Noah Cyrus – „Tiere sind keine Versuchsobjekte“

Musikalisch geht ja bekanntlich ziemlich viel bei den Cyrus', doch auch für Tiere haben die Geschwister trotz allem Trubel eine Stimme.

Nachdem Trace Cyrus sein Herz für Tiere mit einem Motiv gegen Pelz unter Beweis gestellt hat, zeigt nun seine kleine Schwester Noah Cyrus, dass ihr ebenfalls einiges an Tieren liegt. Aufgeschnitten liegt Noah auf dem Experimentiertisch, die Organe sichtbar, die Werkzeuge blutig. Was mit Noah zum Glück nur für ein Foto festgehalten wurde, ist für Tiere grausame Realität.

Leider wird heutzutage immer noch an vielen Schulen in Deutschland von Schülern erwartet, im Unterricht Tiere oder Körperteile von Tieren zu sezieren, obwohl die Sektion in keinem deutschen Bundesland verpflichtend auf dem Lehrplan steht. Ob es nun Schlachtabfälle sind oder extra für die Experimente gefangene und getötete Fische oder Frösche – Tiere sind keine Versuchsobjekte. Es gibt heutzutage eine Vielzahl verfügbarer moderner, tierfreier Lehrmethoden, mit denen man viel leichter und effizienter die Grundlagen der Anatomie und Biologie eines Tieres vermitteln kann.

Was könnt ihr gegen das Sezieren tun?

1. Fragt euren Biolehrer zu Beginn des Schuljahres, ob er vorhat, im Unterricht zu sezieren. Vielleicht wissen eure Mitschüler ja auch noch von anderen Lehrern, bei denen im Unterricht seziert wird. Sprecht dann mit dem Schuldirektor und bittet ihn, das Sezieren an seiner Schule zu verbieten.

2. Trefft euch mit eurer Lehrerin. Sagt ihr, dass ihr nicht aus Neugierde oder um etwas zu lernen, Tiere aufschneiden, zerschneiden und wegwerfen wollt. Fragt, ob es eine Alternative gibt, bei der keine Tiere verwendet werden. Macht auch deutlich, dass es für euch nicht okay ist, anderen Schülern beim Sezieren zuzuschauen – denn so nehmt ihr indirekt daran teil.

3. Bietet eurem Lehrer an, Alternativen zu recherchieren und diejenigen herauszusuchen, die den Anforderungen des Bildungsplanes entsprechen. Macht klar, dass ihr gern die gleiche Zeit und das gleiche Engagement investiert, die Aufgabe mit einer humanen Alternative zu erfüllen.

4. Wenn es immer noch kein Ergebnis gibt, sprecht mit den Vertrauenslehrern oder mit der Schulleitung. Schließt euch mit anderen zusammen, denn gemeinsam könnt ihr immer mehr erreichen, und schreibt einen freundlichen aber bestimmten Brief. Wenn ihr dazu Unterstützung von uns haben möchtet oder ihr Fragen habt, dann schreibt eine Mail an [email protected] mit genauen Infos zu eurer Situation: Wie heißt eure Schule, wo genau ist die Schule, in welchem Kurs oder Unterricht soll das Sezieren stattfinden, was genau soll mit welchen Tieren gemacht werden? Wir bitten eure Schule dann, auf Alternativen zurückzugreifen.

5. Tretet an die Öffentlichkeit und macht eure Freunde und Mitschüler auf die Tierquälerei beim Sezieren aufmerksam. Schreibt einen Artikel für die Schülerzeitung, wenn es bei euch eine gibt.

Go Vegan!

Tierversuche

Weil jedes Experiment einen Ausgang hat.

Tierversuche für Kosmetik: Das Problem mit der REACH-Verordnung

Eigentlich dürfen für Kosmetik und deren Inhaltsstoffe innerhalb der EU keine Tierversuche durchgeführt werden. Durch die REACH-Verordnung passiert es trotzdem.

Seit März 2013 dürfen in der EU keine Tierversuche mehr für Kosmetik durchgeführt und auch keine Kosmetika mehr zum Verkauf in die EU eingeführt werden, deren Inhaltsstoffe an Tieren getestet wurden. Das hat die EU-Kommission schon 2003 entschieden. Eigentlich müssten also alle Kosmetikprodukte, die man in Deutschland kaufen kann, tierversuchsfrei sein. Viele Firmen verkaufen ihre Produkte aber auch auf dem chinesischen Markt, für den Tierversuche vorgeschrieben sind. Auch wenn diese Firmen für den deutschen Markt keine Tierversuche in Auftrag geben, sind sie also trotzdem nicht tierversuchsfrei. Und dann ist da noch die REACH-Verordnung, mit der auch die EU weiterhin Tierversuche fördert.

REACH (Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals) ist das weltweit größte Tierversuchsprogramm. Es trat 2007 in Kraft und schreibt vor, dass Chemieunternehmen Informationen über die gesundheitlichen und umwelttechnischen Gefahren von fast allen Chemikalien vorlegen müssen – überwiegend als Ergebnis von Tierversuchen. Wenn das Unternehmen keine Ergebnisse vorweisen kann, müssen neue Versuche durchgeführt werden. Weil das für eine riesige Liste von Stoffen gilt, sind davon auch viele Inhaltsstoffe von Kosmetika betroffen. Die Kosmetikverordnung gilt nämlich nur für Produkte und Stoffe, die ausschließlich für kosmetische Zwecke verwendet werden; viele Chemikalien haben aber unterschiedliche Einsatzgebiete und fallen deshalb trotzdem unter REACH. Seit REACH gilt, sind deshalb in Tierversuchen Millionen von Tieren vergiftet und getötet worden.

Dabei ist längst bekannt, dass Tierversuche nicht nur grausam sind, sondern außerdem wenig aussagen. Eine Chemikalie, die etwa eine Maus oder einen Hund umbringt oder krank macht, kann für Menschen ungefährlich sein – und umgekehrt. Und weil in der Vergangenheit nicht alles ausreichend dokumentiert wurde, müssen für REACH oft Versuche wiederholt werden, deren Ergebnisse längst bekannt sind. Für mehr Sicherheit sorgt die Verordnung so nicht, nur für massenhaft tote Tiere.

Dass es auch anders geht, ist klar. PETA setzt sich seit Jahren für alternative Forschungsmethoden ein, mit denen sich Produkte und Inhaltsstoffe viel besser testen lassen als an Tieren. Bis EU und Hersteller überzeugt sind, hält unsere Kosmetik-Liste Firmen bereit, die auf Inhaltsstoffe zurückgreifen, für die bereits Daten erfasst und daher keine weiteren Experimente an Tieren erforderlich sind, und die auch sonst keinerlei Tierversuche durchführen.

Und was ist jetzt das Problem mit Firmen, die den internationalen Markt bedienen? Informiert euch über die Tierversuchspflicht in China.