Bring Playmobil jetzt ein Schlachthaus-Set heraus?

Tote Kühe an Haken und jede Menge Blut: So könnte das neue Spielzeug von Playmobil aussehen.

Noch ist das „Mein erstes Schlachthaus“-Set nur ein Entwurf. Doch PETA UK, die sich mit dieser Idee an die Playmobil-Chefetage wenden, meinen es durchaus ernst. Denn aktuell verkauft Playmobil mit seiner „Country“-Reihe noch ein extrem unrealistisches Bauernhof-Idyll inklusive glücklicher Hühner, Schweine und Kälber, die von freundlichen Bauern von Hand aufgezogen werden.

(c) PETA-Karremann

Die Wahrheit sieht natürlich anders aus: Kälber, die ihren Müttern kurz nach der Geburt entrissen werden, um die für sie gedachte Milch an Menschen zu verkaufen, und die – teils schon bald darauf und teils später – im Schlachthaus landen, wo sie oft kopfüber aufgehängt werden, damit Arbeiter ihnen bequemer die Hälse aufschlitzen können. Warum also nicht stattdessen das zeigen, fragt PETA UK in seinem provokanten Brief.

Natürlich will PETA nicht, dass Kinder mit Schlachthaus-Spielzeug spielen. Im Gegenteil: PETA will, dass es gar keine Schlachthöfe mehr gibt. Um das zu erreichen, spielt es tatsächlich auch eine Rolle, welches Bild Kindern vermittelt wird. Solange wir schon früh eingetrichtert bekommen, dass Bauernhöfe heile Welten sind, fällt es uns leicht, die Wahrheit auszublenden. Deshalb ist es so wichtig, nicht so zu tun, als ginge es den Tieren auf Bauernhöfen gut. Deshalb schlägt PETA UK den Spielzeugmachern eine andere Idee vor: nicht das Schlachthaus ins Programm von Playmobil aufnehmen, sondern die Tiere aus dem Bauernhofset entfernen und beispielsweise einen Getreidehof daraus machen. Mit seinen Zirkus-Sets hat Playmobil das immerhin schon 2010 gemacht.

Ihr wollt auch lieber auf Pflanzen statt Kuhquälerei setzen? Hier sind die besten Milchalternativen.

Ernährung

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Würdet ihr Baumwolle essen?

Bisher sind Baumwollsamen giftig für Menschen. Forscher arbeiten an einer Sorte, aus der sich Milch, Aufstriche und Eiweißpulver machen lassen.

Es geht voran, langsam. Schon seit Jahrzehnten arbeiten Forscher daran, Baumwolle ohne den Giftstoff Gossypol zu entwickeln, der die Pflanze vor kleinen Tieren schützt, aber auch für Menschen ungenießbar macht. Seit einigen Jahren gibt es nun eine Baumwollsorte, die gentechnisch so verändert wurde, dass die Samen viel weniger Gossypol enthalten, anderen Pflanzenteilen aber noch genug bleibt, um sich zu schützen. Und vor einigen Monaten hat das Landwirtschaftsministerium der USA sein Okay gegeben, um solche Baumwollpflanzen kommerziell anzubauen.

Wozu das alles? Die beteiligten Forscher versprechen sich vom Anbau essbarer Baumwolle eine gute Proteinquelle für die wachsende Weltbevölkerung. Ähnlich wie aus Soja, Kichererbsen oder Erbsen sollen sich aus den Baumwollensamen etwa Milch, Eiweißpulver, eine Art gehackte Nüsse und Aufstriche machen lassen, die ähnlich wie Hummus schmecken. So könne man die zur Kleidungsherstellung angebaute Baumwolle zusätzlich auch zur Ernährung nutzen. Unmittelbar bevor steht das allerdings wohl nicht, denn dafür müsste die genveränderte Baumwolle erst einmal im großen Stil angebaut werden.

Gibt es jetzt schon: Milchalternativen aus anderen Pflanzen.