Rund um die olympischen Spiele wird Hundefleisch serviert

Und die Regierung von Südkorea versucht, das Problem unter den Teppich zu kehren.

© Y. Lee Harijanto / Unsplash

Laut Medienberichten bietet die südkoreanische Regierung Restaurants in der Nähe der olympischen Stadien Geld an, wenn sie während der Spiele kein Hundefleisch verkaufen. Außerdem sollen sie Werbetafeln für Hundefleisch abhängen oder verdecken. Fast alle Restaurants haben sich bisher geweigert und servieren weiter Hundefleisch.

Kein Wunder, dass die Regierung das Problem lieber nicht öffentlich machen würde: Rund 2,5 Millionen Hunde werden in Südkorea jedes Jahr für ihr Fleisch getötet, wofür es von internationaler Seite schon lange Kritik gibt. Allerdings sollten sich Menschen, die es widerlich finden, Hunde zu essen, vielleicht mal fragen, warum sie das bei Schweinen, Kühen oder Hühnern okay finden.

Es ist leicht, die Bräuche anderer Länder zu kritisieren und mit den eigenen einfach weiterzumachen. Auch Schweine sind beispielsweise kluge und verspielte Tiere, und nur weil wir sie hierzulande nicht als Haustiere halten, sollten wir sie nicht essen. Und auch hier verstecken Politiker und Lobbyisten gerne mal, was mit den Tieren passiert, bevor sie auf unseren Tellern landen.

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Das Hühnchen, das ihr esst, könnte aus Hundefleisch sein

Nennt sich „Chicken“, ist aber Hund: Eine Recherche deckt auf, wie Touristen auf Bali Hundefleisch verkauft wird.

Wenn man ihnen die Haut abzieht und ihr Fleisch in Stücke schneidet, sehen sich die meisten Tiere ziemlich ähnlich. Das nutzen Verkäufer in Touristengegenden aus, um Hundefleisch als „Chicken“ auszuzeichnen und so an Urlauber zu verkaufen. Wie ein Video von Animals Australia zeigt, werden Hunde beispielsweise auf Bali auf der Straße eingesammelt und dann vergiftet, erwürgt oder erschlagen. Wenn Touristen später nachfragen, ob sich hinter dem „Chicken Satay“ auch wirklich kein Hund verbirgt, lügen die Händler einfach.

In Indonesien ist der Verzehr von Hundefleisch legal, aber Animals Australia berichtet, dass es für Touristen absichtlich falsch gekennzeichnet wird. Um garantiert keine Hunde zu essen, gibt es also nach wie vor nur eine Lösung: Gar keine Tiere essen. Die Unterscheidung ist sowieso willkürlich.

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