Im PETA-Spot zu Speziesismus schockt ein Mädchen die Familie

Was ist Speziesismus? Das erklärt ein Mädchen seiner Familie im PETA-Spot. Die Erkenntnisse schockieren alle am Tisch. Jetzt Spot ansehen!

05. März 2021

Habt ihr schon mal Scrabble mit Freunden oder der Familie gespielt und ihr konntet das „Z“ nicht verbauen? Dann haben wir von PETA ZWEI den richtigen Begriff für euch: Speziesismus. Ihr habt keine Ahnung, was das ist? Dann schaut euch jetzt unseren neuen Spot an und erfahrt, was es mit dem ausbeuterischen Denkmuster auf sich hat.

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Kinderleicht erklärt: Speziesismus heißt, ungerecht zu Tieren zu sein

Nein, das kleine Mädchen im Spot hat sich den Begriff nicht ausgedacht, um bei der Spielerunde gute Punkte zu machen. Aber obwohl Speziesismus ein ganz reales Problem in unserer Gesellschaft ist, wissen viele nicht, was das ist. Das Mädchen erklärt ihren Eltern und ihrem Bruder das Konzept so: „Speziesismus bedeutet, dass Menschen mit Tieren machen, was sie wollen – obwohl die Tiere das nicht wollen.“ Das bezieht sich auf die Lederstiefel der Mutter, die Frühstückseier des Vaters und ja, auch auf die Milch im Müsli ihres Bruders.

Tiere nach ihrem „Nutzen“ auszubeuten, ist niemals okay

Viele Menschen denken, es wäre in Ordnung, Tiere auszubeuten oder sie nur nach ihrem Nutzen für uns zu bewerten. Damit handeln wir aber speziesistisch. Das ist genauso wenig okay, wie es moralisch jemals in Ordnung sein kann, andere Menschen als Sklaven zu halten. Im Gegenteil: Tiere auf einen Nutzwert herunterzustufen, ist sozial ungerecht. Denn kein Tier will für Kleidung gehäutet, für sein Fleisch gemästet oder getötet werden – nur weil es zum Beispiel als männliches Küken zur Welt kam und deshalb keine Eier legt. In der Eierindustrie ist das schon Grund genug, um frisch geschlüpfte männliche Küken zusammengepfercht in Plastikboxen zu vergasen. Die Liste der Arten, wie wir Menschen Tiere ausnutzen und für unseren Profit quälen, ist endlos – und jeder Punkt darauf steht für Speziesismus.

Wir Menschen sind nicht-menschlichen Tieren jedoch in keiner Weise überlegen. Deshalb sollten wir sie auch niemals ausbeuten und für unsere Zwecke missbrauchen – vor allem nicht, nur weil das womöglich „schon immer so war“. Umso wichtiger ist es, jetzt umzudenken und die Tierquälerei zu stoppen!

Aktiv werden gegen soziale Ungerechtigkeit!

Ihr wollt etwas gegen den Missbrauch anderer Lebewesen tun? Dann entscheidet euch jetzt für ein mitfühlendes Leben und damit für eine vegane Ernährung! Indem ihr euch rein pflanzlich ernährt, brecht ihr veraltete Denkmuster auf und ihr beteiligt euch nicht länger an der willkürlichen Einteilung von sogenannten Nutz- und Haustieren. Denn alle Lebewesen sind gleich viel wert.

Ganz einfach vegan einkaufen: Wenn ihr im Supermarkt unsicher seid, welche Lebensmittel wirklich vegan sind, dann schaut in unserem Veganen Einkaufsguide nach. Dort findet ihr hilfreiche Listen zu allen möglichen veganen Produkten und wo ihr sie kaufen könnt. Jetzt kostenlos den veganen Einkaufsguide nutzen!

Ernährung

Warum ihr euch bewusst machen solltet, was ihr esst.
Go Vegan!

Die 11 aufsehenerregendsten Streetteam-Aktionen 2020

Die PETA ZWEI-Streetteams haben auch 2020 wieder viele, aufsehenerregende Aktionen auf die Straße gebracht. Das waren die 11 Highlights!

05. März 2021

Hundegrill-Attrappen und blutige Szenen auf der Straße, kreative Foto- und Video-Aktionen auf Social Media: Das haben sich die Streetteams im letzten Jahr alles einfallen lassen.

2020 haben viele aufsehenerregende Streetteam-Aktionen stattgefunden, sowohl online als auch auf der Straße. Ob mit einer blutigen, menschengroßen Fleischschale, mit Sträflingskostümen, meterhohen Vegan-Buchstaben oder einer Hundegrill-Attrappe – aufrüttelnd und kreativ wurde vermittelt, dass wir Tiere einfach mal in Ruhe lassen müssen. Auch mit den vielen Vorsichtsmaßnahmen, Masken und Co. haben die Streetteams wieder alles für die Tiere gegeben. Wir zeigen euch, welche Aktionen für besonders viel Aufsehen gesorgt haben.

25. Januar: Streetteam Leipzig protestiert gegen Speziesismus

Im Gegensatz zu Speziesismus ist Rassismus oder Sexismus jedem ein Begriff. Auch beim Speziesismus handelt es sich um eine Diskriminierungsform aufgrund einer Andersartigkeit. In diesem Fall wird der Mensch den Tieren als überlegen eingestuft. Weil es sich um Tiere handelt, ist es nach dieser Denkweise in Ordnung, Schweinen ein Messer in die Kehle zu rammen, um sich danach ein Schnitzel zu gönnen. Ganz nach dem Motto „ist ja nur ein Tier“. Doch Tiere leiden und fühlen wie wir, deshalb hat das Streetteam Leipzig den Spieß einmal umgedreht, einen Menschen in den Käfig gesperrt und daneben als Schwein mit Metzgerschürze genüsslich Menschenfleisch verspeist. Sicher haben dadurch einige Leipziger ihre Denkweise hinterfragt.

bla bla bla

24. April: Streetteam Osnabrück beim Netzstreik fürs Klima

Passend zum Netzstreik fürs Klima von Fridays for Future hat das Streetteam Osnabrück auf den Zusammenhang zwischen unserer Ernährungsweise und dem Klimawandel aufmerksam gemacht. Mit einer drastischen Aufnahme aus der Badewanne wurde deutlich gemacht, dass uns das Wasser bereits bis zum Hals steht und jeder Einzelne mit seiner Ernährungsweise einen Unterschied machen kann. Schon 2013 gab es einen schockierenden Bericht der UN-Welternährungsorganisation (FAO). Er besagt, dass die Tierwirtschaft – und damit der Konsum tierischer Produkte – einer der Hauptverursacher der verhängnisvollsten Umweltprobleme unserer Zeit ist [1]. Es ist also wirklich höchste Zeit, zu handeln.

13. Juni: Streetteam Düsseldorf macht Ursachen von Pandemien deutlich

Ein Thema war ganz klar Thema des Jahres: Corona. Umso wichtiger war es, den Menschen klarzumachen, wo so eine Pandemie überhaupt herkommen kann. Nicht nur der Viruserreger, der COVID-19 verursachen kann, soll von Wildtieren übertragen worden sein, auch weitere Erkrankungen wie das Ebolafieber, die SARS-Pandemie und MERS waren Zoonosen. Der Mensch hat Kontakt zu diesen Tieren, weil er sie ausbeutet, mit ihnen handelt und ihren Lebensraum zerstört. Nicht nur in Asien, auch in Deutschland gibt es Wildtierbörsen, und auch Schlachthäuser sind Brutstätten für potenziell tödliche Keime. Mit Schutzanzügen, Gasmasken und Absperrband hat das Streetteam Düsseldorf deshalb gefordert, die Tierausbeutung zu beenden.

20. Juni: Streetteam Heidelberg präsentiert Menschenfleisch

Eine Fleischschale im Supermarkt, in Plastikfolie gewickelt, mit einem Etikett beklebt und mit einem Preis gekennzeichnet – für die meisten Menschen ein völlig normales Alltagsbild. So ein Bild hat das Streetteam Heidelberg den Passanten in der Fußgängerzone einmal auf eine andere Weise gezeigt. Ein Aktivist liegt blutverschmiert und abgepackt in einer menschengroßen Fleischschale. Auf ihm klebt ein Etikett für Menschenfleisch. Sein Fleisch kostet 1,99 € pro Kilo. Das Streetteam hat damit aufgezeigt, dass wir alle Tiere sind und weder Mensch noch Schwein oder Rind getötet werden darf, um abgepackt im Fleischregal zu enden.

17.Juli: Streetteam Rosenheim grillt einen Hund

Mit einer täuschend echt aussehenden Hundegrill-Attrappe hat das Streetteam Rosenheim den Passanten die Frage gestellt: Wenn ihr keinen Hund essen würdet, warum dann ein Schwein? Auch sie konnten den Menschen dadurch den Speziesismus vor Augen führen.

Sasa Grosser

18. August: Streetteam Bremen fordert ein Ende von Foie gras

Vor einem Restaurant, das Foie gras verkauft, protestierte das Streetteam Bremen mit Bildern, auf denen zu sehen ist, wie Enten und Gänse in enge, dreckige Käfige gesperrt werden. Sie klärten darüber auf, dass den Tieren für die krankhaft große Leber mehrmals täglich ein langes Rohr in den Hals gerammt wird, um sie mit Getreidebrei zu mästen. Mit deutlichen Schildern und Plakaten forderten sie: Stopfleber stoppen!

Durch den Appell an weitere Restaurants, Foie gras auszulisten, konnten sie im letzten Jahr dafür sorgen, dass dieses Tierqualprodukt in manchen Restaurants von der Speisekarte gestrichen wurde.

Daniel Stickan

22. August: Streetteam Duisburg fordert „Menschenaffen raus aus Zoos!“

Menschenaffen in Zoos verbringen ihr Leben in kargen Gehegen, die sich in keiner Weise mit dem Leben in freier Wildbahn vergleichen lassen. Die Gefangenschaft führt bei ihnen zu psychischen Erkrankungen – vom ständigen Hin-und Herschaukeln des Körpers bis hin zur Selbstverstümmelung. Sie sind unsere nächsten Verwandten im Tierreich und teilen etwa 98 Prozent ihrer DNA mit uns Menschen; sie einzusperren und wie Strafgefangene zu halten, ist ungerecht, nicht artgerecht. Deshalb forderte das Streetteam vor dem Zoo Duisburg: „Menschenaffen raus aus Zoos!“

25. September: Streetteam Stuttgart fordert „Vegan fürs Klima und die Tiere!“

Mit meterhohen, aufgeblasenen Vegan-Buchstaben trug das Streetteam Stuttgart die vegane Message beim Klimastreik von Fridays for Future mit und machte damit deutlich, dass wir nicht nur Druck auf die Politik ausüben müssen, sondern jeder Einzelne von uns mit einer veganen Ernährung gegen den Klimawandel ankämpfen kann.

21. November: Streetteam Karlsruhe zeigt die Gewalt hinter Wolle

Das Streetteam Karlsruhe zeigte, wie Schafe für Wolle gewaltvoll fixiert und im Akkord geschoren werden. Mit Kunstblut machten sie deutlich, wie dabei blutige Wunden am ganzen Körper entstehen, die nach der Schur meist ohne Betäubung mit Nadel und Faden zugenäht werden. Auf Schildern zeigten sie auf, dass viele weitere Tiere wie Alpakas, Kashmirziegen und Angora-Kaninchen für Wolle gequält und getötet werden.

12. Dezember: Streetteam Itzehoe sagt zu Weihnachten: Tiere sind keine Geschenke!

Passend zur Weihnachtszeit schlüpften die Itzehoer Streetteamer in Tier- und Wichtelkostüme, um Menschen davon abzuhalten, unüberlegt Tiere zu verschenken. Sie stellten klar, dass Tiere nicht als Weihnachtsgeschenke unter den Weihnachtsbaum gehören, sondern nur wohlüberlegt aus einem Tierheim adoptiert werden sollten.

12. Dezember: Streetteam Wuppertal zeigt die blutige Wahrheit über Pelz

Auf Videos wurde den Passanten in Wuppertal die Wahrheit über Pelzbommel, -kragen und -mäntel gezeigt. Sie zeigten die pure Gewalt, die hinter der Pelzindustrie steckt. Tiere werden erschlagen, per Stromschlag betäubt oder bei der Pelzjagd qualvoll in Fallen gefangen und erschossen. Eine Aktivistin trug einen Morphsuit, als wäre sie selbst gehäutet worden, und forderte die Menschen mit ihrem Schild auf, Pelz zu boykottieren.

Das sind nur einige der tollen Streetteam-Aktionen 2020. Wenn ihr Lust habt, euch solchen Demos anzuschließen, dann tretet einem Streetteam in eurer Nähe bei!

[1] Europäische Kommission: Ursachen des Klimawandels, https://ec.europa.eu/clima/change/causes_de, (eingesehen am 30.06.2020)