Michael Kors wird pelzfrei

Ab 2018 gibt es bei der Modemarke endlich keinen Pelz mehr. Für Jimmy Choo gilt das gleich mit.

Die Proteste haben geholfen: Die Luxusmarke Michael Kors sieht endlich ein, dass Pelz so grausam wie unerwünscht ist und hat angekündigt, in Zukunft auf alternative Materialien zu setzen. Die Übergangszeit wird noch einige Monate dauern, ab Ende 2018 gibt es dann aber keinen Pelz mehr bei Michael Kors. Das gilt auch für die Marke Jimmy Choo, die von Michael Kors aufgekauft wurde.

Damit zeigt sich mal wieder, dass es absolut etwas bringen kann, wenn genug Menschen etwas sagen. Zusammen mit vielen Unterstützern hat PETA immer wieder gegen die Pelzpolitik von Michael Kors demonstriert, Unterschriften gesammelt und der Marke zig mal gezeigt, wie brutal die Bedingungen auf den Pelzfarmen sind. „Diese Entscheidung eröffnet ein neues Kapitel“, verkündet jetzt Michael-Kors-Chef John D. Idol in einem Statement, „in dem unsere Firma den Einsatz von innovativen Materialien weiterentwickeln wird.“ Na also.

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Bekleidung

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Ein neues Video zeigt, wie die Wollindustrie Schafe verprügelt und blutig schneidet

An der Wolle, die ihr tragt, klebt Blut. Wortwörtlich.

© PETA Asia

Einem Wollpullover sieht man nicht an, welche Tierquälerei dahinter steckt, aber im Jahr 2017 kann niemand mehr behaupten, nichts davon zu wissen. Schon seit Jahren gibt es immer wieder Recherchen in der Wollindustrie, die zeigen, dass eine Schur nicht einfach nur ein Haarschnitt ist, sondern oft blutig, traumatisch und sogar tödlich. Erst 2014 gab es eine Enthüllung in australischen Schurställen, die dazu geführt hat, dass ein Scherer zum ersten Mal wegen Tierquälerei verurteilt wurde.Wie neue Videaufnahmen von PETA Asia zeigen, geht es trotzdem noch weiter.

Für die Aufnahmen hat ein Augenzeuge fünf verschiedene Ställe in den australischen Bundesstaaten New South Wales und Victoria besucht, aus denen die meisten Wolle in Australien stammt, die dann auf der ganzen Welt verkauft wird. Im Video ist zu sehen, wie Scherer den Tieren ins Gesicht schlagen, auf sie treten und sie mit spitzen Metallscheren stechen. Sie werfen die Schafe umher und schmettern ihre Körper gegen den harten Holzboden.

© PETA Asia

Weil die Scherer meist pro Stück, nicht pro Stunde, bezahlt werden, gehen sie oft besonders rücksichtslos vor. Einige von ihnen nehmen Drogen wie Crystal Meth, um das Arbeitspensum zu schaffen. Die Tiere werden dabei immer wieder schwer verletzt und bleiben oft mit klaffenden Wunden zurück, die ohne Betäubung genäht werden.

© PETA Asia

Die Wolle ist teilweise blutgetränkt, wenn sie zur Weiterverarbeitung kommt. Ältere Schafe, die nicht mehr genug Wolle produzieren können, werden meist in den Nahen Osten verschifft, wo sie ohne Rücksicht auf Tierschutzgesetze getötet werden können. Dort wird ihnen meist ohne Betäubung die Kehle aufgeschlitzt. Dass Wolle ein Produkt vom lebenden Tier ist, ist also eine Illusion.

Ihr wollt etwas dagegen unternehmen? Kauft Klamotten aus Pflanzen- und Kunstfasern statt aus Wolle und erklärt auch eurem Umfeld, warum Wolle gar nicht geht.