So werdet ihr Influencer

Ihr mögt Aufmerksamkeit und habt etwas zu sagen? Mit diesen 5 Tipps seid ihr bald Influencer.

Wisst, was ihr sagen wollt

Ihr findet es unmöglich, dass große Labels immer noch Pelz verarbeiten? In eurer Stadt hat das beste vegane Café aufgemacht, und außer euch weiß noch keiner davon? Euer Lieblingsrezept für Papaya-Bowls sollten mehr Leute kennen? Überlegt euch, was euch am Herzen liegt, wappnet euch mit Informationen und denkt darüber nach, wie ihr das Thema interessant aufbereiten könnt.

Fangt in eurem Umfeld an

Vielleicht habt ihr noch keine Million Instagram-Follower, aber am wirksamsten lässt sich sowieso oft etwas im Freundes- oder Familienkreis verändern. Erklärt eurer Tante, warum sie ihren nächsten Hund lieber aus dem Tierheim statt vom Züchter holen sollte. Haltet euer nächstes Referat über die Umweltprobleme, die von der Fleischindustrie verursacht werden. Und bringt zum nächsten Netflix-Abend mit euren Freunden eine doppelte Ladung vegane Snacks mit.

Nutzt soziale Medien

Egal ob ihr am liebsten den ganzen Tag durch euren Insta-Feed scrollen würdet oder Smartphones eher kritisch gegenübersteht: Soziale Medien sind eine großartige Möglichkeit, um viele Menschen auf einmal zu erreichen. Holt euch Inspiration bei tierversuchsfreien Make-up-Tutorials auf Youtube, folgt Tierrechtsorganisationen und eurem lokalen Tierheim auf Facebook, und teilt selbst bei Instagram eure liebsten Bilder von veganen Sneakern, Hafer-Latte-Art und natürlich eurer Katze.

Geht off-line

Bei Influencern denkt man natürlich erst mal ans Internet, aber auch offline lässt sich ganz schön viel bewirken. Werdet Teil eines Streetteams und setzt euch in medienwirksamen Aktionen gegen Tiere im Zirkus oder Wolle in Klamottenketten ein. Natürlich könnt ihr auch alleine oder mit Freunden dafür sorgen, dass eure Mensa mehr vegane Gerichte anbietet oder eure Klasse am Wandertag nicht in den Zoo geht.

Lasst euch nicht beirren

„Die wollen doch nur Aufmerksamkeit…“ Ja, genau, wollt ihr auch, und zwar für wichtige Themen. Irgendwen wird es immer stören, wenn ihr euch für eure Überzeugungen einsetzt, aber lasst euch davon nicht unterkriegen. Ihr müsst es nicht allen rechtmachen, und je selbstbewusster ihr euch für Dinge aussprecht, desto leichter findet ihr auch Gleichgesinnte. Mit Leuten wie Luna Lovegood, Emma Schweiger und Kyrie Irving seid ihr sowieso immer in bester Gesellschaft.

Und weil es so cute ist: Unsere liebsten tierischen Influencer.

Ernährung

Warum ihr euch bewusst machen solltet, was ihr esst.
Go Vegan!

Diese Frau hat ein „Vegan“-Gesichtstattoo

Über dem Auge von Kate Alice steht jetzt dick „Vegan“. Ist das schön und praktisch oder übertrieben?

© Kate Alice / Twitter

„Jetzt muss ich nicht mehr alle fünf Minuten erklären, dass ich Veganerin bin“, kommentiert Kate Alice ihr neues Tattoo halb im Scherz. Und alleine das ist schon irgendwie verständlich: Wer hat sich nicht schon mal gewünscht, nicht aufziehpuppenmäßig ständig dasselbe sagen zu müssen: „Ja, ich bin vegan… nein, ich esse kein Fleisch… ja, mit Hafermilch dann bitte“? Das alleine wird aber kaum der Grund gewesen sein, warum sich die Engländerin das Wort „Vegan“ an die Schläfe hat stechen lassen.

© Kate Alice / Twitter

„Love em“, schreibt sie schlicht zu dem Foto, das sie auf Twitter gepostet hat. Auf ihrem Handgelenk trägt sie jetzt außerdem ein Semikolon-Tattoo, das Zeichen für Suizidprävention, aber viel präsenter ist natürlich der „Vegan“-Schriftzug über ihrem Auge. Tatsächlich ist das Wort in hübscher Schnörkelschrift gestochen und unterscheidet sich optisch gar nicht so sehr von Wörtern wie „Love“, „Faith“ oder „Trust“, die sich andere Menschen so ins Gesicht tätowieren lassen. Trotzdem haben die Hater Kate besonders ins Visier genommen. Sie wurde als „Freak“ bezeichnet, und sogar ihr Tätowierer bekam so viele negative Kommentare ab wie noch nie.

Aber Kate steht zu ihrem Tattoo: „Mir ist Vegansein sehr wichtig und ich weiß, dass ich mein Leben lang vegan sein werde“, sagt sie. Wer Gesichtstattoos grundsätzlich scheiße findet, wird mit ihrem auch nichts anfangen können (und muss es ihr ja auch nicht nachmachen), aber wie Kate selbst sagt, wird sie vor allem von Leuten angegriffen, die das Wort „Vegan“ nicht mögen – vielleicht weil es sie damit konfrontiert, dass sie ihre eigenen Werte nicht so konsequent leben?

Ähnlich übrigens: Die Leute, die ständig „Darfst du das essen?“ fragen.