für jedes Getränk, das Milch enthält, werden Kälber eingesperrt und getötet.

Foto: SKopp / Wikimedia

Keine Ahnung, woher dieser Trend kam, aber er soll bitte ganz schnell wieder verschwinden. Schlimm genug, dass die Supermarktregale voll sind mit Fertig-Latte, Kakao und Joghurtgetränken aus Kuhmilch – wenigstens beim Limokaufen will man sich doch drauf verlassen können, dass dafür kein Kuhbaby seiner Mutter weggenommen, eingesperrt und zu Kalbfleisch verarbeitet wurde. Weil die Milchindustrie es aber schafft, sich in so ziemlich alles reinzuschleichen, gilt auch das leider nicht.

So stehen also Getränke wie Fanta Klassik, Multi Mate, Gazoz, oder Rivella im Regal, die erst mal ganz harmlos wirken. Erst der Blick aufs Kleingedruckte verrät: Da ist ordentlich Tier drin. Dabei sorgt „Molkenerzeugnis“ weder für einen besonderen Geschmack noch für sonst irgendwas, das die Getränke besser machen würde. Stattdessen fallen unter den Begriff billige Füllstoffe wie Süßmolkenpulver, mit denen die Hersteller Geld sparen. Wenn ein Getränk zu mindestens 50 Prozent daraus besteht, können sie damit teilweise sogar das Pfandgesetz umgehen und noch mehr Absatz generieren.

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Dabei wissen die Hersteller selbst, dass Molkenbestandteile in Limo kein Verkaufsargument sind. Sonst würden sie den Hinweis darauf nicht so sorgfältig verstecken, dass viele Menschen ahnungslos zugreifen.

Ihr wollt Limo ohne Tiere drin? Unser Einkaufsguide listet euch vegane Getränke auf.

Go Vegan!

Ernährung

Warum ihr euch bewusst machen solltet, was ihr esst.

10 Filme, die jetzt jeder auf Netflix sehen sollte

Wenn schon auf Netflix rumhängen, dann wenigstens ab und zu mal mit ein bisschen Tierrechtsbewusstsein. Diese Dokus und Spielfilme sind die wichtigsten.

Foto: Lloyd Dirks

Dokus

We Feed The World (2005)

Die Massenproduktion von Nahrungsmitteln schadet nicht nur Tieren, sondern auch Menschen und der Umwelt. Der österreichische Film macht das mit eindrucksvollen Bildern aus Geflügelfabriken, von hungernden Getreidebauern und genmanipuliertem Tierfutter deutlich.

Food, Inc.(2008)

Auch die amerikanische Doku zieht nicht die letzte Konsequenz (das Leben ohne Tierprodukte), lohnt sich aber für erschreckende Einblicke in die Fleischindustrie, die rücksichtslos mit Tieren und Menschen umgeht.

Die Bucht (2009)

Ein Team aus Tierrechtlern, Tauchern und Unterwasserfilmern deckt auf, wie im japanischen Taiji regelmäßig Delfine in eine geheime Bucht getrieben, gefangen gehalten und anschließend an Delfinarien in aller Welt verkauft werden. Spannend wie ein Thriller und zu Recht Oscar-prämiert.

Blackfish (2013)

Kein Wunder, dass Seaworld diesen Film hasst. Die Doku zeichnet nach, wie der Schwertwal Tilly im Meer gefangen und anschließend unter so brutalen Bedingungen gehalten wurde, dass er sich schließlich gegen seine Peiniger auflehnt.

Live And Let Live (2013)

In seinem Film spricht Marc Pierschel mit verschiedenen Veganern und Tierrechtsaktivisten, um ihre ganz unterschiedlichen Hintergründe zu zeigen. Vom vegan gewordenen Metzger bis zu Sportlern ist alles dabei.

Cowspiracy (2014)

Klingt nach Verschwörungstheorie, basiert aber auf Fakten. Die Doku beleuchtet, warum ausgerechnet die größten Umweltschutzorganisationen das größte Klimaproblem verschweigen: den Fleischkonsum. Selbst wer sich nicht für Tiere interessiert, bekommt hier genug Gründe für ein veganes Leben.

Spielfilme

Zurück nach Hause (Homeward Bound) (1993)

Eine Familie fährt in Urlaub und gibt ihre zwei Hunde und eine Katze solange auf einem Bauernhof ab. Die verstehen die Situation nicht und machen sich gemeinsam auf den langen Heimweg. Taschentuchkino nicht nur für Kinder.

Ein Schweinchen namens Babe (1995)

Noch ein Kinderfilm-Klassiker, diesmal mit einem Ferkel in der Hauptrolle. Babe hat schon seine Eltern ans Schlachthaus verloren und kann demselben Schicksal nur entkommen, indem es sich als Schäferschwein beweist. Wer die Bauernhofidylle ausnahmsweise übersieht, wird daran erinnert, wie schlau Schweine sind.

Natürlich blond 2 (2003)

Im zweiten Teil der schreiend pinken Komödie ist Elle Woods zur Anwältin in einer großen Kanzlei aufgestiegen. Als sie entdeckt, dass die Mutter ihres Hundes Brutus in einem Labor der Kosmetikindustrie gefangen gehalten wird, setzt sie sich für die Abschaffung aller Tierversuche ein.

Sharknado (2013)

Grandioser Trash mit wahrem Kern: Ein Sturm fegt über Los Angeles und sammelt dabei eine Ladung Haie ein, die ein Fischkutter unter Deck gefangen gehalten hat. Wir lernen: Tiere massenhaft einzusperren ist immer eine blöde Idee. Und: Hai-Tornados sind die gefährlichsten von allen.