Warum ist Erdnussbutter plötzlich überall ausverkauft?

Veganer ohne Erdnussbutter sind wie Fladenbrot ohne Hummus. Woher der Engpass kommt – und was Trump damit zu tun hat.

Diesen Anblick kennt man aus deutschen Supermärkten sonst so gar nicht: klaffende Lücken im Regal, die nicht einfach so wieder aufgefüllt werden. Wer in letzter Zeit Erdnussbutter für einen No-Bake-Kuchen, fürs Porridge oder für sonstige Erdnuss-Rezepte kaufen wollte, kam oft mit leeren Händen nach Hause. Was ist da los?

Die Supermärkte selbst sprechen größtenteils vage von „Lieferschwierigkeiten“. Gut möglich, dass dahinter der andauernde Handelsstreit zwischen den USA und der EU steckt. Nachdem US-Präsident Donald Trump nämlich Zölle eingeführt hat, um Produkte aus dem Ausland teurer zu machen, hat die EU reagiert und erhebt nun auch 25 Prozent zusätzliche Einfuhrzölle auf Produkte wie Mais, Orangensaft, Baumwollshorts, Schrauben – und Erdnussbutter. Solche Zölle sorgen nicht nur dafür, dass Produkte teurer werden, sondern damit auch dafür, dass es sich für Hersteller nicht mehr lohnt, sie verkaufen. So kann eine Knappheit entstehen.

Die EU und vor allem Deutschland gehören zu den größten Importeuren von Erdnussbutter aus den USA. Die Zölle treffen uns also besonders hart. Solange der Handelsstreit zwischen den USA und der EU weitergeht, ist ein Ende der Zölle nicht abzusehen – die übrigens auch noch mal zum Problem werden können, wenn Großbritannien den Brexit durchzieht und aus der EU aussteigt. Bleiben fast nur noch die Niederlande als zuverlässige Quelle für Erdnussbutter – oder auf Bio-Erdnussmus ohne Zusätze umzusteigen. Davon gibt es in den meisten Läden noch genug.

Oder halt eine schöne Portion Schoko-Nuss-Creme selbst machen.

Ernährung

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Ist Aperol vegan?

Kein Sommer ohne Aperol Spritz – aber bitte ohne tierische Inhaltsstoffe.

Kaum noch ein Urlaubsfoto – sei es vom Balkon oder von einem mediterranen Strand – kommt gefühlt noch ohne ein bis zwei Gläser Aperol Spritz aus. Wer im Sommer Alkohol trinken möchte, trinkt den orangefarbenen Likör aus dem Hause Campari (und wer lieber keinen trinkt, mixt sich einfach einen Vrappuccino oder Leitungswasser mit Geschmack). Aber wie sieht es mit den Inhaltsstoffen aus? Verstecken sich da irgendwelche fiesen Tierprodukte? Schließlich kann das bei rötlichen Getränken mit Fruchtsaftanteilen durchaus mal sein.

Auf Anfrage beruhigt die Firma: Aperol wird nicht mit Gelatine geklärt, und die rote Farbe ist kein echtes Karmin aus Läusen, sondern eine synthetische Alternative. Aus veganer Sicht also alles super. Wer sich einen Aperol Spritz mischen möchte, sollte nur darauf achten, dass auch der Prosecco oder Wein nicht mit Gelatine geklärt wurden (auf vielen Etiketten steht inzwischen drauf, ob ein Produkt vegan ist, ansonsten hilft unser Einkaufsguide oder eine Produktanfrage) – und dass auch veganer Alkohol kein Argument für Komplettbesäufnisse ist.

Auch ein sehr gutes Sommergetränk: Veganer Ayran selbstgemacht.