Maja aus den Streetteams Hamburg und Lüneburg

Wir stellen euch unsere Streetteamer vor. Diesmal mit Maja, 28, aus den Streetteams Hamburg und Lüneburg.

© fightingforanimals photogr.

Seit wann bist du dabei?

Seit knapp zwei Jahren in Hamburg und seit einem Jahr bei jeder Aktion in Lüneburg.

Warum hast du dich entschieden, ins Streetteam einzusteigen?

Ich habe mich schon immer für Tiere stark gemacht und hatte gleichzeitig immer das Gefühl, nicht genug für sie zu tun. Es gibt ja leider so viel Tierquälerei. Um etwas verändern zu können, wollte ich gerne ein Teil der größten und bekanntesten Tierrechtsorganisation werden. Jeder kennt PETA, und ich kann mich sehr gut mit den Ansichten identifizieren. Man kann im Streetteam zu fast jedem Thema eine kreative Demo organisieren und bekommt Material wie Poster, Flyer oder Sticker zur Verfügung gestellt.

Gibt es ein bestimmtes Tierrechtsthema, das dir besonders am Herzen liegt?

Es ist mir besonders wichtig zu zeigen, dass Puten, Ratten, Fische, Tauben usw. nicht weniger Wert sind, sondern die gleiche Daseinsberechtigung haben wie alle anderen Tiere und wie wir. Gerade bei den für uns nicht so hübschen oder niedlichen Tieren wird das nicht genug bedacht.

Was machst du mit dem Streetteam am liebsten?

Nach gelungener Aktion vegan essen zu gehen. Das ist zumindest in Hamburg schon zu einer richtig schönen Tradition geworden. Gerade wenn man selbst "nur ein Schild gehalten hat", ist es schön zu hören, wie die Gespräche der anderen gelaufen sind.

Hast du einen Tipp für Leute, die selbst für Tierrechte aktiv werden wollen?

Schau doch mal, ob es in deiner Nähe ein PETA ZWEI-Streetteam gibt. Wenn ja, hab keine Scheu, zu der nächsten Aktion zu kommen. Wir freuen uns immer, neue Gesichter zu sehen. Falls du kein Streetteam in deiner Nähe haben solltest, heißt es natürlich nicht, dass du nichts verändern kannst. Auch die kleinen, alltäglichen Dinge machen viel aus. Gib deinen Arbeitskollegen oder Freunden doch mal einen veganen Kuchen aus, male mit Kreide "go vegan" vor ein Steakhouse oder sprich nett jemanden an, der eine Echtpelzjacke trägt.

Ihr habt auch Lust, euch gemeinsam mit anderen Leuten vor Ort für Tierrechte einzusetzen? Kommt in unser Streetteam!

Unterhaltung

Weil es gar nicht so lustig ist.
Go Vegan!

Youtuber „Timon Show“ quält Tiere in grausamen Experimenten

„Timon Show“ hat einen Fisch und mehrere Insekten in ein Vakuum gepackt. Die Tiere haben daraufhin keine Luft mehr bekommen.

Youtube / Timon Show

Die „Experimente“ des Berliner Youtubers „Timon Show“ waren schon immer ein wenig fragwürdig. In einem Video will er herausfinden, was passiert, wenn er einen Elektroschocker an eine Gurke hält. (Spoiler: nichts.) In einem anderen schmeißt er zehn Kilogramm „Schleim“ auf sein Auto.

Youtuber gehen immer wieder neue Wege, um ihre Abonnenten bei der Stange zu halten. Mit der Vakuum-Videoreihe hat „Timon Show“ aber eine klare Grenze überschritten: Hier wurden verschiedene Tiere nacheinander in ein Gefäß gepackt, um ihnen Sauerstoff zu entziehen. Ein Experiment, das an Sinnlosigkeit und Grausamkeit kaum zu überbieten ist.

Durch das Vakuum dehnt sich die Luft im Körper der Tiere aus, was dazu führt, dass der Fisch mit dem Bauch nach oben schwimmt. Der Körper des Mehlwurms schwillt an und die Gliedmaßen der Fliege versagen. Alle gezeigten Tiere bekommen keinen Sauerstoff mehr und werden zunehmend nervös bis panisch. Am Ende werden sie bewusstlos. Folgeschäden sind zu erwarten.

Wir können nicht fassen, warum diese offensichtliche Tierquälerei nicht schon längst von Youtube verschwunden ist. Tierquälerei für Klicks? Das passt zu keiner aufgeklärten und modernen Gesellschaft. Es ist doch mittlerweile erwiesen, dass Fische Angst und Schmerz empfinden. Auch Insekten haben ein Nervensystem, das in vielerlei Hinsicht dem unseren ähnelt. Sie sehen, hören, riechen, schmecken und fühlen. Viele unserer Schmerzen entstehen durch Druck, Schock, Hitze und andere Reize – Insekten reagieren ebenfalls auf diese körperlichen Empfindungen. Keines dieser Tiere möchte für ein dämliches Youtube-Video leiden.

Wir bedanken uns bei allen, die uns auf diese Tierquälerei hingewiesen haben. Unsere Rechtsabteilung hat Anzeige gegen den Youtuber erstattet.