Veggie Crew: Musik für eine bessere Welt

Die Veggie Crew vereint zwei Rapper, die sich provokant und ehrlich für eine bessere Welt und Tierschutz einsetzen.

Chris Hirschhäuser
30.Nov 2020

Amanda da Gloria und Tobias Baum machen mit ihrer Musik auf die Missstände im Umgang mit Tieren aufmerksam. Dabei thematisieren sie in ihren Songs unter anderem die Pelz– und Fleischindustrie. Sie spielen mit Klischees und bringen ihre Wut über die Missstände sowohl in ihrer musikalischen Tonlage als auch ihrer Sprache zum Ausdruck.

Die Hip-Hop-Kollaboration Veggie Crew bezeichnet ihre Musik selbst als Aggrorap. Aggro ist spätestens seit den Berliner Kollaborationen rund um den Rapper Sido umgangssprachlich fest verankert und bedeutet so viel wie aggressiv, streitlustig, wütend. Wütend sind Vegina und MC Tofu, hinter denen die Schauspielerin Amanda da Gloria (unter anderem bekannt durch ihre Hauptrolle in SOKO München) und der ehemalige Frontrapper von Einshoch6 Tobias Baum stecken. Und ihre Wut über den Umgang mit Tieren bringen die Künstler in ihrer Musik zum Ausdruck.

Fleisch bedeutet Leid und Tod

Im Musikvideo zum Song „Fleisch“ zeigen sich die beiden neben einer Familie, die zu Abend isst – und dabei natürlich Fleisch auf ihren Tellern hat. Mit Fragen wie „Soll ich dich mal rasieren und halbieren, filieren, frittieren, servieren?“ stellen die Rapper provokant dar, dass es sich bei dem vermeintlichen Essen um getötete Lebewesen handelt: Tiere die gequält und geschlachtet wurden, um zu Wurst, Hackfleisch und anderem verarbeitet zu werden. Die Veggie Crew konfrontiert ihre Zuhörer durch ihre Sprache direkt und ehrlich mit den Bildern der Fleischindustrie und scheut sich nicht, sie schonungslos ehrlich mit der Realität zu konfrontieren.

Chris Hirschhäuser

Pelz gehört den Tieren

In einer weiteren Singleauskopplung „Pelz“ greift die Veggie Crew das Leid der Tiere in der Pelz– und Lederindustrie auf. Hier konfrontieren sie provokant und direkt mit dem Fakt, dass Pelz und Leder keine Kleidungsstücke sind, sondern die Haut von Tieren, die nur ihnen allein gehört. Wildtiere wie Nerze, Füchse oder Marderhunde leiden für die Pelzproduktion ihr ganzes Leben in winzigen, kargen Drahtkäfigen und werden auf grausame Weise getötet.

Leder ist das wichtigste Co-Produkt der Fleischindustrie

Der Verkauf von Leder trägt maßgeblich dazu bei, dass Rinder, Pferde, Schafe und Schweine ein kurzes, qualvolles Leben in dunklen, verdreckten Ställen oder Mastanlagen führen und brutal getötet werden. Aufgrund der hohen Fehlbetäubungsrate bei der Tötung der Tiere ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Schuhe, Jacken oder Accessoires aus Leder von Tieren stammen, denen die Haut bei vollem Bewusstsein vom Körper geschnitten wurde. Auch exotische Tiere werden wegen ihrer Haut bejagt oder unter katastrophalen Bedingungen gezüchtet und getötet.

Was du tun kannst

Bitte kauft keine Produkte, für die Tiere gequält, getötet und gehäutet oder auf andere Weise ausgebeutet wurden. Es gibt heute zahlreiche pflanzliche Alternativen zu Leder, Pelz und Fleisch. Das kostenlose 30-tägige Veganstart-Programm unterstützt euren Einstieg in ein veganes, nachhaltiges und gesundes Leben mit Inspirationen, leckeren Rezepten und nützlichen Informationen rund um vegane und tierfreundliche Alternativen.

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Weil Schmerzen nicht schön sind.
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„All for Animals“: Berührendes Cover von Metal-Queen Doro Pesch

Musiker auf der ganzen Welt haben sich für dieses Cover von Metal-Queen Doro zusammengetan: „All for Animals“!

youtube.com / Thai Vegan
30.Nov 2020

Metal-Queen Doro Pesch setzt sich seit Jahren für Tiere ein. Zum World Vegan Day haben Musikkünstler aus insgesamt 20 Ländern Doros Kult-Hit „All for Metal“ für alle Tiere umgeschrieben. Wir von PETA ZWEI finden, das rockt – hört rein!

Von Deutschland über Ecuador, Kambodscha, Madagaskar, den USA bis zu den Niederlanden: Zum internationalen Welt Vegan Tag hat Doro mehr als 20 Künstlerinnen und Künstlern aus der ganzen Welt die Erlaubnis gegeben, die Lyrics ihres Kulthits „All for Metal“ passend zur Message anzupassen: Werdet aktiv, steht auf – alles für die Tiere. Entstanden ist ein Akustikcover, das musikalisch unter die Haut geht: „All for Animals“. Am besten, ihr hört direkt selbst rein:

Doro, wir feiern dein Engagement für die Tiere!

Von Festivals ist sie nicht wegzudenken, nicht nur in der deutschen Heavy Metal-Szene ist sie eine der bekanntesten Ikonen aller Zeiten: Doro Pesch lebt und liebt die harten Riffs, reißt uns mit ihren energetischen Bühnenauftritten, der rauchigen Powerstimme und ihrem selbstbewussten Vibe mit. Dabei zeigt sie: Metal und vegan passen super zusammen und das nicht nur in Sachen Ernährung. Seit 2006 trägt Doro nur noch Kunstleder. Das Leid, das Tiere sowohl für die Lederherstellung als auch in der Fleisch- und Milchindustrie ertragen müssen, will sie nicht unterstützen.

Leder und Metal gehören irgendwie zusammen. Aber: Das geht auch ohne Tierleid! Hier habt ihr vier Beweise, dass Leder nicht aus Tierhaut sein muss.