Schon wieder Schafquälerei bei einem Patagonia-Lieferanten

Angeblich müssen sich bei Patagonia alle an strenge Tierschutzregeln halten. Neue Bilder aus den USA zeigen aber schon wieder, wie Schafe gequält werden.

© PETA USA

Schon 2015 zeigten Videos von PETA USA, dass Arbeiter bei einem argentinischen Wolllieferanten von Patagonia auf Schafe einstochen und sie häuteten, während sie noch lebten. Daraufhin stellte Patagonia alle Verbindungen zu dem Betrieb ein und schuf neue Vorgaben unter dem Namen „Patagonia Wool Standard“. Es sollten „die strengsten Tierschutzkriterien der Welt“ sein. Neue Aufnahmen aus den USA zeigen jetzt, wie gut das funktioniert.

Im April 2017 besuchten Beobachter von PETA USA einen Schafschurbetrieb in Utah, wo jedes Jahr tausende Schafe von dem bei Patagonia zugelassenen Wollproduzenten Red Pine Land & Lifestock, LLC geschoren wurden. Die meisten der geschorenen Schafe hatten blutige Wunden. Keine davon wurde behandelt. Arbeiter drehten schwangeren Schafen die Hälse grob zur Seite, zerrten an ihrer Wolle, trieben sie Rampen hinunter und schlugen sie mit einer Peitsche. Bis zu dem Tag, an dem sie auf die Enthüllungen von PETA USA aufmerksam wurden, listete Patagonia diese Firma auf seiner Webseite als zugelassenen Lieferanten auf.

© PETA USA

Nach der Schur wurden sie in die offene Wüste gebracht, wo sie bei Temperaturen um den Gefrierpunkt ohne ihre Wolle schutzlos waren. Die Lämmer in der Herde von Red Pine gelten als „Hauptprodukt“ des Betriebs und werden an die Superior Farms in Kalifornien verkauft, den größten Schlachtbetrieb der USA, wo sie unter brutalen Bedingungen getötet werden.

Solange Firmen Wolle verkaufen, werden Tiere dafür gequält und getötet. Helft uns jetzt, das zu stoppen, und fordert Patagonia auf, Wolle durch tierfreundliche Materialien zu ersetzen.

Bekleidung

Weil niemand eine zweite Haut braucht.
Go Vegan!

Die französische Vogue widmet ihre August-Ausgabe veganem Pelz

Große Designer nutzen keinen Pelz. Giselle Bündchen und Vogue Paris sprechen sich dagegen aus, Tieren das Fell auszuziehen.

„All great designers now do beautiful #fakefur“, schreibt Titelheldin Giselle Bündchen unter das Cover der neuen Vogue Paris bei Instagram und deutet damit auch den Umkehrschluss an: Wer lieber Tierfelle statt veganen Materialien verarbeitet, ist kein großer Designer. Ein simples Statement eigentlich, aber in der Modewelt leider noch lange nicht selbstverständlich. Umso besser, dass die französische Vogue und das Model jetzt zusammen ein Zeichen setzen.

Um Kunstpelz – „fausse fourrure“ – geht es in der August-Ausgabe der Vogue Paris, für die Giselle kämpferisch mit Kleid und Mantel aus veganem Pelz und einem Kängurubaby posiert. Das lassen sie beim nächsten Mal lieber auch in der Freiheit, ansonsten aber unterschreiben wir die Botschaft der Ausgabe komplett: „Pelz ist nie eine Option.“

Ihr seht das auch so? Dann denkt vielleicht mal über diese Marken nach.