Unterstützt Gina-Lisa mit Pomeranian-Kauf illegalen Tierhandel?

Gina-Lisa hat sich einen Pomeranian gekauft. Warum sie damit nach Auffassung von PETA den illegalen Hundehandel unterstützt, lest ihr hier!

9EkieraM1. CC BY-SA 3.0
06.Jul 2021

Obwohl Tierheime und Tierschutzvereine voll sind mit Vierbeinern, die dringend ein Zuhause suchen, entscheiden sich noch immer Menschen für den Kauf eines Hundes. Darunter auch Prominente wie US-Beautyguru Jeffree Star, der besonders für eine Hunderasse schwärmt: Pomeranians. Die Zwergspitze sind für ihr fluffiges Erscheinungsbild und ihre lebhafte Art bekannt und beliebt. Jetzt springt auch Ex-Germanys-Next-Topmodel-Teilnehmerin und Reality-Star Gina Lisa Lohfink auf den Zug auf und holt sich bei einer umstrittenen Hundehändlerin einen Pomeranianwelpen.

Wir von PETA ZWEI kritisieren das, denn damit nimmt Gina Lisa nicht nur einem von vielen Tierheimtieren die Chance auf ein liebevolles Zuhause, sie treibt aus unserer Sicht mit dem Tierkauf vor allem den illegalen Tierhandel weiter an. Denn: Viele der im Internet angebotenen Welpen kommen aus illegalen Zuchten und werden von kriminellen Händler:innen für viel Geld angeboten und verkauft.

Woher kommen die meisten Pomeranians?

Gina Lisa setzt als bekannte Influencerin mit ihrer Wahl, sich einen Hund von einer PETA bekannten, höchst umstrittenen Hundehändlerin zu kaufen, ein ganz falsches Statement. Damit werden Nachahmer:innen geradezu angestachelt. Viele der Welpen, die die Münchner Hundezüchterin verkauft, kommen aus dem Ausland aus undurchsichtigen Quellen. Die Herkunft der Tiere ist kaum nachvollziehbar.

Vor allem die Rasse Pomeranian wird zurzeit massiv auf Internetportalen gehandelt – Tiere sind jedoch keine Ware. Ein Großteil der Hunde stammt dabei aus skrupellosen Hundezuchten, viele werden unregistriert und ohne ausreichenden Impfschutz von Osteuropa nach Deutschland gebracht.

Illegaler Hundehandel bedeutet Tierleid für Geld

Die Tierhändler:innen machen mit der „Ware Tier“ währenddessen ein Multimilliarden-Geschäft. Das Leid hinter den Hundezuchten ist vielen Menschen nicht bewusst: Welpen werden viel zu früh ihren Müttern entrissen, um für viel Geld als kleine, süße Hundekinder an oft unkundige Halter:innen in Deutschland verkauft zu werden. Die Tiere, die von diesem Handel betroffen sind, leiden ein Leben lang unter Krankheiten.

Leiden Pomeranians unter zuchtbedingten Krankheiten?

Der ursprüngliche Pomeranian stammt vom deutschen Spitz ab und wurde in der Region Pommern gezüchtet. In England wurde die Hunderasse dann noch einmal kleiner gezüchtet. Durch häufige Inzucht von Vermehrer:innen leiden auch viele Pomeranians unter erblichen Krankheiten wie Herzerkrankungen und Atemproblemen. [1]

Wie viele andere klein gezüchtete Hunderassen haben auch Pomeranians oft Probleme mit den Kniescheiben und Gelenken. Durch ihr dichtes Fell sind sie sehr anfällig gegenüber Hitze, die tägliche Fellpflege ist zwingend notwendig. Pomeranians sind außerdem aktiv bis ins Alter von 14 bis 16 Jahren und bauen eine enge Bindung zur menschlichen Bezugsperson auf. Das sollte allen, die darüber nachdenken, einem Tier generell ein neues Zuhause zu geben, bewusst sein.

Adoptieren statt kaufen

Mehr als 223.000 Hunde sind nach einer PETA-Auswertung zwischen Januar und Juli 2021 wie Ware auf Internetplattformen angeboten worden. Der Handel boomt auch deswegen, weil Influencer:innen wie Gina Lisa Werbung für Tiere wie Pomeranians machen. Gleichzeitig sind die Tierheime überfüllt mit Hunden, die dringend ein liebevolles Zuhause und eine zweite Chance im Leben suchen. Das solltet ihr unbedingt beim Adoptieren von Tieren beachten.

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Go Vegan!

PETA Indien benennt gerettete Kuh nach Kim Kardashian

Zum Muttertag bedankt sich PETA Indien bei Kim Kardashian dafür, dass sie sich für eine milchfreie Ernährung starkmacht. Jetzt lesen!

Eva Rinald. CC BY-SA 2.0
06.Jul 2021

Pünktlich zum Muttertag am 9. Mai 2021 hat PETA Indien eine gerettete Kuhmutter nach Kim Kardashian benannt. Die Organisation möchte sich damit bei dem Star dafür bedanken, dass die Mutter von vier Kindern allen Müttern gegenüber Mitgefühl zeigt und sich für die milchfreie Ernährung starkmacht – sowohl bei ihrer Familie als auch bei ihren über 200 Millionen Followern auf Instagram.

So wurde „Kim Cowdashian“ gerettet

Ein von PETA unterstützter Lebenshof in Indien konnte die noch milchgebende Kuh – die vermutlich zur Milchgewinnung ausgebeutet wurde – retten, nachdem ihr ehemaliger Halter sie auf der Straße misshandelt hatte. Nun erfreut sich Kuh-Kim an frischem grünem Gras, Erdnussküchlein und anderen Leckereien. Seit ihrer Ankunft im neuen Zuhause konnte sie bereits besonders enge Freundschaften mit zwei Rindern namens Sonya und Meena schließen.

„Zwar bevorzugt Kuh-Kim ein ruhiges Leben an gemütlichen Schattenplätzen abseits des Rummels – doch in vielerlei Hinsicht ähnelt sie der menschlichen Kim: Sie liebt ihre Familie und verbringt gerne Zeit mit ihren Freunden. PETA dankt Kim Kardashian, dass sie die Zeichen der Zeit erkannt hat – quasi ein ‘keeping up with the future’. Denn die Ernährung der Zukunft ist vegan.“

Sachin Bangera, PETA Indien

So könnt ihr Kühen helfen

Kühe in der Milchindustrie werden in einem schmerzhaften Prozess künstlich besamt und später von ihren Kälbern getrennt. Kuhmütter rufen teils tagelang nach ihren Kindern. Männliche Kälber werden in enge Kälberstände gepfercht, während den meisten weiblichen Kälbern das gleiche grausame Schicksal wie ihren Müttern droht: Sie müssen so lange Milch produzieren, bis ihr Körper nicht mehr kann, und werden dann zur Produktion von Billigfleisch geschlachtet.

Dieses Tierleid hat nur ein Ende, wenn wir endlich aufhören, Milch zu trinken und Käse zu essen. Inzwischen gibt es unzählige vegane und tierfreundliche Alternativen für Milchprodukte – entdeckt die vielen Milchalternativen und probiert sie aus