So übersteht ihr es, wenn euer Tier eingeschläfert werden muss

Das Schlimmste am Zusammenleben mit einem Hund oder einer Katze ist, wenn man Abschied nehmen muss. So kommt ihr da durch.

Den richtigen Zeitpunkt finden

Es ist nie leicht, vom Tierarzt gesagt zu bekommen, dass ihr darüber nachdenken solltet, euer Tier einschläfern zu lassen. Wahrscheinlich würdet ihr diesen Gedanken am liebsten so weit wie möglich wegschieben, weil ihr euren Hund, eure Katze oder euer Kaninchen bei euch behalten wollt. Aber in dieser Situation solltet ihr eure eigenen Interessen zurückstellen und ehrlich überlegen, was das Beste für euer Tier ist.

Einen schönen Abschied schaffen

So traurig es auch ist: Wenn ihr einen Termin zum Einschläfern habt, gibt euch das die Möglichkeit, die Zeit davor möglichst schön für euer Tier zu gestalten. Ladet noch mal die Menschen ein, die sich von eurem Hund verabschieden wollen oder gebt eurer Katze noch mal ihr Lieblingsessen. Nach Möglichkeit könnt ihr mit dem Tierarzt einen Hausbesuch vereinbaren, damit das Einschläfern selbst nicht in der Praxis stattfinden muss. Je nach Tierart wird eurem Tier dann vor dem überdosierten Narkosemittel zur Einschläferung zunächst ein Beruhigungsmittel verabreicht, damit es leicht und schmerzlos in euren Armen einschläft.

Zeit zum Trauern nehmen

Nicht jeder versteht, dass man um ein Tier so trauern kann wie um einen Menschen, aber das ist okay. Nehmt euch Zeit für euch und findet heraus, was euch jetzt gut tut. Vielleicht hilft es euch, das Hundekissen oder das Katzenspielzeug in gute Hände weiterzuverschenken, vielleicht wollt ihr es lieber erst mal im Schrank aufheben. Vielleicht umgebt ihr euch jetzt lieber erst mal mit Freunden, die euch mit anderen Themen ablenken, oder vielleicht trefft ihr euch sogar gerne zum Spaziergang mit Freunden, die gerade einen neuen Hund bei sich aufgenommen haben. Vielleicht ist euch in einem Monat danach, mal wieder im Tierheim vorbeizuschauen, aber vielleicht möchtet ihr auch nie wieder eine Katze bei euch aufnehmen. Niemand kann euch vorschreiben, wie ihr zu trauern habt.

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So erkennt ihr eine gute Tierarztpraxis

Wer mit einem Tier zusammenlebt, braucht meist früher oder später auch einen Tierarzt. So findet ihr den besten für euch und eure Tiere.

Kennt sich die Praxis mit eurem Tier aus?

Nicht alle Tiermediziner sind auf alle Tierarten spezialisiert, logisch. Sucht deshalb eine Praxis, die sich mit Kleintieren, Vögeln oder Reptilien auskennt, wenn ihr mit solchen Tieren zusammenlebt – oder eine mit den speziellen Gerätschaften, die euer Hund für eine regelmäßige Behandlung braucht. Gute Tipps kommen oft von Freunden, die zum Beispiel auch einen Hund oder eine Katze dort in Behandlung haben.

Wie verhalten sich die Ärzte?

Nehmen sich die Mitarbeiter Zeit für euch und euer Tier und gehen auf seine Bedürfnisse ein? Eine besonders ängstliche Katze beispielsweise sollte nicht einfach wortlos aus der Box gezerrt werden, und ein „Angsthund“ muss vielleicht nicht unbedingt auf den Tisch, wenn ein kurzer Blick am Boden genügt. Eine gute Praxis bietet vorab einen Kennenlerntermin an, bei dem noch keine Behandlung durchgeführt wird, damit euer Tier schon mal stressfrei die Räumlichkeiten und Menschen vor Ort kennenlernen kann.

Wie ist das Umfeld?

Apropos Stress: Für manche Tiere (und ihre Menschen) ist es besonders wichtig, wie eine Praxis gestaltet ist. Muss euer Hund, um überhaupt reinzukommen, Treppen steigen? Muss eure Katze in einem Wartezimmer voller Hunde warten? Und natürlich: Ist alles sauber?

Wie ist die Praxis medizinisch ausgerichtet?

Auch Praxen, die auf dieselben Tierarten spezialisiert sind, können eine unterschiedliche Ausrichtung haben und beispielsweise Akupunktur, Homöopathie oder Osteopathie als Zusatzleistungen anbieten. Wenn ihr eine bestimmte Ausrichtung auf jeden Fall oder gar nicht wollt, erkundigt euch vorher.

Bilden sich die Mitarbeiter weiter?

Auch die Tiermedizin entwickelt sich weiter. Viele Praxen informieren deshalb auf ihrer Website darüber, an welchen Fortbildungen die Ärzte teilgenommen haben, um euer Tier bestmöglich behandeln zu können. Wenn dort nichts steht, fragt einfach nach.

Wie ist die Aufklärung?

Tierärzte sollten nicht einfach eine Behandlung vornehmen, ohne mit euch darüber zu sprechen. Sie sollten euch vorab aufklären, euch mögliche Risiken erklären und mögliche Alternativen aufzeigen. Denn die schlussendliche Entscheidung liegt bei euch – kommt euch ein Vorhaben komisch vor, könnt ihr jederzeit eine zweite Meinung einholen.

Und damit ihr es mit eurem Tier überhaupt bis zum Arzt schafft: So nehmt ihr eurer Katze die Angst vor der Transportbox.