Noch ist es für Lukas Podolski nicht zu spät, auf veganen Döner umzusteigen

Nach seiner Zeit in der Türkei hat der Fußballer einen Döner-Imbiss in Köln eröffnet und verdient sich mit toten Tieren was dazu. Das ginge doch besser.

10.Jan 2018

Im Internet posiert Lukas Podolski in den letzten Tagen abwechselnd mit Messer am Dönerspieß, mit Daumen hoch und Döner in der Hand oder kurz vorm Biss in einen Döner – die Message ist klar: Wer den Fußballer mag, soll bitte in seinem neuen Döner-Imbiss in der Kölner Südstadt vorbeikommen und eine Portion abgeschabtes Fleisch abkaufen. Bis zur Fußballerrente ist es schließlich nicht mehr weit, deshalb hat er sich nach seiner Zeit bei Galatasaray mit zwei Kölner Gastronomen zusammengetan, um sich ein neues Standbein aufzubauen.

Soweit okay, nur sollte auch ein Kölscher Boy von nebenan wie Poldi inzwischen weltgewandt und weise genug sein, um zu wissen, dass Dönerfleisch nicht an Bäumen wächst. Die Hühner, Kühe oder Schafe, deren Fleisch zwischen Brot, Salat, und Scharf landet, werden dafür unter grausamen Bedingungen gehalten und getötet. So richtig zum Grinsen ist es vielleicht nicht, wenn jedes Jahr Millionen von Tieren in dunklen Ställen eingepfercht, ohne Betäubung verstümmelt und oft noch im Kindesalter geschlachtet werden. Aber Hauptsache, ein Fußballer hält dazu den Daumen hoch.

Dabei könnte Lukas Podolski seinen Imbiss ziemlich leicht veganisieren. Es gibt nicht nur genug Dönerfleisch aus Seitan oder Sojaeiweiß, dass mit den richtigen Würzung perfekt schmeckt, sondern auch reichlich andere fleischfreie Snacks, die er aus Istanbul kennen sollte: die Ofenkartoffeln Kumpir, Bulgur-Salat, tonnenweise weiße Bohnen und Kichererbsen, Manti, vegane Börek und Gözleme, Lokum und Baklava… wir wären schwer dafür.

Bis dahin erst mal: Kumpir selber machen.

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Laura Lareeva erklärt, warum Veganer nicht automatisch dünn sind

Wer vegan lebt, nimmt direkt mal krass ab? In ihrem neuen Video nimmt Laura Lareeva das Vorurteil auseinander.

© Laura Lareeva / Youtube
10.Jan 2018

Es gibt nicht nur eine Art von vegan, deshalb sehen auch nicht alle Veganer gleich aus. Einfache Erkenntnis, aber weil noch nicht alle das verstanden haben, erklärt Laura Lareeva das in ihrem ziemlich lustigen neuen Video. Die Youtuberin, die seit drei Jahren vegan lebt, wird immer wieder gefragt, warum sie dann nicht krass dünn ist. In ihrem neuen Video „Vegan und trotzdem fett“ erklärt sie es. (Und nein, es geht nicht darum, ob Laura sich als fett bezeichnen soll, muss oder darf, sondern darum, dass es andere nun mal tun und wie sie damit umgeht.)

Klar gibt es auch Leute, die vegane Ernährung als eine Art Diät sehen und wieder damit aufhören, wenn sie nicht abnehmen, sagt Laura, aber es gibt eben ganz viele verschiedene Arten, vegan zu leben. Auf Pinterest hat sie dazu eine Liste gefunden, die neben bekannten Beweggründen wie Ethik, Gesundheit und Umwelt auch nischigere Labels wie „Paris-Veganer“ aufzählt. Solche Bezeichnungen muss man sich nicht geben, findet Laura, solange die Leute endlich einsehen, dass vegan nicht automatisch dem einen Bild entspricht, das sie vielleicht im Kopf haben. Sie selbst ist zum Beispiel keine Diätveganerin, sondern isst gerne mal Churros mit Schokoladenfüllung zum Mittag, wenn sie Lust darauf hat.

Apropos Vegan For Fat: Schon unseren Erdnussbutterkuchen ohne Backen probiert?