Serge Gnabry ernährt sich vegan

Der Fußballstar des FC Bayern und der Nationalmannschaft lässt kein Tier mehr auf seinen Teller. Inspiriert haben ihn Freunde und Dokumentationen.

Bild: CC BY-SA 3.0 - Rufus46

Serge Gnabry ist nicht der erste Mensch, der sich nach einem Film wie „Earthlings“ oder „Live And Let Live“ entscheidet, es mal mit einer veganen Ernährung zu versuchen. Schließlich zeigen solche Dokus eindrucksvoll, wie gut es nicht nur den Tieren tut, wenn wir aufhören, sie zu essen, sondern auch unserer Gesundheit, dem Klima und anderen Menschen. Serge, der als Star des FC Bayern und der Nationalmannschaft ständig körperliche Höchstleistungen bringt, nennt aber noch einen anderen Anstoß, der ihn aufs Vegansein gebracht hat: Sein direktes Umfeld. Im Bild-Interview erzählt er, wie ihn „Gespräche mit Freunden“ dazu bewegt haben, vegan zu werden.

Mindestens so wichtig wie prominente Vorbilder – zu denen Serge als Profisportler definitiv gehört – sind schließlich die, die man persönlich kennt. Zusammen ist es immer einfacher, Vorurteile zu kontern, sich gegenseitig Tipps zu geben und natürlich Rezepte auszutauschen. Noch ist der Rest der Nationalmannschaft nicht so weit, sich Serge anzuschließen, aber das Beispiel von Chris Smalling gibt Hoffnung. Wie uns der vegane Manchester-United-Star gerade erzählt hat, ist seine vegane Ecke des Mannschafts-Buffets meist schon von seinen Mitspielern leergegessen, bevor er überhaupt dazu kommt.

Ihr wollt es auch mal vegan versuchen? Unser Vegan Kickstart hilft euch dabei.

Ernährung

Warum ihr euch bewusst machen solltet, was ihr esst.
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Brauchen wir einen Veggie-Tag in den Schulen?

Der Bürgermeister von New York führt fleischfreie Montage an allen Schulen ein. Sollten wir das Konzept übernehmen?

„Ein bisschen weniger Fleisch wird die Gesundheit der New Yorker verbessern und die Treibhausgase verringern“, erklärt Bill de Blasio. Der Bürgermeister von New York hat gerade angekündigt, ab September 2019 „meatless Mondays“, also fleischfreie Montage an allen Schulen einzuführen. Dann steht einmal die Woche ausschließlich Veggie-Essen auf dem Speiseplan. Auch in Kalifornien gibt es schon ähnliche Projekte, bei denen Schulen fleischfreie Tage einführen oder verarbeitetes Fleisch gleich ganz vom Speiseplan streichen.

© NYCMayor / Twitter

Ist das eine Idee, die wir hierzulande übernehmen sollten? Ganztagsschulen setzen sich in Deutschland immer mehr durch, und damit gibt es auch immer mehr Mensen an Schulen – in denen oft eher fleischlastiges und ungesundes Essen serviert wird. Obwohl selbst die Deutsche Gesellschaft für Ernährung fordert, dass Kinder höchstens zweimal pro Woche Fleisch oder Wurst essen, ist es laut Studien immer noch an der Tagesordnung, Menüs ohne Gemüsebeilage auszugeben. Gesünder und klimafreundlicher wäre ein ausgewogenes veganes Essen allemal.

Sollte man so einen Veggie-Tag also vorschreiben? Wer auf Freiwilligkeit beharrt, vergisst dabei schließlich leicht, dass die Tiere sich auch nicht freiwillig essen lassen. Oder geht es eher darum, auch junge Leute über Tierquälerei und vegane Ernährung aufzuklären, sodass sie sich selbst dafür entscheiden? Das schließt sich ja nicht aus. Und manchmal hilft es tatsächlich, Menschen mit der Nase drauf zu stoßen, dass veganes Essen ziemlich normal und lecker sein kann, wenn sie von zu Hause nur Fleisch gewohnt sind. Es wäre also zumindest mal einen Gedanken wert.

Für alle Selbstversorger: Die besten veganen Snacks für die große Pause.