Neuseeland verbietet Schafverstümmelung

Beim sogenannten Mulesing werden Schafen in der Wollindustrie große Fleischstreifen vom Körper geschnitten. In Neuseeland wird das jetzt verboten.

Um besonders viel Wolle zu produzieren, wurde Merinoschafen eine besonders faltige Haut gezüchtet. In den Hautfalten sammelt sich schnell Feuchtigkeit an. Schmalzfliegen nutzen dieses Klima, um ihre Eier abzulegen. Aus diesen Eiern schlüpfen Maden, welche die Schafe quasi bei lebendigem Leib aufessen. Statt nun Tiere mit weniger Fell und Falten zu züchten oder sie besser zu pflegen, schneiden Arbeiter den Lämmern tellergroße Fleischstücke aus dem Bereich rund um den Schwanz – oftmals ohne jegliche Schmerzmittel. So soll sich eine glatte, vernarbte Fläche bilden, die keine Angriffsfläche mehr für Fliegeneier bietet.

Diese Verstümmelung, die man Mulesing nennt, wird in Neuseeland jetzt endlich verboten.  Auch Tierärzten ist es nicht mehr erlaubt, den schmerzhaften und unnötigen Eingriff vorzunehmen. Schon ab dem 1. Oktober 2018 erwartet Einzeltäter dann eine Strafe von 5.000 Dollar und Unternehmen eine Strafe von 25.000 Dollar, wenn sie trotzdem Mulesing durchführen. In Australien, dem weltweit größten Wollproduzenten, geht das Mulesing allerdings weiter. Noch immer werden dort 90 Prozent der Merinoschafe auf diese Weise verstümmelt.

Hört deshalb jetzt auf, Wolle zu tragen. Und unterschreibt unsere Petition an die Botschafterin von Australien, um das Mulesing endlich zu stoppen.

Helft mit das Mulesing von Schafen in Australien zu stoppen!

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Wendet euch an die Botschafterin von Australien und fordert sie auf, Mulesing und andere Verstümmelungen in der Wollindustrie zu beenden.

Sehr geehrte Frau Botschafterin,

mit Bestürzung musste ich erfahren, dass die australische Wollindustrie ihr Versprechen nicht eingehalten hat, das Mulesing junger Merinoschafe abzuschaffen. Hinter dem Produkt Wolle stehen extreme Tierquälerei und Tierleid. Ermittlungen haben gezeigt, dass Schafe in Australien routinemäßig dem Mulesing unterzogen werden und man ihnen den Schwanz ohne Schmerzmittel  abschneidet. Die Tiere werden während der Schur ins Gesicht geschlagen, umhergezerrt, mit Scheren geschlagen und Arbeiter stellen sich auf ihren Kopf und Hals. Bitte unternehmen Sie etwas gegen diese Grausamkeiten: Drängen Sie darauf, die australische Wollindustrie für den systematischen Missbrauch von Schafen in der Wollproduktion zur Verantwortung zu ziehen und diese Verstümmelungen zu verbieten.

Mit freundlichen Grüßen

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Bekleidung

Weil niemand eine zweite Haut braucht.
Go Vegan!

Bitte legt euch keine Schaffelle ins Zimmer

Egal ob als Teppich oder Sesselüberwurf: Sich mit Schaffellen einzurichten ist für die Tiere alles andere als gemütlich.

Die Schaffelle, die man beispielsweise in Möbelhäusern kaufen kann, um sie dann beispielsweise über Schreibtischstühlen oder vor dem Bett zu drapieren, stammen meist aus Ländern wie Australien, Spanien oder den USA, wo Schafe in riesigen Herden gehalten werden, sodass die Bedürfnisse der einzelnen Tiere fast komplett untergehen.

Allein in Australien sterben jedes Frühjahr zehn Millionen Lämmer, bevor sie überhaupt das erste Mal geschoren werden. Die überlebenden Lämmer werden bei Schwanzkürzungen oder Kastrationen verstümmelt, ohne dass ihnen dabei Schmerzmittel verabreicht werden. Dazu kommen international erschreckende Fehlbetäubungsraten oder keine Betäubungen von Lämmern und Schafen bei der Schlachtung auf Farmen oder in Schlachthöfen. Lämmern wird Strom durch den Kopf gejagt, Arbeiter hängen sie an einen Haken und schneiden ihnen die Kehle durch, sodass sie zappelnd verbluten.

Dem Fell sieht man am Ende nicht mehr an, was mit dem Schaf vorher passiert ist. Dabei muss man nicht einmal alle Details kennen, um zu verstehen, dass ein Tier, dessen Haut und Haare man sich ins Zimmer legt, das nicht überlebt haben kann. Und dass es genug Alternativen aus synthetischen oder pflanzlichen Fasern gibt, mit denen man sich tierfrei einrichten kann.

Unterwegs geht schaffrei natürlich auch. Hier sind die besten Wintermützen ohne Wolle.