Warum bringen Mero, Eno und Xatar Wasser in Plastikflaschen raus?

Marketing-Gag oder ernsthaftes Business? So oder so: Die neue Geschäftsidee der Deutschrapper sieht ziemlich schlecht aus.

„Jaaa wir bringen Wasser raus“, schreibt Mero vor einigen Tagen auf Instagram, und er scheint es damit ernst zu meinen. Jedenfalls ging der Post zu früh für einen Aprilscherz raus, und der Rapper hat für seine Wassermarke Drip direkt auch mal ein Instagram-Profil angelegt, das inzwischen auch schon ein paar Zehntausende Follower hat. Offenbar hängen auch seine Kollegen Eno und Xatar mit drin. Die Frage ist nur: Was soll das?

In den Posts sieht es so aus, als käme das „Drip Premiumwater“ in einer Plastikflasche – keine guten Nachrichten für Fische, Schildkröten, sonstige Meeresbewohner und den Rest des Planeten. Außerdem mutmaßen Follower bereits, dass kein Mineralwasser drinsteckt, sondern einfaches Leitungswasser, das man unter dem Begriff „Tafelwasser“ hierzulande durchaus abfüllen und für einen ordentlichen Aufpreis verkaufen kann. Ob sie das Geschäft mit dem Wasser ernsthaft durchziehen wollen und wann es auf den Markt kommt, haben die Rapper sowieso noch nicht verraten, aber das Feedback ist soweit ziemlich eindeutig: Sollte es sich wirklich um ganz normales Wasser in Plastikverpackung handeln, verzichten die meisten lieber.

Hier sind unsere besten Leitungswasser-Rezepte – für lau.

Ernährung

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Go Vegan!

Plastikstrohhalme sind nicht das Problem – sondern das hier

Wenn es um das Plastik in den Weltmeeren geht, machen Plastikstrohhalme nur einen sehr kleinen Teil aus. Fast die Hälfte stammt aus einer ganz anderen Quelle.

In Sachen Umweltschutz ist gerade ein Thema ganz groß in der Diskussion: Plastikstrohhalme. Viele Cafés und Bars bieten ihre Getränke schon mit Alternativen aus Metall oder Glas oder ganz ohne an, und es wird darüber gesprochen, sie gleich flächendeckend zu verbieten. Das klingt grundsätzlich vernünftig, wenn man sich die riesigen Mengen an Plastik vor Augen führt, die in den Weltmeeren herumschwimmen – aber bei genauerem Hinsehen sind die Strohhalme nicht das Problem.

Eine aktuelle Studie von Wissenschaftlern, die mit dem Projekt Ocean Cleanup zusammenarbeiten, hat den sogenannten Great Pacific Garbage Patch untersucht, eine riesige Ansammlung von Plastikmüll im Nordpazifik zwischen Hawaii und Kalifornien. Ihre Erkenntnis: 46 Prozent des „Plastikmüllflecks“ bestehen aus Fischernetzen. Verglichen damit fallen die Plastikstrohhalme, die laut Schätzungen nur wenige Promille des Plastikmülls in den Meeren ausmachen, kaum ins Gewicht. Wer etwas für den Umweltschutz, den Tierschutz und dafür tun will, dass wir Menschen noch lange auf der Erde leben können, kann seine Limo gerne mit einem Glasstrohhalm trinken – vor allem aber müssen wir dringend aufhören, Fische zu essen.

Dafür gibt es unseren Vegan Kickstart.