Warum die Rollkur Tierquälerei ist

Beim Pferdesport hört man immer wieder von der tierquälerischen Rollkur. Doch was hat es mit dieser Trainingsmethode auf sich?

Dass Pferdesport für die Tiere kein Vergnügen ist, sollte Tierfreunden klar sein. Kein Pferd springt aus reiner Freude über extrem hohe Hindernisse oder tänzelt unnatürlich über einen Reitplatz. Diese Dinge werden ihnen von Reitern mit teilweise umstrittenen Trainingsmethoden „antrainiert“.

Die Rollkur ist eine dieser Trainingsmethoden und ist besonders umstritten. Vor allem Dressur- und Springreiter, aber auch Freizeitreiter wenden diese Methode an: Sie ziehen mit den Zügeln den Kopf des Pferdes extrem weit nach unten, bis das Pferd mit seinem Mund seine Brust berührt. Diese Bewegung ist extrem unnatürlich und kann sehr schmerzhaft für das Tier sein, da sein Hals stark überdehnt wird. Auch die Haltung, Durchblutung und Atmung des Pferdes werden bei der Rollkur beeinträchtigt. Durch die tiefe Kopfhaltung wird sein Sehvermögen eingeschränkt und es kann die Orientierung verlieren. Studien haben außerdem gezeigt, dass Pferde während der Rollkur enorm unter Stress stehen.

© letstophorseabuse / IG

Durch die Rollkur können langfristige gesundheitliche Schäden entstehen, von denen sich die Tiere niemals erholen. Die Überdehnung des Pferdehalses kann die Wirbelsäule beschädigen oder die Ganaschen – also der hintere Bereich des Unterkiefers – können sich entzünden.

Ihr wollt etwas gegen diese grausame Trainingsmethode unternehmen? Informiert Freunde und Bekannte über die Rollkur und bittet sie, keine Pferdesport-Veranstaltungen zu besuchen. Oder macht mit beim Streetteam und setzt euch mit Protestaktionen für die Tiere ein.

Unterhaltung

Weil es gar nicht so lustig ist.
Go Vegan!

Warum die Pferdeshow Cavalluna reinste Tierquälerei ist

Kann man Pferde lieben und gleichzeitig zu einer Show wie Cavalluna gehen? Was ihr dringend wissen müsst.

Von sehr weit weg könnte man fast auf die Illusion hereinfallen: wehende Mähnen, dramatische Musik, „magische“ Stimmung. Aber sobald man auch nur ein bisschen genauer hinsieht, wird klar, wie brutal Pferdeshows wie Cavalluna tatsächlich mit den Tieren umgehen. Dass zum Beispiel deren Kopf bei der sogenannten Rollkur fast bis zur Brust gezogen wird, damit sich der Hals rund biegt, tut den Pferden weh und hindert sie am Atmen. Sie werden oft mithilfe von Sporen oder Peitschen gefügig gemacht und müssen Lichtshows und Feuer ertragen – dabei sind sie schreckhafte Fluchttiere, denen so etwas leicht Angst macht. Was aufs Publikum romantisch wirken soll, ist für die Pferde in Wahrheit die Hölle.

Und wie so oft, wenn Tiere zu Unterhaltungszwecken gehalten werden, hört die Tierquälerei nach der Show nicht auf. Für die Cavalluna-Show „Welt der Fantasie“ werden ungefähr 60 Pferde in engen Transportern von einer Stadt zur nächsten gezogen und dort bis zur Show in improvisatorisch aufgestellte Boxen gesteckt. In Freiheit sind Pferde etwa 16 Stunden am Tag in Bewegung und laufen weite Strecken. Sie wollen unter Artgenossen sein, nicht alleine eingesperrt. Cavalluna nimmt ihnen alles, was sie für ein tiergerechtes Leben brauchen. Wer solche Shows besucht, unterstützt Tierquälerei.

Hier sind 10 Wege, wie jeder von uns Tieren helfen kann.