Neue Studie zeigt, dass ihr eurer Katze nicht egal seid

Hunde bauen eine enge Verbindung zu ihren Haltern auf, Katzen aber nicht? Stimmt nicht, wie eine Studie jetzt zeigt.

© Petra Thaler

Das Klischee kennen wir wohl alle: Hunde sind brave Anhängsel des Menschen, während Katzen sich als arrogante Diven geben, die ihre Halter am liebsten nicht mal mit dem Hintern anschauen. Eine Studie der Oregon State University zeigt jetzt, das dieses Vorurteil nicht stimmt.

Für die Studie trennten die Forscher junge Katzen und ihre Halter für ein paar Minuten und beobachteten, wie sich die Katzen anschließend verhielten – ganz ähnlich, wie man es auch bei Studien mit Eltern und kleinen Kindern macht. Die These: Wenn die Kinder – oder die Katzen – keine sichere Verbindung zu ihrer Bezugsperson spüren, verhalten sie sich nervös oder ängstlich, verziehen sich beispielsweise in eine Ecke oder klammern sich erst recht an der Person fest. Bei knapp zwei Dritteln – 65 Prozent – der Katzen war das nicht der Fall: Sie legten ein entspanntes Verhalten an den Tag, das darauf hindeutet, dass sie einen guten Bezug zu ihren Menschen haben. So erforschten sie nach deren Rückkehr weiter neugierig den Raum, in dem sie sich befanden, und schauten zwischendurch zu ihren Menschen, um sich rückzuversichern.

Man muss dazu wissen, dass die Studie mit 70 Katzen relativ klein war und natürlich noch nicht das letzte Wort zum Thema darstellt. Allerdings erinnert sie uns mal wieder daran, was viele Menschen, die mit Tieren zusammenleben, sowieso schon wissen: Hunde, Katzen und andere Tiere sind viel mehr, als die klischeehaften Vorstellungen, die wir allgemein von ihnen haben. Sie sind intelligente und lustige Persönlichkeiten, die es verdienen, auch so behandelt zu werden. Die Macher der Studie jedenfalls wollen ihre Erkenntnisse nutzen, um Tierheimen zu helfen, die dort untergekommenen Katzen zu vermitteln.

Ihr wollt eure Katze noch besser kennenlernen? Hier sind 10 Anzeichen dafür, dass es ihr nicht so gut geht.

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Haustier essen oder vegetarisch werden: Diese Fernsehsendung zwingt Leute zur Entscheidung

Das Prinzip von „Meat The Family“ ist einfach: Eine Familie zieht ein Tier groß und steht dann vor der Wahl: essen oder retten?

Natürlich geht es bei „Meat The Family“, das nächstes Jahr beim britischen Sender Channel 4 laufen soll, um den Schockeffekt. Aber es steckt auch eine tiefere Frage dahinter, wenn die teilnehmenden Familien verschiedene Tiere erst großziehen und dann essen sollen: Können wir ein Tier essen, das wir kennen?

Vier fleischessende Familien leben in den ersten vier Folgen drei Wochen lang mit einem Kalb, einem Schwein, einem Huhn oder einem Lamm zusammen und werden anschließend vor die Wahl gestellt: das Tier ins Schlachthaus schicken und anschließend essen – oder vegetarisch werden und das Tier auf einen Lebenshof entlassen? Das soll ihnen nach der gemeinsamen Zeit bewusst schwerfallen, so der Sender, der „großartige Forschungsergebnisse über tierische Intelligenz und herzerwärmende Momente“ verspricht. Mit „Meat The Family“ will Channel 4 eine größere Diskussion über Speziesismus anstoßen, also über die Frage, warum wir beispielsweise Hunde als Haustiere halten, aber Schweine essen.

Noch mehr Stoff zum Nachdenken gibt es bei Netflix.