So erkennt ihr Tierquälerei auf Reisen

Tourist sein ist okay, aber bitte ohne Tierqual-Attraktionen. Worauf ihr im Urlaub achten solltet.

But first let me … think about that selfie

Klar, ein Selfie mit exotischen Tieren wie Koalas, Schlangen oder Affen bringt garantiert viele Herzchen auf Instagram – aber bevor ihr den Selfiestick ausfahrt, solltet ihr erstmal nachdenken. Im Gegenteil zu euch liegt es nämlich nicht in der Natur von Tiger, Löwe und Co., für Fotos zu posieren. Die Tiere werden allein für diese Fotos in Gefangenschaft gehalten und teilweise sogar sediert. Zudem können Krankheiten vom Besucher auf das Tier – oder vom Tier auf den Besucher – übertragen werden. Von Verletzungen ganz zu schweigen. Zeigt ein Herz für Tiere und sammelt lieber mit schönen Landschaftsbildern Herzen auf Instagram.

Das Glück der Erde … liegt nicht auf dem Rücken einer Wildtier-Herde

Egal ob Elefanten in Asien, Kamele in Ägypten, Esel in der Türkei oder Strauße in Afrika – reiten solltet ihr sie alle nicht. Vor allem das beliebte Elefantenreiten geht gar nicht. Elefantenbabys werden sehr früh von ihren Müttern getrennt und so lange gedrillt, bis sie dem Menschen gehorchen. Den Elefanten wird dabei mit Stöcken, die mit spitzen Metallhaken besetzt sind, auf empfindliche Körperteile geschlagen. Wenn ihr unbedingt auf dem Rücken eines Wildtieres sitzen wollt, gibt es die meist aus Plastik in Fußgängerzonen. Kostet auch nur einen Euro.

Da hört der Spaß auf!

Verwechselt Tiere nicht mit Animateuren und sucht euch Bespaßung, bei der keine Tiere gefangen gehalten und zu unnatürlichem Verhalten gezwungen werden. Macht einen weiten Bogen um Zoos, Zirkusse, Tierparks und Tierfarmen, Delfinarien, Rodeos, Stierkämpfe, Hahnenkämpfe, Stierrennen, Pferdekutschen, Orang-Utan-Boxen und Tiertheater.

Lasst euch nicht verarschen

Natürlich klingt ein „Animal Sanctuary“, „Koala-Krankenhaus“ oder „Elefanten-Waisenhaus“ im ersten Moment nach einer tollen Sache. Leider werden diese Begriffe sehr oft missbraucht, um Besucher anzulocken. Die Rettung von Tieren steht dabei weniger im Vordergrund. Die Tiere werden entweder eingefangen oder gezüchtet, denn vor allem Jungtiere sind bei Touristen sehr beliebt. Seriöse Auffangstationen für verwaiste oder kranke Wildtiere können einen wichtigen Beitrag zum Tier-und Artenschutz leisten. Ihr erkennt seriöse Auffangstationen daran, dass das Wohl der Tiere oberste Priorität hat, keine Zucht stattfindet und die Tiere, sofern es möglich ist, ausgewildert werden, sobald sie wieder fit sind. Außerdem bieten seriöse Einrichtungen weder Tiervorführungen noch den direkten Kontakt zum Tier an.

Erst denken, dann kaufen

Souvenirverkäufer gehören zum Urlaub wie Badehose und Sonnenbrand. Leider findet man neben dem typischen Kitsch auch ganz viel Tierleid. Macht die Augen auf beim Mitbringsel-Shopping und achtet auf Schnitzereien aus Elfenbein, Horn, Knochen oder Zähnen, Produkte aus Schildkrötenpanzer, Leder, Pelz, Schneckenhäusern, Muscheln, Korallen oder Seepferdchen und traditionelle asiatische Medizin, die Tierteile enthält. Auch beim Thema Kopi Luwak solltet ihr euch im Klaren sein, dass es sich bei der sogenannten Kaffeespezialität um Tierqual in Bohnenform handelt. Wenn ihr unbedingt etwas kaufen wollt, das in eurem Schrank verstaubt oder euren Eltern zeigen soll, dass ihr auch im Urlaub an sie denkt, dann bleibt bei tierfreundlichem Krimskrams.

Ihr braucht noch mehr Tipps rund um veganes Backpacking? Kein Problem, wir helfen euch.

Unterhaltung

Weil es gar nicht so lustig ist.
Go Vegan!

9 Gründe, warum Jagd grausam und sinnlos ist

Auch wenn die, die gerne Tiere abknallen, widersprechen: Jagd ist nicht notwendig, um Wildbestände zu regulieren. Das kann die Natur nämlich am besten selbst.

1. Wildbestände regulieren sich von allein

Mehr Tiere bedeuten einen höheren Nahrungsbedarf, dem die Natur nicht automatisch nachkommen kann. Durch Nahrungsmangel würde eine etwaige Überpopulation also von ganz alleine zusammenbrechen.

2. Tiere werden gefüttert und dann erschossen

Viele Jäger füttern die Tiere im Winter (das nennt sich dann „Hege“) und verhindern so, dass sich die Tierpopulationen selbst regulieren, indem die Schwächeren den Winter nicht überleben und sich nur die stärksten Tiere fortpflanzen. So haben Jäger mehr Tiere zum Abschießen.

3. Die Jagd ist kontraproduktiv

Durch die Jagd sinkt die Lebenserwartung der Tiere drastisch; Familienverbände und Sozialstrukturen werden zerstört. Das hat zur Folge, dass sich die Tiere unkontrolliert vermehren. Die Jagd reguliert Tierpopulationen also nicht.

© schonzeit-fuer-fuechse.de

4. Beutegreifer bedeuten Konkurrenz für Jäger

Fuchs, Wolf und Marder sind ungebetene Gäste, denn die Jäger dulden in „ihrem“ Wald keine Jagdkonkurrenten – sie wollen lieber selber schießen. Vor allem Füchse dienen den Jägern als lebende Zielscheiben und werden ohne Grund jedes Jahr zu Hunderttausenden getötet

5. Jäger bringen Menschen in Gefahr

Jäger verursachen indirekt Wildunfälle. Werden die Tiere bei der Jagd aufgescheucht, flüchten sie und rennen um ihr Leben – mitunter auch auf die Straße. Dort werden ihnen häufig heranrasende Autos zum Verhängnis, und auch für die Menschen können solche Wildunfälle tödlich enden. Daneben werden jedes Jahr Dutzende Menschen von Jägern angeschossen oder gar getötet.

6. Die Jagd führt oft zu einem qualvollen Tod

Bei Drückjagden sterben bis zu 70 % der angeschossenen Tiere nicht sofort. Mit zerschossenen Knochen und heraushängenden Innereien flüchten sie, quälen sich oft tagelang und sterben schließlich einen qualvollen Tod.

7. Tierische Mitbewohner werden häufig Jagdopfer

Jedes Jahr werden rund 350.000 Hunde und Katzen von Jägern aus „Beuteneid“ und Lust am Töten erschossen. Mit Arten-oder Tierschutz hat das nichts zu tun. Zusätzlich erleiden viele Hunde und Katzen einen qualvollen Tod in Totschlagfallen, die eigentlich für Marder oder Füchse ausgelegt wurden. Da die Fallen häufig nicht sofort töten, führen abgetrennte Gliedmaßen, Trümmerbrüche oder zerquetschte Körperteile meist zu einem grausamen Tod.

© abschaffung-der-jagd.de

8. Enten werden als Trainingsobjekte misshandelt

Jährlich werden etwa 400 Enten bei der Ausbildung von Hunden für die Entenjagd getötet. Die Flügel der Enten werden hierbei fixiert, sodass sie während des Hundetrainings nicht flüchten können.

9. Die Baujagd ist grausam

Bei der Baujagd werden Füchse und Dachse aus ihrem Bau getrieben. Dabei kommt es immer wieder zu blutigen Kämpfen zwischen Hunden und Wildtieren. Auch das Training der Baujagd umfasst schreckliche Techniken, bei denen hilflose Füchse immer wieder in Todesangst versetzt werden.