6 einfache Tipps zur nachhaltigen Essensverwertung

Jeder von uns weiß: Essen wegwerfen geht nicht klar. Aber der Kühlschrank ist manchmal gar nicht so einfach zu überblicken.

Wir haben 6 einfache Tipps für euch, die euch dabei helfen, Lebensmittelretter für euren eigenen Kühlschrank zu werden.

1. Übriges Gemüse zu Brühe verarbeiten

Jegliches Gemüse kann total easy zu einer Gemüsebrühe verarbeitet werden. Egal, ob Sellerie, Karotte, Lauch oder alles, was beim Schälen zusammenkommt: Nichts davon muss in die Biotonne wandern. Zwiebel- und Knoblauchschale sowie die Schale von Gemüse bringt ein leckeres Aroma in die Brühe. Sammelt einfach immer alles in der Gefriertruhe und legt mit der Gemüsebrühe los, wenn etwas aus dem Kühlschrank dringend weg muss.

2. Obstreste für Smoothies einfrieren

Mit Obstresten lassen sich Smoothies oder Smoothie Bowls richtig lecker aufpeppen.

Eine Ananas ist zu viel für euch? Die Bananen sind eigentlich schon verdammt reif, ihr könnt aber nicht so viel auf einmal essen? Ihr werdet euch freuen, wenn ihr rechtzeitig daran gedacht habt, sie einzufrieren und sie euch beim nächsten Smoothie-Bowl-Frühstück aus der Gefriertruhe holen könnt.

3. Chutney oder Kompott selber machen

Obst kann super in Kompott oder Chutney verwandelt werden und bildet auf deinem nächsten Milchreis oder Burger das perfekte Topping.

4. Gemüseblätter mitverwenden

Blätter von Kohlrabi, Blumenkohl, Brokkoli und Möhren wandern bei euch immer in den Biomüll? Das muss nicht sein. Sie lassen sich noch super in einem Salat oder einer Smoothie-Bowl verwenden oder eignen sich auch optimal als Zusatz in einer Nudelsuppe.

5. Altes Brot und Brötchen verwerten

Die allermeisten Brote und Brötchen eignen sich super, um Semmelknödel oder Semmelbrösel daraus zu machen. Beispielsweise für das nächste Sellerieschnitzel!

Es ist natürlich auch der perfekte Zeitpunkt, um mal einen Brotsalat oder einen Brot- und Gemüseauflauf auszuprobieren.

6. Du hast einen flauschigen Mitbewohner zuhause?

Super, auch er freut sich ganz bestimmt auf eine Portion extra für ihn gekochtes Gemüse.

Ernährung

Warum ihr euch bewusst machen solltet, was ihr esst.
Go Vegan!

Franzi aus dem Streetteam Bremen

Wir stellen euch unsere Streetteamer vor – diesmal Franzi, 23, die das Streetteam Bremen leitet.

Seit wann bist du dabei?

Als Teamerin war ich schon bei den ersten Aktionen unseres Streetteams dabei und übernahm ab Juli 2015 für ein Jahr selbst die Leitung. Danach musste ich wegen der Uni leider etwas kürzer treten und die Leitung wieder abgeben. Doch jetzt bin ich seit September 2017 wieder als Leitung dabei!

Warum hast du dich dafür entschieden, ins Streetteam einzusteigen?

Ein Jahr, nachdem ich angefangen hatte, mich vegan zu ernähren, wollte ich selbst etwas zur positiven Entwicklung der Gesellschaft beitragen. Auf Facebook fand ich dann viele vegane Kontakte und eine Zirkusaktion, an der ich teilnahm. Der Leiter dieser Aktion übernahm danach die Leitung des Streetteams in Bremen. Bei diesen Aktionen war ich dann natürlich auch dabei.

Gibt es ein bestimmtes Tierrechtsthema, das dir besonders am Herzen liegt?

Eigentlich gibt es kein Thema, das mir nicht am Herzen liegt. Präsent ist durch unsere letzte Aktion allerdings das Thema Speziesismus, also die Unterdrückung anderer Spezies, nur weil diese eben „anders“ sind. Dazu gehört zum Beispiel der Unterschied zwischen sogenannten „Haustieren“ und sogenannten „Nutztieren“. Die einen werden zuhause liebevoll gestreichelt, während die anderen gegessen werden. Aber auch der Unterschied zwischen menschlichen und nicht-menschlichen Tieren existiert nur in den Köpfen der Menschen. Wieso darf die Kuh ihr Kalb nicht behalten und säugen, der Mensch aber schon? Wieso darf der Mensch dann auch noch die Kuhmilch trinken, die dem Kalb verwehrt wurde? Wir sind alle Lebewesen mit Gefühlen und wollen alle geliebt werden. Dieses Thema umfasst also eigentlich schon den gesamten Tierrechtsgedanken. Wir wollen, dass alle Tiere Rechte haben.

Was machst du mit dem Streetteam am liebsten?

Ich finde Ampelaktionen ziemlich cool, da sie sehr viel Aufmerksamkeit erregen. Viele Leute, die die Straße überqueren, nehmen Flyer entgegen, und selbst Autofenster werden für einen Flyer manchmal heruntergefahren. In den Rotphasen kann man wartende Personen an der Ampel auf das Thema gut ansprechen. So entstehen manchmal tolle Gespräche, die noch über diese Rotphasen hinaus andauern. Natürlich meckern auch viele Leute, doch das machen die erfolgreichen Gespräche dann wieder wett.

Hast du einen Tipp für Leute, die selbst für Tierrechte aktiv werden wollen?

Einfach mal bei Facebook nach einem Streetteam in der näheren Umgebung schauen und dann bei einer Aktion vorbeikommen! Wer sich das noch nicht traut, kann erstmal zu einem Stammtisch gehen, um die lieben Aktiven und die Leitung kennenzulernen. Wer kein Streetteam in der Nähe hat, kann auch selbst eines gründen oder nach Aktionen anderer Gruppen Ausschau halten, z. B. über die örtlichen veganen Gruppen.

Ihr habt auch Lust, euch gemeinsam mit anderen Leuten vor Ort für Tierrechte einzusetzen? Kommt in unser Streetteam!