So unterscheidet ihr echten Pelz von Kunstpelz

Ob als Kapuzenfutter, Mützenbommel oder Kragenbesatz – Produkte mit Pelz oder Pelzbesatz sind überall. So erkennt ihr, ob sie aus Tierhaaren sind.

Struktur-Probe:

Pustet leicht über den Pelz. Bei echtem Fell legt sich das dicke Deckhaar zur Seite und ihr könnt meist die leicht gekräuselte und feine Unterwolle erkennen. Kunsthaar ist starrer und weniger leicht beweglich, häufig gleichlang geschnitten und durch statische Aufladung etwas klebrig im Griff.

Leder-Check:

Echtpelz wird mitsamt der Tierhaut gewonnen und verarbeitet. Wenn ihr beim Auseinanderziehen der Haare am Ansatz Leder seht, handelt es sich um echtes Tierfell. Bei Kunstpelz ist stattdessen eine gewebte Textilschicht zu sehen.

Feuer-Test:

Bei Teilen, die ihr schon gekauft habt, könnt ihr einzelne Haare herausreißen und anzünden. Echtpelzhaare verbrennen genauso wie menschliches Haar mit Horngeruch, während Kunsthaar wie Plastik zu Klümpchen schmilzt und auch so riecht.

Übrigens: Gut gemachter Kunstpelz kann teurer sein als Billigpelz aus China. Der Preis ist also bei der Unterscheidung nicht unbedingt ein Anhaltspunkt. Einige große Modeketten wie H&M, Esprit, s.Oliver oder Hallhuber verkaufen aus Tierschutzgründen schon ausschließlich Kunstpelz. In anderen Läden lohnt es sich immer, den Test zu machen. Im Zweifelsfall rät PETA aber dazu, die Finger von verdächtigen Pelzen zu lassen. Denn eine 100-prozentige Identifikation liefern nur teure Laboruntersuchungen.

Bekleidung

Weil niemand eine zweite Haut braucht.
Go Vegan!

Die neue Patagonia-Jacke zeigt, dass es ohne Daunen besser geht

Patagonia lernt langsam dazu: Der neue Micro Puff Hoody ist die wärmste Jacke der Marke – und komplett tierfrei.

Was genau sich Patagonia bei der Entwicklung des neuen Micro Puff Hoody gedacht haben, kann man in schönster Marketingsprache auf ihrer Seite nachlesen. Zusammengefasst ist es jedenfalls die „in Relation zum Gewicht wärmste Jacke, die wir je entwickelt haben“ – und das zur Abwechslung ganz ohne Daunen.

Normalerweise ist die Firma ganz vorne mit dabei, wenn es darum geht, Klamotten mit Tierfedern oder -haaren zu füttern und so zu tun, als würden die entsprechenden Tiere dafür nicht gequält und getötet. Aber wenn selbst Patagonia jetzt merkt, dass es wärmere und leichtere Materialen gibt, gibt das Hoffnung.

Apropos: Darum kann es richtig sein, vegane Produkte von unveganen Firmen zu kaufen.