So könnt ihr euch gegen das Stierrennen in Pamplona einsetzen

Bei den Sanfermines in Pamplona werden jedes Jahr Stiere durch die Straßen gehetzt und anschließend getötet. Das könnt ihr dagegen tun.

© PETA UK

19. Juli 2021

Jedes Jahr hetzen sowohl Einheimische als auch Tourist:innen in der spanischen Stadt Pamplona vom 6. bis 14. Juli Stiere durch die Gassen der Stadt bis in die Stierkampfarena – dort werden die Tiere dann getötet. Damit sollen die Sanfermines gefeiert werden, ein Fest zu Ehren des Heiligen Firmin, dem Schutzheiligen der Region. PETA UK und die spanische Organisation AnimaNaturalis organisieren seit mehreren Jahren Protestaktionen gegen die Stierrennen. Aber ihr könnt auch etwas tun.

Stierrennen enden tödlich in der Stierkampfarena

Während des achttägigen Festivals werden jeweils sechs Kampfstiere die etwa 850 Meter durch die Altstadt Pamplonas über glitschigen Pflasterstein direkt in eine Stierkampfarena gehetzt. Dort werden sie von Stierkämpfern mit Lanzen und Dolchen gequält und getötet. Bei der vorangehenden Hatz rennen Hunderte Tourist:innen als vermeintliche „Mutprobe“ vor den etwa 600 Kilogramm schweren Jungstieren her. [1]

Obwohl die Zahlen zurückgehen, werden in ganz Spanien beim Stierkampf noch immer mehrere Tausend extra gezüchtete „Kampfstiere“ als „Tourismus-Attraktion“ und zur Unterhaltung für eine schlechte Tradition getötet. Auch für Menschen ist das Spektakel gefährlich: Bei einem einzigen Rennen verletzen sich im Schnitt 50 und mehr Menschen.

5 Dinge, die ihr gegen und anstatt der Stierrennen machen könnt

Neben Demos, um die Öffentlichkeit über das Tierleid aufzuklären, helft ihr den Stieren, indem ihr solchen Festen ganz einfach fernbleibt. Stattdessen könnt ihr folgende Dinge unternehmen, um den Tieren zu helfen:

1. T-Rex-Rennen

Wie wär’s mit einem absolut tierfreundlichen T-Rex-Rennen? Dabei haben nicht nur die Teilnehmer:innen, die in T-Rex-Kostümen über eine Rennstrecke (geht auch gut im Park oder auf einer Wiese, aber Achtung vor Schlaglöchern) laufen, Spaß, sondern auch alle Zuschauer:innen. Das wäre auch eine gute Alternative für die Veranstalter:innen des Stierrennens in Pamplona: Wenn sie schon an veralteten Bräuchen festhalten wollen, warum nicht mit Menschen in Dinosaurier-Kostümen statt Stieren?

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2. Ball-Rennen in Mataelpino

Wer unbedingt vor etwas wegrennen möchte und keine Angst vor Verletzungen hat, kann tierleidfreie Feste wie das „Running of the Balls“ (Rennen der Bälle statt Rennen der Bullen) besuchen. Anstelle eines gestressten Stieres, der danach grausam getötet wird, rennen Menschen hier vor einem riesigen Styroporball davon. Aber Achtung: Ganz ungefährlich ist auch der 250 Kilogramm-Ball nicht – immerhin wird dabei jedoch nicht über den Kopf eines Tieres hinweg entschieden.

3. Renn mit bei einem Marathon

Auch in Deutschland gibt es viele Benefiz-Marathon-Läufe, bei denen ihr für eine gute Sache Kilometer zurücklegen könnt. Damit tut ihr nicht nur eurer Gesundheit etwas Gutes, ihr generiert auch Spenden – z. B. für Aktionen gegen Stierrennen und Stierkämpfe.

4. Kläre über die grausamen Hintergründe auf

Nicht jede:r weiß, dass die Stiere im Anschluss an die Stierrennen auf grausame Weise in der Stierkampfarena getötet werden. Über die gesamte Dauer des San-Fermín-Festivals werden 48 Stiere brutal erstochen. Indem du unsere und andere Blogs z. B. über deine Social Media-Accounts teilst, hilfst du dabei, auch andere Menschen über das Tierleid aufzuklären.

5. Werde aktiv im PETA ZWEI-Streetteam

Veranstalte eine Demonstration oder schließe dich einer von vielen PETA ZWEI-Aktionen gegen Tiermissbrauch an. Macht mit und werdet jetzt Teil eines PETA ZWEI-Streetteams!

[1] News (07.07.2014): Pamplona: 10 Fakten zum Stierrennen, https://www.news.at/a/spanien-fakten-stierrennen-pamplona, (eingesehen am 08.07.2021)

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5 Tipps, wie ihr Tierquälerei im Urlaub erkennen könnt

In vielen Urlaubsländern locken Angebote mit Tieren – oft hängen diese Attraktionen aber mit Tierleid zusammen. Erfahrt hier mehr dazu!

19. Juli 2021

In vielen Urlaubsregionen werden touristische Attraktionen angeboten, die die Reise unvergesslich machen sollen. Oft werden Tiere eingesetzt, mit denen Anbieter möglichst viel Geld machen wollen – aus Profitgründen rückt das Wohl der Tiere dabei in den Hintergrund. Erfahrt hier, worauf ihr im Urlaub achten solltet, um keine tierquälerischen Angebote zu unterstützen.

1. But first let me … think about that selfie

Klar, ein Selfie mit exotischen Tieren wie Koalas, Schlangen oder Affen bringt garantiert viele Likes auf Instagram – aber bevor ihr den Selfiestick ausfahrt, solltet ihr erstmal nachdenken. Anders als wir Menschen posieren Tiger, Löwe und Co. nämlich nicht gerne für Fotos. Die Tiere werden oftmals nur für Fotoshootings in Gefangenschaft gehalten und teilweise sogar mit Medikamenten ruhiggestellt. Abgesehen von dem grundsätzlichen Verletzungsrisiko können Krankheiten zudem von Besucher:innen auf das Tier – oder vom Tier auf Menschen – übertragen werden. Zeigt ein Herz für Tiere und sammelt lieber mit schönen Landschaftsbildern Herzchen auf Instagram.

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2. Das Glück der Erde … liegt nicht auf dem Rücken einer Wildtier-Herde

Egal ob Elefanten in Asien, Kamele in Ägypten, Esel auf Santorini und in der Türkei oder Strauße in Afrika – reiten solltet ihr sie alle nicht. Elefantenbabys werden sehr früh von ihren Müttern getrennt und so gewaltsam „trainiert“, bis sie dem Menschen gehorchen. Den Elefanten wird dabei mit Stöcken, die mit spitzen Metallhaken besetzt sind, auf empfindliche Körperteile geschlagen.

3. Meidet Angebote, bei denen Tiere zu Auftritten gezwungen werden

Verwechselt Tiere nicht mit Animateure:innen und sucht euch Abenteuer, für die keine Tiere gefangen gehalten und zu unnatürlichem Verhalten gezwungen werden. Macht einen weiten Bogen um ZoosZirkusse, Tierparks und Tierfarmen, Delfinarien, Rodeos, Stierkämpfe, Hahnenkämpfe, Stierrennen, Pferdekutschen, Orang-Utan-Boxen und Tiertheater.

www.traslosmuros.com

4. Scheinbarer Tierschutz in Auffangstationen & Co. – so erkennt ihr seriöse Anbieter

Einrichtungen mit Namen wie „Animal Sanctuary“, „Koala-Krankenhaus“ oder „Elefanten-Waisenhaus“ klingen im ersten Moment nach einer tollen Sache. Leider werden diese Begriffe sehr oft missbraucht, um Besucher:innen anzulocken. Die Rettung von Tieren steht dabei weniger im Vordergrund. Die Tiere werden oft eingefangen oder gezüchtet, denn vor allem Jungtiere sind bei Tourist:innen sehr beliebt. Die Haltung ist meist mangelhaft. Seriöse Auffangstationen für verwaiste oder kranke Wildtiere können einen wichtigen Beitrag zum Tier- und Artenschutz leisten.

So erkennt ihr seriöse Auffangstationen:

  • Das Wohl der Tiere hat oberste Priorität: Es findet keine Zucht statt und die Tiere werden, sofern möglich, ausgewildert, sobald sie wieder fit sind.
  • Seriöse Einrichtungen bieten keine Tiervorführungen und keinen direkten Kontakt zum Tier an.
  • Die Gehege sind naturnah, groß und allein auf das Wohlbefinden der tierischen Gäste ausgerichtet.

5. Erst denken, dann kaufen: Viele Souvenirs sind mit Tierleid verbunden

Souvenirverkäufer:innen gehören zum Sommerurlaub wie Badehose und Sonnenbrand. Neben dem typischen Kitsch ist häufig auch mehr oder weniger verstecktes Tierleid im Angebot. Macht daher beim Mitbringsel-Shopping die Augen auf und achtet auf Schnitzereien aus Elfenbein, Horn, Knochen oder Zähnen, Produkte aus Schildkrötenpanzer, LederPelz, Schneckenhäusern, Muscheln, Korallen oder Seepferdchen und traditionelle asiatische Medizin, die tierische Bestandteile enthält. Auch beim Thema Kopi Luwak solltet ihr euch im Klaren sein, dass es sich bei der sogenannten Kaffeespezialität um Tierquälerei in Bohnenform handelt. Wenn ihr unbedingt etwas kaufen wollt, das in eurem Schrank verstaubt oder euren Eltern zeigen soll, dass ihr auch im Urlaub an sie denkt, dann entscheidet euch bitte für tierfreundliche Souvenirs.

So könnt ihr Tieren im Urlaub außerdem helfen

Auf Reisen wird man immer wieder mit Tierleid konfrontiert. Wenn ihr im Strandurlaub Tieren helfen möchtet, ist es wichtig, dass ihr bei Spaziergängen vorsichtig und aufmerksam seid, keine Muscheln sammelt und keine Tiere aus dem Wasser mitnehmt.