Eier

Was jeder über die Eierindustrie wissen sollte
Foto: JMcArthur

Damit wir pro Kopf im Schnitt 217 Eier im Jahr konsumieren können, werden Hühner zu „Legemaschinen“ gemacht, die fast jeden Tag ein Ei legen.

Das Urhuhn legt nur 18 Eier im Jahr, und zwar zur Fortpflanzung. Heute essen wir gekocht, in Gebäck verbacken oder in Form von Nudeln so viele mehr, dass Hühner durch Züchtung und Leistungsfutter zu unnatürlich hohen Legeleistungen gequält werden. Im Gegensatz dazu gibt es Hühner, die besonders viel Fleisch in kurzer Zeit ansetzen. Da beides, also Fleischansatz und hohe Legeleistung, in der Züchtung nicht kombinierbar sind, werden die männlichen Küken direkt nach der Geburt zerschreddert oder vergast.

Die Hennen müssen ihr kurzes Leben in engen Ställen und in ihren eigenen Exkrementen fristen. Jeder Henne steht etwa der Platz eines DIN-A4-Blattes zu. Nach zwei Jahren lässt ihre „Legeleistung“ nach und sie landen im Schlachthaus, wo sie kopfüber an den Beinen aufgehängt durch ein Strombad geleitet werden, das sie betäuben soll. Betäubung und Tötung funktionieren aufgrund der Vielzahl an Tieren jedoch nicht immer sachgemäß, und so müssen schätzungsweise 30 Prozent der Hühner ihren Tod bei vollem Bewusstsein miterleben.

8 GründeQuick Facts Eier
01
45 Millionen „Legehennen“
02
Weniger als 5 Prozent der Hühner leben in Biohaltung
03
Die meisten Eier in verarbeiteten Produkten stammen aus Käfighaltung
04
Die Eierindustrie tötet jedes Jahr 50 Millionen männliche Küken
05
Weiblichen Küken wird meist am ersten Tag die Schnabelspitze abgeschnitten
06
Von rohen Möhren hat noch niemand Salmonellen bekommen
07
Backen geht auch ohne Eier
08
Und Eischnee lässt sich aus Kichererbsenwasser machen
09
Nach etwa einem Jahr landen die Hühner im Schlachthaus
10
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Fragen & Antworten zum Thema Eier

Wie sieht eine Legebatterie aus?

Die konventionelle Käfighaltung ist in Deutschland zwar seit dem 1. Januar 2009 verboten, jedoch wurden 2006 sogenannte ausgestaltete Käfige eingeführt, in denen bis zu 60 Tiere auf engstem Raum leben. Sofern die Henne in der modernen Eierproduktion die qualvollen Lebensbedingungen überhaupt überlebt, ist sie nach etwas über einem Jahr derart ausgemergelt, dass sie frühzeitig geschlachtet wird.

Was ist mit Bodenhaltung?

In der sogenannten Bodenhaltung teilen sich neun Hennen einen Quadratmeter, das heißt, pro Henne nur etwa die Fläche eines Din-A4-Blattes. Die Tiere stehen in ihrem eigenen Kot und picken sich aus Stress und Langeweile gegenseitig die Federn aus.

Sind Bio-Eier okay?

Weniger als zehn Prozent der Hennen in Deutschland leben in der Bio-Landwirtschaft. Je nach Verband bekommen die Hühner besseres Futter und haben ein wenig mehr Platz als in anderer Haltung – aber auch in Biobetrieben werden sie nur aus rein wirtschaftlichen Gründen gehalten und sterben nach ein bis Jahren im Schlachthof. Zudem kommen diese Hennen aus den gleichen Brütereien, in denen die männlichen Küken nach der Geburt getötet werden, wie ihre Leidensgenossinnen in der konventionellen Haltung.

Und die Eier von den Hühnern bei Oma im Garten?

Auch die legen die Hühner  nicht, um damit Menschen zu füttern. Ganz abgesehen davon, vergessen Leute, die behaupten, nur „gute“ Eier zu essen, dass auch in Nudeln, Kuchen, Mayo, abgepackten Produkten im Supermarkt und Essen im Restaurant jede Menge Eier stecken. Und die kommen garantiert nicht von glücklichen Hühnern.