Diese App will vegane Rezepte für euch erfinden

Hunger, aber gefühlt nichts im Haus? Eine neue App kreiert vegane Rezepte, die genau auf die Zutaten in eurer Küche zugeschnitten sind.

© Plantjammer

Nichts im Kühlschrank außer einer halben Zucchini, einer Flasche Sriracha und dem Rest von einer Dose Kichererbsen? Manchmal fehlt einem die nötige Kreativität, um daraus noch ein gutes Essen zu machen, und man landet stattdessen doch wieder beim Lieferdienst, während die Lebensmittel im Kühlschrank verrotten. Eine neue App will das jetzt ändern. Bei Plantjammer kann man die Zutaten eingeben, die man zu Hause hat, und bekommt dann passende Rezepte angezeigt, die laut den Machern ganz individuell erfunden werden. So soll Essensverschwendung vermieden werden, und man bekommt neue Ideen, die ganz genau passen.

Ganz neu ist die Idee nicht. Immer mal wieder gibt es online und auch in Form von Kochbüchern das Prinzip, aus einer begrenzten Anzahl von Zutaten oder aus Resten passende Rezepte zu kreieren. Das Besondere an Plantjammer ist aber: Fast alles ist vegan. Man muss also nicht erst umständlich alle Rezepte mit Eiern aussortieren oder jedes Mal selbst überlegen, ob man jetzt statt Lachs lieber Tofu oder Seitan verwendet. Außerdem will die App dazu ermutigen, neue Zutaten auszuprobieren, indem sie beim Einkaufen vorschlägt, was zum Beispiel gut zu Pastinaken oder Sauerkraut passt. Für ambitionierte Neuköche gibt es außerdem Tipps dazu, welche Bestandteile ein gutes Gericht ausmachen und wie man Instagram-Essen am einfachsten nachkocht. Wer Allergien oder Unverträglichkeiten hat, kann das einstellen. Die Basis-Version der App ist kostenlos, in der Bezahlversion gibt es außerdem Wochenpläne und Nährstoffinfos.

Eigentlich das einzige Rezept, das ihr je brauchen werdet: Unser Erdnussbutter-Schoko-Kuchen ohne Backen.

Ernährung

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Fühlen Pflanzen Schmerz?

Lieblingsargument gegen das Vegansein: Pflanzen haben auch Gefühle. Aber stimmt das überhaupt?

Wenn den Leuten gar nichts mehr einfällt, um gegen Veganer zu argumentieren, dann fällt ihnen immer noch das ein: „Aber Pflanzen haben doch auch Gefühle!“ Wer Pflanzen statt Tiere isst, macht es demnach nicht besser – ergo: Vegansein bringt gar nichts, Diskussion beendet, darauf ein Kuh-Burger.

Aber was steckt wirklich hinter diesem Spruch? Man hört schließlich immer von Studien, in denen festgestellt wird, dass Pflanzen zum Beispiel „hören“ können, wenn sie gefressen werden oder dass Bäume eine Art Gedächtnis haben und über ihre Wurzeln unterirdisch miteinander kommunizieren. Ist eine Pflanze zu essen also genauso grausam wie ein Tier zu essen?

Ganz grundsätzlich gilt, dass man keinem Lebewesen unnötig schaden sollte. Wir müssen essen, um zu überleben. Aber wir schaden weniger Pflanzen, wenn wir sie direkt konsumieren, als wenn wir sie erst von Tieren essen lassen und dann die essen. Um etwa ein Kilo Fleisch zu liefern, muss eine Kuh über 16 Kilo Pflanzen zu sich nehmen, das ist eine extreme Verschwendung. Wenn ausgerechnet ein Fleischesser also mit dem Pflanzengefühle-Argument kommt, ist das ziemlich lächerlich.

Aber wie steht es nun mit den Gefühlen? Sicher ist: Tiere sind auf jeden Fall fühlende Lebewesen, die Schmerz empfinden. Bei Pflanzen ist bislang noch kein Nervensystem gefunden worden, das dem des Menschen so ähnlich wäre, dass man darauf auf ein Schmerzempfinden schließen könnte. Wenn wir im Zusammenhang mit Pflanzen von „Gefühlen“ oder „Kommunikation“ sprechen, dann verwenden wir diese Begriffe eher symbolisch, weil es für das, was Pflanzen machen, noch keine eigenen gibt. Es kann sein, dass Pflanzenforscher in Zukunft feststellen, dass Pflanzen über mehr Intelligenz und Gefühle verfügen, als wir das bislang wissen (so war es beispielsweise auch bei Kraken, deren Nervensystem so speziell ist, dass Menschen sie lange für schmerzunempfindlich hielten). Aber nach bisherigem wissenschaftlichem Stand spricht alles für eine vegane Ernährung, weil so nicht nur weniger Tiere sterben, sondern auch weniger Pflanzen.

Viel besser als mit Fleischessern streiten: Zusammen vegane Waffeln essen.