Ireland Basinger-Baldwin legt sich mit Canada Goose an

Beim Aktionärstreffen lässt sie die Firma nicht einfach so davonkommen. Das Model fordert Canada Goose auf, kein Koyotenfell und keine Daunen mehr zu verwenden.

15.Okt 2021

Update vom 15. Oktober 2021

Canada Goose hat im Juni 2021 bekannt gegeben, bis Ende 2022 den Verkauf von Pelz einzustellen. PETA Organisationen weltweit und unzählige Graswurzelaktive haben zuvor jahrelangen Druck auf das Unternehmen ausgeübt. Vor diesem Hintergrund haben wir die Kampagne gegen Canada Goose auf Eis gelegt und arbeiten nun im Hintergrund daran, dass das Unternehmen zukünftig auch keine Daunen mehr verarbeitet.  

Originaltext vom 15. August 2018

Canada Goose verwendet das Fell von Koyoten, die in Eisenfallen gefangen werden, die ihnen ins Fleisch schneiden, ihre Gliedmaßen brechen und ihne tagelanges Leid bescheren, bevor sie schließlich brutal von den Fallenstellern getötet werden“, stellt Ireland Baldwin-Baldwin fest – und findet das alles andere als akzeptabel. Deshalb hat sich das amerikanische Model beim Aktionärstreffen letzte Woche direkt an die Firma und ihre Aktionäre gewandt und sie aufgefordert, kein Koyotenfell und auch keine Daunen mehr zu verwenden.

Das ist nicht das erste Mal, dass sich Ireland für Tiere einsetzt. Die Tochter von Alec Baldwin und Kim Basinger und Cousine von Hailey Baldwin weigert sich bei Modelaufträgen standhaft, Pelz anzuziehen, auch wenn sie dabei jedes Mal neu erklären muss, was überhaupt so schlimm an Pelz ist. Kein Problem, das Thema ist ihr zu wichtig, um dazu zu schweigen.

Ihr wollt euch auch gemeinsam mit uns gegen solche Tierquälerei einsetzen? Kommt ins Streetteam!

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Unterstützt Gina-Lisa mit Pomeranian-Kauf illegalen Tierhandel?

Gina-Lisa hat sich einen Pomeranian gekauft. Warum sie damit nach Auffassung von PETA den illegalen Hundehandel unterstützt, lest ihr hier!

9EkieraM1. CC BY-SA 3.0
15.Okt 2021

Obwohl Tierheime und Tierschutzvereine voll sind mit Vierbeinern, die dringend ein Zuhause suchen, entscheiden sich noch immer Menschen für den Kauf eines Hundes. Darunter auch Prominente wie US-Beautyguru Jeffree Star, der besonders für eine Hunderasse schwärmt: Pomeranians. Die Zwergspitze sind für ihr fluffiges Erscheinungsbild und ihre lebhafte Art bekannt und beliebt. Jetzt springt auch Ex-Germanys-Next-Topmodel-Teilnehmerin und Reality-Star Gina Lisa Lohfink auf den Zug auf und holt sich bei einer umstrittenen Hundehändlerin einen Pomeranianwelpen.

Wir von PETA ZWEI kritisieren das, denn damit nimmt Gina Lisa nicht nur einem von vielen Tierheimtieren die Chance auf ein liebevolles Zuhause, sie treibt aus unserer Sicht mit dem Tierkauf vor allem den illegalen Tierhandel weiter an. Denn: Viele der im Internet angebotenen Welpen kommen aus illegalen Zuchten und werden von kriminellen Händler:innen für viel Geld angeboten und verkauft.

Woher kommen die meisten Pomeranians?

Gina Lisa setzt als bekannte Influencerin mit ihrer Wahl, sich einen Hund von einer PETA bekannten, höchst umstrittenen Hundehändlerin zu kaufen, ein ganz falsches Statement. Damit werden Nachahmer:innen geradezu angestachelt. Viele der Welpen, die die Münchner Hundezüchterin verkauft, kommen aus dem Ausland aus undurchsichtigen Quellen. Die Herkunft der Tiere ist kaum nachvollziehbar.

Vor allem die Rasse Pomeranian wird zurzeit massiv auf Internetportalen gehandelt – Tiere sind jedoch keine Ware. Ein Großteil der Hunde stammt dabei aus skrupellosen Hundezuchten, viele werden unregistriert und ohne ausreichenden Impfschutz von Osteuropa nach Deutschland gebracht.

Illegaler Hundehandel bedeutet Tierleid für Geld

Die Tierhändler:innen machen mit der „Ware Tier“ währenddessen ein Multimilliarden-Geschäft. Das Leid hinter den Hundezuchten ist vielen Menschen nicht bewusst: Welpen werden viel zu früh ihren Müttern entrissen, um für viel Geld als kleine, süße Hundekinder an oft unkundige Halter:innen in Deutschland verkauft zu werden. Die Tiere, die von diesem Handel betroffen sind, leiden ein Leben lang unter Krankheiten.

Leiden Pomeranians unter zuchtbedingten Krankheiten?

Der ursprüngliche Pomeranian stammt vom deutschen Spitz ab und wurde in der Region Pommern gezüchtet. In England wurde die Hunderasse dann noch einmal kleiner gezüchtet. Durch häufige Inzucht von Vermehrer:innen leiden auch viele Pomeranians unter erblichen Krankheiten wie Herzerkrankungen und Atemproblemen. [1]

Wie viele andere klein gezüchtete Hunderassen haben auch Pomeranians oft Probleme mit den Kniescheiben und Gelenken. Durch ihr dichtes Fell sind sie sehr anfällig gegenüber Hitze, die tägliche Fellpflege ist zwingend notwendig. Pomeranians sind außerdem aktiv bis ins Alter von 14 bis 16 Jahren und bauen eine enge Bindung zur menschlichen Bezugsperson auf. Das sollte allen, die darüber nachdenken, einem Tier generell ein neues Zuhause zu geben, bewusst sein.

Adoptieren statt kaufen

Mehr als 223.000 Hunde sind nach einer PETA-Auswertung zwischen Januar und Juli 2021 wie Ware auf Internetplattformen angeboten worden. Der Handel boomt auch deswegen, weil Influencer:innen wie Gina Lisa Werbung für Tiere wie Pomeranians machen. Gleichzeitig sind die Tierheime überfüllt mit Hunden, die dringend ein liebevolles Zuhause und eine zweite Chance im Leben suchen. Das solltet ihr unbedingt beim Adoptieren von Tieren beachten.