Pelz

Was jeder über die Pelzindustrie wissen sollte
Foto: JMcArthur

Damit wir unsere Kapuzen und Stiefel mit Pelz besetzen und Bommel daraus an unseren Mützen tragen können, sterben Jahr für Jahr Millionen Tiere.

Dazu gehören Nerze, Füchse, Marderhunde, Waschbären und Kaninchen, aber auch Hunde und Katzen. Pelz ist nicht nur der Stoff, aus dem die Mäntel von Neureichen sind. In China, dem weltweit größten Pelzwarenexporteur, existieren keinerlei effektive Tierschutzgesetze, auf Tierquälerei werden keine Strafen verhängt. In dem Land werden jährlich mehr als zwei Millionen Katzen sowie Hunderttausende Hunde gehäutet. Auch in Europa und in anderen Teilen der Welt verbringen Tiere ihr ganzes Leben eingesperrt in überfüllten, verdreckten Käfigen, bevor sie schließlich zu Tode geprügelt, vergast oder durch analen Stromschlag getötet werden. Einigen wird noch bei lebendigem Leib das Fell vom Körper gerissen.

Quick Facts Pelz
01
Der meiste Pelz kommt aus China.
02
Füchse werden per analem Stromschlag getötet
03
Auch Hunde und Katzen werden für Pelz getötet.
04
Pelz ist oft falsch etikettiert
05
So kann man echten Pelz von Kunstpelz unterscheiden
06
Kanada schlachtet immer noch Robben
07
Auch wilde Tiere werden für Pelz getötet
08
Immer wieder landen auch Haustiere in den Fallen für Wildtiere.
09
Frankreich tötet jährlich 70 Millionen Kaninchen für Pelz
10
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Fragen & Antworten zum Thema Pelz

Wie sieht eine Pelzfarm in Deutschland aus?

Die Tierschutz-Verordnung schreibt Pelzfarmern vor, Nerzen mindestens einen Quadratmeter Bodenfläche zuzugestehen. Doch an diese Verordnung halten sich 7 der 8 Pelzfarmer in Deutschland nicht. Die Nerze können sich in viel zu kleinen, verdreckten Käfigen kaum bewegen. Ihr Futter besteht aus minderwertigen Fleisch- und Fischresten, ihr Wasser ist verschmutzt und friert im Winter oft ein. Die Krankheitsgefahr ist groß. Verrückt vor Stress beißen sich die Tiere ins eigene Fell, bewegen sich apathisch hin und her und werden manchmal sogar zu Kannibalen.

Was ist mit Fellen von Füchsen, die wegen ihrer Überpopulation gejagt werden?

Füchse werden bei Treibjagden zu Tode gehetzt und qualvoll angeschossen, worauf die Familientiere langsam verbluten. Der Kauf von Fuchspelz unterstützt diese tierquälerischen Praktiken, obwohl es heutzutage tierleidfreie Kunstpelze gibt. Bei der Pelzjagd mit Fallen wird Füchsen das Genick gebrochen oder sie werden erdrosselt. Dabei ist die Jagd nicht erforderlich, denn in der Natur regulieren sich Tierbestände langfristig über Nahrungsangebot und Krankheiten selbst.

Ist Pelz nicht natürlich?

Die Ökobilanz von Echtpelz ist extrem schlecht. Im Vergleich zu Kunstpelz verursacht ein Nerzmantel mit 300 Kilogramm CO2 etwa die sechsfache Menge an klimaschädlichen Emissionen. Das liegt daran, dass die Aufzucht der Nerze mehrere Monate dauert, in denen die Tiere tonnenweise Fisch- und Fleischnahrung erhalten und entsprechend viel Gülle produzieren. Bevor Produkte aus Pelz oder mit Pelzbesatz im Laden hängen, werden die Felle in Chemikalien eingelegt, gebleicht, gefärbt oder getönt. Dabei werden Stoffe wie Schwefelsäure, Ammoniumchlorid, Formaldehyde, Bleiazetate und Natriumperborat verwendet, die nicht nur Fabrikarbeitern und Käufern schaden, sondern auch der Umwelt.