5 Dinge, die sich durch die Corona-Krise hoffentlich für immer ändern

Der Shutdown macht vieles schwieriger. Einige Dinge können aber ruhig auch nach der Coronavirus-Krise so bleiben.

Zoos bleiben zu

Neben guten Sachen wie Festivals, Kinos und veganen Cafés mussten ziemlich schnell auch Zoos und Zirkusse schließen. Gut so, und das soll mal schön so bleiben, denn alle Orte, an denen Tiere für die „Unterhaltung“ gequält werden – Delfinarien, Ponykarussells und Rennbahnen gehören auch dazu – sind unmenschlich und sollen am besten nie wieder öffnen dürfen.

Restaurants bleiben fleischfrei

Weil das neuartige Coronavirus allem Anschein nach von einem Tiermarkt stammt, überdenken jetzt einige Restaurantbetreiber ihre Speisekarte und streichen Fleisch komplett aus dem Angebot. Nicht nur ein richtiger Schritt, sondern auch einer, der sich leicht nachmachen lässt, denn vegane Alternativen zu Schnitzel, Burger und Würstchen gibt es mittlerweise reichlich.

Menschen engagieren sich

Sei es der Gang zum Supermarkt für gefährdete Nachbarn oder die kreative Online-Demo: Ungewöhnliche Umstände erfordern besonderen Zusammenhalt, und den zeigen gerade ganz viele Menschen. Wenn wir uns dieses Engagement für andere Menschen, für die Tiere und für die Umwelt nach der Krise beibehalten, ist schon sehr viel gewonnen.

Jäger bleiben zu Hause

Ach was, Jagd ist nicht systemrelevant? Das hat die Politik festgestellt und die Jäger zur Corona-Krise mitsamt ihren Waffen ins Homeoffice geschickt. Wär doch gut, wenn sie dort bleiben, statt mit fadenscheinigen Ausreden Jagd auf wehrlose Tiere zu machen.

Alle backen Bananenbrot

Manche machen sich schon lustig über die neuentdeckten Skills, die gerade viele Leute in den Sozialen Medien vorführen, aber wir lieben es: Das berüchtigte Bananenbrot, das zum Symbol aller Isolationsbäcker geworden ist, ist nämlich nicht nur extrem lecker und ziemlich leicht nachzumachen, sondern ganz oft automatisch vegan. Von solchen Insta-Trends hätten wir gerne noch mehr.

Nur zu backen ist euch dann doch ein bisschen zu wenig? Hier sind ein paar Ideen dafür, wie ihr euch auch in Corona-Zeiten für die Tiere einsetzen könnt.

Ernährung

Warum ihr euch bewusst machen solltet, was ihr esst.
Go Vegan!

Corona-Lockdown: Wie Tiere sich die Städte zurückerobern

Tiere erobern sich im Zuge der Corona-Pandemie die Städte zurück. Doch viele leiden auch ganz besonders unter der Situation.

In den letzten Tagen sorgten spektakuläre Bilder aus Ländern rund um den Globus für Schlagzeilen: Wildtiere tummeln sich in menschenleeren Städten. In Santiago de Chile ging ein junger Puma in einem Wohngebiet auf Nahrungssuche; durch San Francisco ziehen Kojoten; in Tel Aviv sieht man Schakalfamilien; durch Paris streifen Hirsche; und in den Straßen Barcelonas nutzen Wildschweine die Ruhe. Doch nicht nur in Großstädten sind solche Veränderungen zu wahrzunehmen: Im walisischen Llandudno erfreuen sich wilde Kaschmirziegen seit Tagen an den köstlichen Hecken der Stadt. Und in deutschen Gärten machen es sich Füchse schon mal auf Gartenliegen gemütlich.

Natur- und Tierschützer aus verschiedenen Ländern berichten, dass sich in städtischen wie auch ländlichen Gegenden mehr Vogelpaare zusammenfinden. Dies betrifft teilweise auch vom Aussterben bedrohte Tiere, deren Population sich nun stark erhöhen könnte. Diese Nachrichten geben uns ein gutes Gefühl. Warum? Weil sie Hoffnung machen. Hoffnung darauf, dass sich die Natur erholen und sich Räume zurückerobern kann, wenn Mensch sie lässt. In normalen Zeiten tun viele Städte alles in ihrer Macht Stehende, um Tiere möglichst fernzuhalten. Denn Wildtiere, ihr Verhalten und ihre Bedürfnisse vertragen sich meist nicht mit dem Leben der Menschen und ihren Vorstellungen davon, wie Städte aussehen sollten.

In vielen Städten sind Affen auf Nahrungsreste angewiesen.
© PETA India

Doch so schön und mutmachend die Bilder sein mögen: Corona und menschenleere Städte sind für viele Tiere auch ein Problem. Einige Wildtierarten wie auch obdachlose „Heimtiere“ wie Hunde und Katzen leben von dem, was Menschen auf die Straße werfen oder Restaurants in Tonnen entsorgen. Aus vielen Städten wird bereits von hungernden Straßentieren berichtet. Die Affen, die in diesem Video zu sehen sind, leiden offenbar darunter, dass sie keine Nahrung mehr von Passanten und Touristen bekommen. Auch andere Wildtiere wie Aasgeier, die sonst die Städte von allerhand Überresten säubern, leiden unter Nahrungsmangel. Und weltweit suchen zigtausende Hunde und Katzen, die kein Zuhause haben, auf den Straßen nach etwas Essbarem. Ebenfalls besonders betroffen sind Tauben, weshalb wir uns aktuell gegen das Fütterungsverbot stark machen.

Tauben finden aktuell noch weniger Nahrung.

Viele Tierschutzorganisationen haben bereits damit begonnen, die hungernden Tiere so gut wie möglich zu versorgen – so auch die von PETA unterstützte indische Organisation Animal Rahat. In Rumänien kümmern wir uns zusammen mit unseren Partnern vor Ort um heimatlose Tiere und helfen mittellosen Familien, denen es in diesen Zeiten noch dringender an allem fehlt, bei der Versorgung ihrer Vierbeiner. Denn schon jetzt macht sich bemerkbar, dass mehr Tiere als zuvor ausgesetzt werden.

Und jetzt?

Die Tiere brauchen in diesen schweren Zeiten unsere Hilfe besonders stark. Und auch, wenn die Rückkehr von Wildtieren in unsere Städte Mut macht – die Frage lautet: Was passiert, wenn die Corona-Maßnahmen aufgehoben werden und nach und nach alles wieder läuft wie vorher? Wir müssen uns deshalb dauerhaft für den Schutz von Lebensräumen stark machen und auch in Städten Rückzugsräume für Tiere ungenutzt lassen.

So könnt ihr auch während der Corona-Krise Tieren helfen.