So leiden Tiere für Hollywood-Filme

Die Tiere, die Gary Gero trainiert, spielen auch in „Harry Potter“ oder „Game Of Thrones“ mit. Abseits der Leinwand leben sie unter schlimmen Bedingungen.

© PETA USA

Das Video, das ein Ermittlerteam von PETA USA bei Gary Geros Birds & Animals Unlimited (BAU) aufgenommen hat, zeigt tierquälerische Zustände. Eine Eule, die laut Aussagen von Mitarbeitern bei „Harry Potter“ zum Einsatz gekommen ist, lebt da in einem Käfig, dessen Boden komplett mit Fäkalien verdreckt ist. Ein Schwein hat blutige Wunden, die nicht behandelt werden. Pinguine, die im Film „Batman Returns“ mitspielen, bekommen kein sauberes Trinkwasser.

Gary Gero ist einer der bekanntesten Tiertrainer Hollywoods. Er verdient sein Geld, indem er verschiedenste Tiere an Filme und Serien wie „Game Of Thrones“, „Fluch der Karibik“, „The Hangover“ und „Marmaduke“ verleiht. Mit BAU betreibt er eine Trainingseinrichtung in Kalifornien und einen „Gnadenhof“ in Florida. Das Geld, das die Tiere ihm einbringen, setzt er ganz offensichtlich nicht dazu ein, ihnen angemessene Lebensumstände zu ermöglichen.

Die Zustände bei BAU blieben offenbar jahrelang unentdeckt. Wer einen Film oder eine Serie mit Tieren sieht, kann sich also nie sicher sein, unter welchen Bedingungen die Tiere gehalten und trainiert wurde. Deshalb ist es am besten, solche Filme zu boykottieren und stattdessen Filmemacher zu unterstützen, die ohne Tiere oder mit computergenerierten CGI-Tieren arbeiten.

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So erkennt ihr Tierquälerei auf Reisen

Tourist sein ist okay, aber bitte ohne Tierqual-Attraktionen. Worauf ihr im Urlaub achten solltet.

But first let me … think about that selfie

Klar, ein Selfie mit exotischen Tieren wie Koalas, Schlangen oder Affen bringt garantiert viele Herzchen auf Instagram – aber bevor ihr den Selfiestick ausfahrt, solltet ihr erstmal nachdenken. Im Gegenteil zu euch liegt es nämlich nicht in der Natur von Tiger, Löwe und Co., für Fotos zu posieren. Die Tiere werden allein für diese Fotos in Gefangenschaft gehalten und teilweise sogar sediert. Zudem können Krankheiten vom Besucher auf das Tier – oder vom Tier auf den Besucher – übertragen werden. Von Verletzungen ganz zu schweigen. Zeigt ein Herz für Tiere und sammelt lieber mit schönen Landschaftsbildern Herzen auf Instagram.

Das Glück der Erde … liegt nicht auf dem Rücken einer Wildtier-Herde

Egal ob Elefanten in Asien, Kamele in Ägypten, Esel in der Türkei oder Strauße in Afrika – reiten solltet ihr sie alle nicht. Vor allem das beliebte Elefantenreiten geht gar nicht. Elefantenbabys werden sehr früh von ihren Müttern getrennt und so lange gedrillt, bis sie dem Menschen gehorchen. Den Elefanten wird dabei mit Stöcken, die mit spitzen Metallhaken besetzt sind, auf empfindliche Körperteile geschlagen. Wenn ihr unbedingt auf dem Rücken eines Wildtieres sitzen wollt, gibt es die meist aus Plastik in Fußgängerzonen. Kostet auch nur einen Euro.

Da hört der Spaß auf!

Verwechselt Tiere nicht mit Animateuren und sucht euch Bespaßung, bei der keine Tiere gefangen gehalten und zu unnatürlichem Verhalten gezwungen werden. Macht einen weiten Bogen um Zoos, Zirkusse, Tierparks und Tierfarmen, Delfinarien, Rodeos, Stierkämpfe, Hahnenkämpfe, Stierrennen, Pferdekutschen, Orang-Utan-Boxen und Tiertheater.

Lasst euch nicht verarschen

Natürlich klingt ein „Animal Sanctuary“, „Koala-Krankenhaus“ oder „Elefanten-Waisenhaus“ im ersten Moment nach einer tollen Sache. Leider werden diese Begriffe sehr oft missbraucht, um Besucher anzulocken. Die Rettung von Tieren steht dabei weniger im Vordergrund. Die Tiere werden entweder eingefangen oder gezüchtet, denn vor allem Jungtiere sind bei Touristen sehr beliebt. Seriöse Auffangstationen für verwaiste oder kranke Wildtiere können einen wichtigen Beitrag zum Tier-und Artenschutz leisten. Ihr erkennt seriöse Auffangstationen daran, dass das Wohl der Tiere oberste Priorität hat, keine Zucht stattfindet und die Tiere, sofern es möglich ist, ausgewildert werden, sobald sie wieder fit sind. Außerdem bieten seriöse Einrichtungen weder Tiervorführungen noch den direkten Kontakt zum Tier an.

Erst denken, dann kaufen

Souvenirverkäufer gehören zum Urlaub wie Badehose und Sonnenbrand. Leider findet man neben dem typischen Kitsch auch ganz viel Tierleid. Macht die Augen auf beim Mitbringsel-Shopping und achtet auf Schnitzereien aus Elfenbein, Horn, Knochen oder Zähnen, Produkte aus Schildkrötenpanzer, Leder, Pelz, Schneckenhäusern, Muscheln, Korallen oder Seepferdchen und traditionelle asiatische Medizin, die Tierteile enthält. Auch beim Thema Kopi Luwak solltet ihr euch im Klaren sein, dass es sich bei der sogenannten Kaffeespezialität um Tierqual in Bohnenform handelt. Wenn ihr unbedingt etwas kaufen wollt, das in eurem Schrank verstaubt oder euren Eltern zeigen soll, dass ihr auch im Urlaub an sie denkt, dann bleibt bei tierfreundlichem Krimskrams.

Ihr braucht noch mehr Tipps rund um veganes Backpacking? Kein Problem, wir helfen euch.