Bekleidung

Weil niemand eine zweite Haut braucht

Wie praktisch, dass Schafe sich sowieso gern epilieren, Kühe sich ganz von allein häuten und es Katzen überhaupt nicht wehtut, wenn man ihnen das Fell mitsamt der Haut vom Körper zieht. Nicht? Dann sollten wir über Klamotten sprechen.

Es scheint oft, als wären Leder, Pelz und Wolle das kleinere Problem, solange Menschen Tiere essen. Als würden die paar Lederschuhe, das bisschen Besatz am Kragen des Wintermantels und der eine gestrickte Pulli nichts ausmachen, wenn man schon auf Schnitzel und Wurst verzichtet. Wer genau wiegt das eigentlich auf? Wer sagt, dass es in Ordnung ist, eine Kuh einzusperren, zu verstümmeln, sie ohne Betäubung zu töten und ihr die Haut vom Körper zu schneiden, solange man den danach nicht isst? Wer entscheidet, dass Schafe, denen das Fleisch mit der Wolle vom Rücken geschnitten wird, und für Pelz zu Tode geprügelte Hunde und Katzen tragbarer sind als Pflanzen und Synthetik? Kleidung setzt immer ein Statement. Die Frage ist nur, welches.

So wird Wolle in Argentinien produziert
Quick Facts Bekleidung
01
Jedes Jahr schlachtet die Lederindustrie mehr als 1 Milliarde Tiere
02
In Deutschland wird fast jede zehnte Kuh nicht richtig betäubt, bevor ihr die Kehle aufgeschnitten wird.
03
Birkin Bags werden auch aus Baby-Krokodilen gemacht
04
Ugg Boots sind Haut und Haar getöteter Schafe.
05
Gänse werden oft bei lebendigem Leibe gerupft
06
Leder ist giftig
07
Pelz ist oft falsch etikettiert
08
So kann man echten Pelz von Kunstpelz unterscheiden
09
Angora-Wolle stammt von Kaninchen
10
Das Veganstart-Programm – Vegan werden leicht gemacht mit PETA

Leder

Was jeder über die Lederindustrie wissen sollte

Anders als viele Menschen denken, ist Leder kein Abfallprodukt, sondern das wirtschaftlich wichtigste Nebenprodukt der Fleischindustrie. Es macht bis zu 50 Prozent des Gesamtwertes der Rindernebenprodukte aus. Auch die Häute von Kühen aus der Milchindustrie werden zu Leder verarbeitet.

Pelz

Was jeder über die Pelzindustrie wissen sollte

Millionen Nerze, Füchse, Marderhunde, Waschbären, Kaninchen, Hunde und Katzen werden jährlich für Mäntel, Kapuzenkragen,Bommelmützen und unnötigen Accessoiresgetötet. Die Tiere verbringen ihr Leben in winzigen verdreckten Käfigen, bevor sie schließlich zu Tode geprügelt, vergast oder durch analen Stromschlag getötet werden. Vielen wird noch bei lebendigem Leib das Fell vom Körper gerissen.

Wolle

Was jeder über die Wollindustrie wissen sollte

Viele Menschen denken, Schafe zu scheren, würde den Tieren helfen, weil sie sonst unter zu viel Wolle leiden. Das stimmt nicht. Ohne die Einmischung des Menschen würde den Schafen gar nicht erst so viel Wolle wachsen. Sondern nur so viel, wie sie benötigen, um sich vor extremer Witterung zu schützen.

Daunen

Was jeder über die Daunenindustrie wissen sollte

Zwar ist es in der EU verboten, Gänsen bei lebendigem Leibe die Federn aus ihrer empfindlichen Haut zu reißen, dennoch gehört Lebendrupf in vielen Betrieben zur Standardpraxis– gesetzliche Ausnahmeregelungen und fehlende Kontrollen machen es möglich. Für die Tiere bedeutet diese Praktik großen Stress und extreme Schmerzen. Klaffende Wunden oder Knochenbrüche sind durch die grobe Behandlung nicht selten. Die Profitgier der Daunenindustrie sorgt dafür, dass die Tiere diese Tortur bis zu vier Mal im Jahr über sich ergehen lassen müssen.

Seide

Was jeder über die Seidenindustrie wissen sollte

Für die Produktion von Seide werden weltweit jedes Jahr fast drei Billionen Tiere getötet. Um an den feinen Faden der Seidenspinner zu gelangen, werden die Raupen lebendig gekocht, sobald sie sich verpuppt haben. Die Tiere winden sich und kämpfen verzweifelt gegen den Tod an, wenn sie in heißem Wasser oder Dampf gekocht werden.