Sebastian aus dem Streetteam Nürnberg

Wir stellen euch unsere Streetteamer vor. Diesmal mit Sebastian, 29, der das Streetteam Nürnberg leitet.

© Fighting For Animals Photog.

Seit wann bist du dabei?

Seit Juni 2017.

Warum hast du dich entschieden, ins Streetteam einzusteigen?

Vegan gelebt habe ich schon Jahre zuvor. Meinen ersten Kontakt mit PETA ZWEI und dem Streetteam hatte ich dann aber erst beim Rock Im Park Festival. Relativ kurz darauf bin dann dazugestoßen. Eingestiegen bin ich für die Rechte der Tiere, geblieben für meine Lieblingsmenschen!

Gibt es ein bestimmtes Tierrechtsthema, das dir besonders am Herzen liegt?

In erster Linie das Thema Ernährung, da wir hier als Konsumenten auf einen Schlag mit einer veganen Ernährungsweise den größten Einfluss nehmen können. Außerdem herrschen hier immer noch so unglaublich viele Mythen und Vorurteile, mit denen man aufräumen muss. Ansonsten ist für mich auch das Thema Speziesismus wichtig. Mir will einfach nicht in den Sinn kommen, warum wir die einen Tiere streicheln und die anderen qualvoll töten.

© David Rasche

Was machst du mit dem Streetteam am liebsten?

Am meisten gefällt mir, dass wir sämtliche Aktionen als Team gemeinsam planen und entscheiden. So bringen wir verschiedenste Konzepte auf die Straße und können unserer Kreativität freien Lauf lassen. Mir persönlich gefallen die Ampelaktionen und veganen Kuchenverkäufe am besten. Schön ist es natürlich außerdem, wenn wir bei unseren Aktionen in aufwendigen Kostümen die Aufmerksamkeit der Passanten auf uns und unsere Message ziehen können.

Hast du einen Tipp für Leute, die selbst für Tierrechte aktiv werden wollen?

Es gibt so viele Wege, sich für die Rechte der Tiere stark zu machen. Damit du lange motiviert am Ball bleibst, solltest du Spaß an den Aktionen haben. Zudem hilft es, wenn du die richtigen Leute an deiner Seite hast, die ähnlich wie du ticken und die gleichen Interessen haben. Am besten suchst du nach einem Streeteam in deiner Nähe und schließt dich den super Leuten dort an. Es lohnt sich!

Ihr habt auch Lust, euch gemeinsam mit anderen Leuten vor Ort für Tierrechte einzusetzen? Kommt in unser Streetteam!

Unterhaltung

Weil es gar nicht so lustig ist.
Go Vegan!

Australien schießt Kamele ab, weil sie angeblich dem Klima schaden

In der anhaltenden Trockenheit greifen australische Behörden zu unfassbaren Mitteln: Über 10.000 wilde Kamele sollen von Hubschraubern aus abgeschossen werden.

Seit Tagen gehen beängstigende Zahlen durch die Medien: Bei den Buschbränden in Australien sollen bislang über eine Milliarde Tiere gestorben sein, darunter über 480 Millionen allein im Bundesstaat New South Wales. Die Feuer, die bereits seit September wüten, sind eine Klimakatastrophe, und es sind vor allem die Bilder von in Panik fliehenden Kängurus und Koalas mit verbranntem Fell, die gerade weltweit die Menschen aufrütteln. Umso unfassbarer, dass Australien ausgerechnet jetzt Tiere zum Abschuss freigibt.

Weil im Landesinneren parallel zu den Buschbränden eine extreme Trockenheit herrscht, haben die Behörden jetzt 10.000 Kamele zum Abschuss freigegeben. Rund fünf Tage lang sollen Jäger von Hubschraubern aus auf die Tiere schießen, um sie zu töten. Angeblich stellen die Kamele eine Gefahr fürs Klima und für die Menschen in der Gegend dar, weil sie das knappe Wasser verbrauchen, auf der Suche nach Wasserquellen Zäune zertrampeln und in Häuser eindringen und klimaschädliches Methan ausstoßen.

© APY Lands / Facebook

Aus Sicht der Aborigines, die in der Gegend leben, eine verständliche Sorge. Allerdings gibt es in Australien überhaupt nur deshalb Kamele, weil sie von englischen Kolonisten eingeführt wurden. Nachdem sie nicht mehr als Lastentiere gebraucht wurden, entließ man sie in die Freiheit, wo sie sich vermehrten – ein ziemlich typisches Beispiel für eine menschengemachte „Plage“ also. Besser wäre es, die Tiere beispielsweise gezielt zu kastrieren, woran aktuell geforscht wird. Schon seit Jahren gibt Australien stattdessen aber immer wieder Tausende Kamele zum Abschuss frei, weil sich das Problem so offensichtlich nicht lösen lässt. Das sind schließlich nicht die Kamele, sondern die Wasserknappheit, die Dürre und die Waldbrände. Und einer Klimakatastrophe kommt man nur bei, indem man weltweit den CO2-Ausstoß verringert und Ressourcen schont.

Damit kann übrigens jeder bei sich selbst anfangen. Einer der größten Klimakiller ist schließlich der Konsum von Tierprodukten – warum also nicht mal ausprobieren, wie es sich vegan lebt?