So kommt ihr vegan übers Oktoberfest

Die Wiesn steht an. Mit unseren Tipps umgeht ihr Weißwürste, Schweinshaxn und Lederhosen.

Dirndl

Beim Dirndl-Kauf am besten immer aufs Etikett gucken: Viele Modelle sind aus Baumwolle oder Polyester, aber gerade in höheren Preisklassen kann auch Seide verarbeitet sein. Auch bei Verzierungen und Knöpfen solltet ihr darauf achten, dass sie nicht aus Horn, Bein, Perlen oder Leder bestehen. Zum Glück haben auch große Firmen wie Krüger Dirndl inzwischen eine gute vegane Auswahl.

Lederhosen

In günstigen Läden gibt es oft Hosen aus Kunstleder, die den altmodischen aus Tierhaut ziemlich ähnlich sehen. Wer ein bisschen investieren will, ist mit dem Alpenkracher von Wundersam perfekt beraten, einer super verarbeiteten Hose aus spezieller Baumwolle und Viskose, die sich deshalb viel angenehmer trägt als Leder.

Schuhe

Klar kann man auch in Vans über die Wiesn laufen, aber traditionell gehören zu Dirndl oder Lederhose grobe Stiefel. Vegane Versionen davon gibt es zum Beispiel bei Avesu – und das Schuhproblem für den anstehenden Herbst- und Wintermatsch ist damit auch direkt gelöst.

Essen

In den letzten Jahren haben viele Wirte verstanden, dass ihnen Kundschaft entgeht, wenn sie kein veganes Essen anbieten. Deshalb gab es zuletzt zum Beispiel im Käfer-Zelt einen veganen Salat mit Räuchertofu, veganes Gulasch im Festzelt Tradition und veganen Leberkäse bei Feinkost Anthuber. Eine gute Übersicht hat Veggie Wiesn zusammengestellt.

Trinken

Das deutsche Reinheitsgebot sorgt dafür, dass in Deutschland gebrautes Bier vegan ist. Bei Mischgetränken wie Radler und anderen Getränken wie Wein oder Limo ist das nicht immer so sicher. Unser Einkaufsguide und unsere Infos zu veganen alkoholischen Getränken helfen weiter.

Ihr sollt es natürlich nicht übertreiben, aber nur für den Fall: So katert ihr vegan.

Ernährung

Warum ihr euch bewusst machen solltet, was ihr esst.
Go Vegan!

7 Dinge, die ihr jetzt tun könnt, um den Amazonas-Regenwald zu retten

Ihr fühlt euch hilflos und wollt etwas tun? Mit diesen 7 Dingen helft ihr dem Amazonas-Regenwald – ohne Millionenspenden und auch aus der Ferne.

1. Werft einen Beyond Burger in die Pfanne

Der Amazonas-Regenwald brennt nicht einfach so, sondern wird von der Fleischindustrie angezündet, um dort Platz für Kühe und die Sojabohnen, die sie zu essen bekommen, zu schaffen. Die Produktion von tierischen Lebensmitteln gehört zu den größten Klimaschädlingen unseres Planeten. Gönnt euch deshalb zum Abendessen lieber einen Beyond Burger oder einen anderen veganen Burger statt einem aus Fleisch.

2. Trinkt euren Kaffee mit Hafermilch

Auch die Milchindustrie ist verantwortlich dafür, dass der Regenwald abgebrannt wird, da auch dort den Kühen Soja aus gerodeten Regenwaldgebieten verfüttert wird. Dabei braucht wirklich kein Mensch Kuhmilch. Probiert stattdessen Hafermilch im Kaffee, Eis auf Mandelbasis oder vegane Schokolade.

3. Sucht euch Schuhe aus veganem Leder aus

Ihr braucht ein neues Paar Schuhe, eine Handtasche oder ein Portemonnaie? Auch Leder spielt eine wichtige Rolle bei der Zerstörung des Amazonas-Regenwalds, denn mit den Häuten von Kühen wird genauso Geld gemacht, wie mit ihrem Fleisch. Setzt deshalb auf vegane Alternativen – und am besten natürlich welche aus fairer und nachhaltiger Herstellung oder aus dem Second-Hand-Shop.

4. Kauft palmölfrei ein

Für Palmöl werden Regenwälder abgeholzt – nicht hauptsächlich, aber eben auch in Brasilien. Und auch in Indonesien, einem Hauptproduzenten für Palmöl, werden große Regenwaldflächen brandgerodet . Dabei werden nicht nur Tierhabitate zerstört und Tiere getötet. Wer Regenwälder retten will, kauft deshalb lieber Erdnussmus, Schokolade und Waschmittel ohne Palmöl.

5. Benutzt Recycling-Papier

Noch ein Produkt, für das Regenwälder zerstört werden: Holz beziehungsweise Papier. Dafür werden die Wälder eher abgeholzt statt verbrannt, aber die Auswirkungen sind ähnlich verheerend: Tiere verlieren ihre natürlichen Lebensräume, und das Klima leidet. Achtet deshalb darauf, Recycling-Papier, Recycling-Klopapier und auch Möbel aus Recycling-Holz oder Second-Hand-Möbel zu kaufen.

6. Guckt euch „Cowspiracy“ an

Die Doku zeigt, wie die Klimakrise und die  Tierindustrie zusammenhängen – und warum viele Umweltschutzorganisationen das gerne verschweigen. Der Film gibt es viele Infos an die Hand, die euch beim Einsatz fürs Klima helfen.

7. Sagt es weiter

Am stärksten sind wir gemeinsam. Schlagt euren Freunden vor, vielleicht mal einen Monat lang den Vegan Kickstart auszuprobieren, und ladet sie am Ende auf eine Runde veganer Burger ein. Wahrscheinlich ist noch keiner von uns perfekt, was ein nachhaltiges Leben angeht, aber wir können uns immer gegenseitig motivieren.

Und hier sind noch 5 Dinge, die jeder gegen den Klimawandel tun kann.