Warum immer wieder Tauben verletzt vom Himmel fallen

Verletzte und entkräftete Tauben, die wie aus dem Nichts auf den Boden stürzen: Das steckt dahinter.

19. Aug 2019

Es ist wie eine Szene aus einem dystopischen Film: An allen möglichen Orten fallen plötzlich Tauben vom Himmel, zucken vielleicht noch kurz oder sind direkt tot. Manche landen direkt im Meer, andere mitten in der Stadt auf dem Asphalt. Und wer genauer hinsieht, erkennt zwischen Blut und Federn einen kleinen bunten Ring mit einer Nummer drauf um den Fuß des Tieres.

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Dahinter steckt der sogenannte „Brieftaubensport“, bei dem es in Wahrheit extrem unsportlich zugeht. Knapp 50.000 Brieftaubenzüchter gibt es allein in Deutschland, und rund die Hälfte von ihnen nimmt an Wettflügen teil. Dabei sterben laut Studien durchschnittlich ca. 50 bis teils zu 75 Prozent der Tiere. Oft sind sie dehydriert, verletzt oder erschöpft, wenn sie vom Himmel fallen. Auch unter den Stadttaubenpopulationen sieht man immer wieder gestrandete Tauben von Taubenwettflügen. Da sie auf Spezialnahrung geprägt sind sterben sie meist den Hungertod. Um möglichst viel Geld zu machen, schicken viele Züchter sogenannte Brieftauben auch bei schlechten Wetterbedingungen los, sodass sie sich nicht orientieren können. Die Züchter dopen sie oder sortieren Tauben, die nicht die erwünschte Leistung bringen, direkt aus, um sie betäubungslos zu töten. Das Halsumdrehen ist eine gängige Methode des Tötens von sogenannten Brieftauben.

Was könnt ihr dagegen tun? Boykottiert auf jeden Fall Taubenwettflüge und erklärt auch den Leuten in eurem Umfeld, warum sie so etwas nicht unterstützen sollten. Und falls ihr eine verletzte Taube findet, die noch lebt, helft ihr, indem ihr euch an einen Stadttaubenverein in eurer Nähe wendet.

Hier sind noch 10 Wege, wie jeder von uns Tieren helfen kann.

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Was ihr beim Adoptieren von Tieren beachten solltet

Ihr wollt gerne einem Tier ein Zuhause schenken? Wir geben Tipps und stellen die wirklich wichtigen Fragen, dir ihr euch vorher ehrlich beantworten solltet.

19. Aug 2019

Habt ihr wirklich die Zeit?

Jedes Tier benötigt unterschiedlich viel Aufmerksamkeit: Pflege, Gassi gehen, Gehege sauber machen, Kuscheleinheiten und und und. Daher solltet ihr euch diese Fragen stellen: Wie oft seid ihr zuhause? Wie oft könntet ihr euch um das Tier kümmern? Greift euch jemand bei der Pflege unter die Arme? Könnt ihr euch auch langfristig um ein Tier zu kümmern?

Seid ihr euch eurer Verantwortung bewusst?

Vergesst bitte niemals: Einmal bei euch Zuhause, ist das Tier komplett auf euch angewiesen. Diese Verantwortung solltet ihr ernst nehmen. Einige Tiere werden 10, 15 oder sogar 80 Jahre alt! Das ist eine ganz schön lange Zeit. Um zu testen, ob ihr euch dieser Verantwortung gewachsen fühlt, könnt ihr euch mit Freunden austauschen und vielleicht auch mal ein Tier für zwei bis vier Wochen in Pflege nehmen. So bekommt ihr einen ganz guten Überblick und könnt abschätzen, ob ihr wirklich die notwendige Zeit und Energie aufwenden könnt und möchtet.

Bitte denkt dabei auch immer daran, dass euch das Tier nicht gehört, es euch nicht unterlegen ist und keinerlei Verpflichtung hat, mit euch zu kuscheln oder zu spielen. Ihr bietet ihm lediglich ein liebevolles Zuhause, auf das es angewiesen ist.

Habt ihr wirklich genügend Platz?

Tiere benötigen unterschiedlich viel Auslauf. Der Bedarf unterscheidet sich aber von Tier zu Tier. Hunde müssen beispielsweise mehrmals am Tag raus und das auch nicht nur für fünf Minuten. Kaninchen sollte man nicht in einem kleinen Käfig halten. Fachliteratur oder Internetforen und Websites geben euch einen guten Einblick in die Pflege und Bedürfnisse der Tiere. Dabei solltet ihr alle Quellen kritisch betrachten – immer noch werden teilweise absolute Mindeststandards kommuniziert oder auch unzutreffende Angaben gemacht.

Habt ihr wirklich das Geld?

Auf den Punkt: Tiere kosten Geld. Und damit sind nicht nur die Anschaffungskosten gemeint, sondern auch Tierarztrechnungen, Futter und Pflege. Wird ein Tier älter, fallen auch meistens mehr Tierarztrechnungen an.

Kann das Tier wirklich (ohne einen Artgenossen) bei euch leben?

Manche Tiere vereinsamen, wenn sie einzeln gehalten werden. Andere eigenen sich auch überhaupt gar nicht dazu, in Wohnungen zu leben. Und dass das Tier traurig ist, ist schließlich das Letzte, was ihr wollt, richtig? Informiert euch vorher also unbedingt, ob das Tier wirklich (alleine) bei euch leben kann. Tipps dazu findet ihr auf unserer Webseite und auf PETA.de.

Woher soll das Tier kommen?

Wir möchten euch darum bitten, immer ins Tierheim zu gehen. Denn egal ob Kaninchen, Meerschweinchen, Hund, Katze oder Vogel: All diese Tiere – und viele andere – warten in Tierheimen oder Pflegestellen auf ein neues Zuhause. Jedes Jahr landen über 300.000 Hunde, Katzen, Kaninchen, Reptilien und andere Tiere in deutschen Tierheimen – und sie müssen immer länger auf eine zweite Chance warten. Manche von ihnen finden gar kein neues Zuhause und bleiben ihr Leben lang im Tierheim. Trotzdem züchten unverantwortliche Menschen ständig neue Tiere und kurbeln das Problem weiter an – für ihren Profit oder den Rassenwahn. Jeder Kauf von einem Züchter nimmt damit einem Tier im Tierheim die Chance auf ein liebevolles Zuhause.

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