So geht Backpacking vegan

Zig Sprachen, zig Länder und ein Rucksack voller Sojamilch? So kommt ihr vegan und satt um die ganze Welt.

Foto: Slava Bowmann

Im Flugzeug und Zug

Für längere Flüge könnt ihr euch schon bei der Buchung veganes Essen aussuchen. Wer mit dem Zug unterwegs ist, wird bei der Deutschen Bahn im Bistro fündig. Für andere Bahnunternehmen rät es sich, ein veganes Essenspaket mitzunehmen.

In der Unterkunft

Am einfachsten ist es natürlich, wenn ihr in einem Hostel mit Küche untergebracht seid. Dann entscheidet nur ihr, was erst im Topf und dann auf dem Teller landet. Frisches Gemüse und Obst ist schließlich immer vegan und wirklich überall zu finden. Wenn ihr keinen Bock auf schnarchende Mitreisende und das ständige Licht-An-Licht-Aus der Schlafsäle habt, gibt es auf Veggie Hotels oder Vegan Welcome eine große Auswahl an Hotels, die komplett vegetarisch oder vegan sind. Und wenn ihr mehr vom Typ Backpacker seid, der Lust hat, Locals kennenzulernen, dann gibt es auf Couchsurfing und Airbnb viele vegane Gastgeber, bei denen man keine komischen Blicke erntet, wenn man den Kühlschrank mit Hafermilch und Tofustreifen füllt. Außerdem findet man neben netten Leuten und hilfreichen Tipps auch Events, wie zum Beispiel vegane Stammtische.

Essen vor Ort

Was sind die traditionellen Gerichte? Sind die vielleicht sogar vegan? Was berichten vegane Weltenbummler auf ihren Blogs? Muss ich auf „unsichtbare“ fiese Zutaten achten, wie zum Beispiel Fischsoße, Schweineschmalz oder Ghee? Bei solchen Fragen hilft eine Google-Recherche vor der Abreise weiter. Wenn ihr ein bisschen sprachbegabt seid, solltet ihr euch Sätze wie „Ich bin vegan“ in der Landessprache des Reiseziels aufschreiben. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann sich den „Vegan Passport“ kaufen oder die App runterladen. Dann habt ihr die wichtigsten Sätze in 78 Sprachen stets parat. Wem die Diskussion mit einheimischen Street-Food-Köchen zu riskant ist, der findet mit Hilfe von Happy Cow und Vegguide ganz einfach vegane Restaurants oder solche, die zumindest vegane Optionen anbieten. Solltet ihr auf Unverständnis stoßen, dann werdet nicht gleich sauer. In einigen Ländern ist die vegane Lebensweise noch nicht so angekommen wie bei uns und lässt bei den Locals einfach nur ein großes Fragezeichen überm Kopf entstehen. Meistens sind aber alle sehr interessiert und gehen auf eure Wünsche ein.

Das Notfallpaket

Und damit ihr immer einen Backup-Plan habt, macht ihr euch am besten ein veganes Survival-Paket, auf das ihr immer zurückgreifen könnt. Obst, Gemüse, Müsliriegel, Nüsse, getrocknete Früchte und Cracker können euch vor einem knurrenden Magen bewahren, sind weltweit leicht zu finden und passen in jeden Rucksack.

Und was ist mit denen, die zu Hause bleiben? So vermisst eure Katze euch weniger, während ihr um die Welt reist.

Ernährung

Warum ihr euch bewusst machen solltet, was ihr esst.
Go Vegan!

Vegan bei Oma und Opa

Oma und Opa sind die Besten, keine Frage. Ihre Plätzchen und Umarmungen haben früher noch jede Träne getrocknet. Nun seid ihr vegan. Und Oma und Opa ratlos.

Dass ihr euch nun vegan ernährt, ist auch für viele Menschen in eurem Umfeld eine Umstellung. Eure Großeltern sind da keine Ausnahme. Wir haben ein paar Tipps für euch zusammengestellt, wie Besuche bei euren Großeltern entspannt bleiben.

Erklärt ihnen, dass es euch eine Herzensangelegenheit ist

Für eure Großeltern ist die vegane Lebensweise wahrscheinlich absolutes Neuland. Zeigt ihnen, wie wichtig euch das Thema ist und helft ihnen zu verstehen, warum es euch so am Herzen liegt. Bleibt dabei sachlich und geduldig, auch wenn ihr Fragen mehrmals gestellt bekommt.

Reagiert mit Humor

Es kann gut sein, dass eure Großeltern euch nicht ernst nehmen und sich über eure neue Lebensweise lustig machen. Nehmt die Sache mit Humor, macht ihnen aber deutlich, dass ihr es mit der veganen Lebensweise ernst meint.

Zeigt Ihnen, dass ihr Bescheid wisst

Eure Großeltern wollen immer euer Bestes und machen sich garantiert nur Sorgen, dass ihr nicht genug zu essen bekommt. Nehmt ihre Bedenken ernst. Erzählt ihnen, woher ihr eure Nährstoffe bekommt und dass eine ausgewogene vegane Ernährung sogar gesund ist und verschiedenen Krankheiten vorbeugen kann.

Zeigt ihnen, wie lecker veganes Essen sein kann

Oma und Opa haben jetzt lange genug Kuchen für euch gebacken. Zeigt ihnen mal, wie lecker das Ganze auch in vegan ist! Bringt doch zum nächsten Kaffeetrinken veganen Zitronenkuchen mit. Und vergesst eure Lieblings-Pflanzenmilch nicht. Nicht nur für euch, sondern auch für Oma und Opa zum Probieren.

Überrascht sie damit, wie viele Dinge, die sie schon ewig essen, vegan sind

Egal ob Mon Cherie, Manner Waffeln oder Gelee Bananen – eure Großeltern horten sicher massig Süßigkeiten in ihren Schränken, die zufällig vegan sind. Und falls nicht, füllt doch ihre Schränke damit. Für Oma und Opa nur das Beste.

Eure Freunde wollen das mit der veganen Lebensweise nicht verstehen? Hier sind 5 Tipps, wie Fleischesser trotzdem eure Freunde bleiben.