5 Tipps, wie ihr Tierquälerei im Urlaub erkennen könnt

In vielen Urlaubsländern locken Angebote mit Tieren – oft hängen diese Attraktionen aber mit Tierleid zusammen. Erfahrt hier mehr dazu!

15. Juli 2021

In vielen Urlaubsregionen werden touristische Attraktionen angeboten, die die Reise unvergesslich machen sollen. Oft werden Tiere eingesetzt, mit denen Anbieter möglichst viel Geld machen wollen – aus Profitgründen rückt das Wohl der Tiere dabei in den Hintergrund. Erfahrt hier, worauf ihr im Urlaub achten solltet, um keine tierquälerischen Angebote zu unterstützen.

1. But first let me … think about that selfie

Klar, ein Selfie mit exotischen Tieren wie Koalas, Schlangen oder Affen bringt garantiert viele Likes auf Instagram – aber bevor ihr den Selfiestick ausfahrt, solltet ihr erstmal nachdenken. Anders als wir Menschen posieren Tiger, Löwe und Co. nämlich nicht gerne für Fotos. Die Tiere werden oftmals nur für Fotoshootings in Gefangenschaft gehalten und teilweise sogar mit Medikamenten ruhiggestellt. Abgesehen von dem grundsätzlichen Verletzungsrisiko können Krankheiten zudem von Besucher:innen auf das Tier – oder vom Tier auf Menschen – übertragen werden. Zeigt ein Herz für Tiere und sammelt lieber mit schönen Landschaftsbildern Herzchen auf Instagram.

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2. Das Glück der Erde … liegt nicht auf dem Rücken einer Wildtier-Herde

Egal ob Elefanten in Asien, Kamele in Ägypten, Esel auf Santorini und in der Türkei oder Strauße in Afrika – reiten solltet ihr sie alle nicht. Elefantenbabys werden sehr früh von ihren Müttern getrennt und so gewaltsam „trainiert“, bis sie dem Menschen gehorchen. Den Elefanten wird dabei mit Stöcken, die mit spitzen Metallhaken besetzt sind, auf empfindliche Körperteile geschlagen.

3. Meidet Angebote, bei denen Tiere zu Auftritten gezwungen werden

Verwechselt Tiere nicht mit Animateure:innen und sucht euch Abenteuer, für die keine Tiere gefangen gehalten und zu unnatürlichem Verhalten gezwungen werden. Macht einen weiten Bogen um ZoosZirkusse, Tierparks und Tierfarmen, Delfinarien, Rodeos, Stierkämpfe, Hahnenkämpfe, Stierrennen, Pferdekutschen, Orang-Utan-Boxen und Tiertheater.

www.traslosmuros.com

4. Scheinbarer Tierschutz in Auffangstationen & Co. – so erkennt ihr seriöse Anbieter

Einrichtungen mit Namen wie „Animal Sanctuary“, „Koala-Krankenhaus“ oder „Elefanten-Waisenhaus“ klingen im ersten Moment nach einer tollen Sache. Leider werden diese Begriffe sehr oft missbraucht, um Besucher:innen anzulocken. Die Rettung von Tieren steht dabei weniger im Vordergrund. Die Tiere werden oft eingefangen oder gezüchtet, denn vor allem Jungtiere sind bei Tourist:innen sehr beliebt. Die Haltung ist meist mangelhaft. Seriöse Auffangstationen für verwaiste oder kranke Wildtiere können einen wichtigen Beitrag zum Tier- und Artenschutz leisten.

So erkennt ihr seriöse Auffangstationen:

  • Das Wohl der Tiere hat oberste Priorität: Es findet keine Zucht statt und die Tiere werden, sofern möglich, ausgewildert, sobald sie wieder fit sind.
  • Seriöse Einrichtungen bieten keine Tiervorführungen und keinen direkten Kontakt zum Tier an.
  • Die Gehege sind naturnah, groß und allein auf das Wohlbefinden der tierischen Gäste ausgerichtet.

5. Erst denken, dann kaufen: Viele Souvenirs sind mit Tierleid verbunden

Souvenirverkäufer:innen gehören zum Sommerurlaub wie Badehose und Sonnenbrand. Neben dem typischen Kitsch ist häufig auch mehr oder weniger verstecktes Tierleid im Angebot. Macht daher beim Mitbringsel-Shopping die Augen auf und achtet auf Schnitzereien aus Elfenbein, Horn, Knochen oder Zähnen, Produkte aus Schildkrötenpanzer, LederPelz, Schneckenhäusern, Muscheln, Korallen oder Seepferdchen und traditionelle asiatische Medizin, die tierische Bestandteile enthält. Auch beim Thema Kopi Luwak solltet ihr euch im Klaren sein, dass es sich bei der sogenannten Kaffeespezialität um Tierquälerei in Bohnenform handelt. Wenn ihr unbedingt etwas kaufen wollt, das in eurem Schrank verstaubt oder euren Eltern zeigen soll, dass ihr auch im Urlaub an sie denkt, dann entscheidet euch bitte für tierfreundliche Souvenirs.

So könnt ihr Tieren im Urlaub außerdem helfen

Auf Reisen wird man immer wieder mit Tierleid konfrontiert. Wenn ihr im Strandurlaub Tieren helfen möchtet, ist es wichtig, dass ihr bei Spaziergängen vorsichtig und aufmerksam seid, keine Muscheln sammelt und keine Tiere aus dem Wasser mitnehmt.

 

Unterhaltung

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Darum sind Touristen-Selfies mit Wildtieren Tierquälerei

Touristen-Selfies mit Wildtieren sind immer mit Tierquälerei verbunden. Erfahrt hier, warum ihr den Tiermissbrauch auf Reisen boykottieren solltet.

15. Juli 2021

Vor allem junge Leute halten es für eine tolle Idee, sich auf Reisen mit einem wilden Tier abzulichten. Was auf Instagram und Co. als „süß“ angesehen wird, ist in Wahrheit aber schlimmer Tiermissbrauch. Darum solltet ihr im Urlaub niemals Selfies mit Wildtieren schießen.

Warum sind Selfies mit Wildtieren Tierquälerei?

Egal, ob Selfies mit Pinguinen in Neuseeland oder ein Besuch in einem der berüchtigten Tigertempel in Thailand: Es gibt inzwischen leider Tausende Angebote, bei denen Tourist:innen gegen Bezahlung Selfies mit einem Wildtier machen können. Dass Faultieren beispielsweise Schleifen in die Haare gesteckt [1] und Delfine mit Fischen geködert werden, klingt auf den ersten Blick harmlos, für die Tiere aber ist das der pure Stress und hat nichts mit ihren natürlichen Verhaltensweisen zu tun.

Auch wird gerne vergessen, dass bei solchen Angeboten nicht nur einer, sondern ganze Menschenmassen pro Tag „abgefertigt“ werden. Die Tiere werden zu gefühllosen Requisiten herabgesetzt, die nur dem Profit dienen. Oft werden sie mit Gewalt und Medikamenten ruhiggestellt. Manche Tiere müssen über Stunden mit Seilen und an Ketten gefesselt an einer „Kulisse“ verharren. [1]

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Viele der Tiere, die für Selfies missbraucht werden, stammen – genau wie die Tiere im „Haustierhandel“ – aus dem illegalen Tierhandel und wurden aus ihrer natürlichen Umgebung gerissen. Der illegale Tierhandel ist massiv für das Artensterben verantwortlich.

Instagram warnt bei der Suche nach Hashtags

Wer auf Instagram nach Hashtags wie „#koalaselfie“ sucht, bekommt deswegen inzwischen auch eine Warnmeldung angezeigt. [2] Die Warnung soll darüber aufklären, dass Tierquälerei und der Verkauf von gefährdeten Tierarten (wie Koalas und Tigern) – oder ihrer Körperteile – auf der Plattform nicht erlaubt ist. Dazu erscheint der Hinweis, dass schon die Suche nach solchen Bildern zu Tiermissbrauch und der Zerstörung der Umwelt ermutigt. Auch Tinder warnt Flirtwillige vor den Tierqual-Selfies.

Wir von PETA ZWEI fragen uns trotzdem, warum solche Bilder nicht komplett verboten werden. Denn nur einen Klick später starren reihenweise verstörte Koalas auf Menschenarmen (also garantiert nicht der Ort, an den sie hingehören) in Richtung Kamera. Eine Warnung allein ist vielleicht ein erster Schritt, reicht aber bei weitem nicht aus. Die Plattformen müssen hier dringend härter durchgreifen. Der wirklich wichtige Schritt fängt aber bei uns an. Denn jede:r kann etwas gegen diese Art von Tiermissbrauch tun.

Das könnt ihr gegen Tiermissbrauch im Urlaub tun

Entscheidet euch im Urlaub immer für tierleidfreie Angebote. Indem ihr „Attraktionen“, bei denen Tiere missbraucht werden, boykottiert und nicht mit eurem Geld unterstützt, helft ihr den Tieren am besten. So erkennt ihr Tierquälerei auf Reisen.

[1] GEO: Wildtiere müssen für Selfies von Touristen herhalten, https://www.geo.de/natur/tierwelt/17668-vdo-brasilien-wildtiere-muessen-fuer-selfies-von-touristen-herhalten, (eingesehen am 30.06.2021)

[2] ze.tt (06.12.2017): Warum wir künftig zweimal überlegen sollten, bevor wir ein Wildtier-Selfie posten, https://ze.tt/warum-wir-kuenftig-zweimal-ueberlegen-sollten-bevor-wir-ein-wildtier-selfie-posten/, (eingesehen am 30.06.2021)