Tofu von den Tofu Tussis

Die Tofu Tussis aus Berlin basteln so ziemlich jede Tofusorte, die man sich wünschen kann. Und vegane Molke können sie auch.

Nichts gegen den guten alten Naturtofu, der sich so bereitwillig in alle möglichen Formen und Geschmäcker drehen lässt, aber ein bisschen mehr Individualität darf so ein Block Sojaquark ruhig auch mal mitbringen. Schließlich lässt sich von Sneakern bis zum Müsli so ziemlich alles personalisieren, da sollte das veganste aller Lebensmittel nicht hintenanstehen.

Die Tofu Tussis haben ihre wilden Kreationen zuerst nur für sich selbst und ihre Freunde gebaut. Weil das aber so gut ankam, haben Franzi und Elena inzwischen auch einen Online-Shop, in dem sich jeder aus einer langen Liste an Gewürzen, Nüssen, Kräutern und sonstigen Goodies den ganz eigenen Lieblingstofu zusammenbauen kann. Den stellen die beiden dann frisch in ihrer Berliner Tofurei her, je nach Wunsch als schnittfesten Nigari-Tofu oder weichen Kombucha-Tofu. Bei der Gerinnung mit Kombucha entsteht ganz nebenbei säuerlich-frische Sojamolke, die es pur oder mit Fruchtgeschmack gibt und die auch den letzten Zweiflern zeigt, dass Tofu nicht bei weiß und eckig aufhört.

Und wenn ihr dann noch Tipps zur richtigen Zubereitung braucht, haben wir die natürlich auch.

Go Vegan!

Ernährung

Warum du dir bewusst machen solltest, was du isst.

Die Werbetricks der Milchindustrie

Kuhmilch ist nur deshalb ein Grundnahrungsmittel, weil die Industrie das so will. Auf diese Marketingtricks fallen immer noch viel zu viele Leute herein.

Der Trick mit der Natürlichkeit

Dass Menschen Milch trinken, ist ganz natürlich – solange sie Babys sind und es um menschliche Muttermilch geht. Dass der Mensch als einzige Spezies auch nach dem Säuglingsalter noch Milch zu sich nimmt, ohne das groß zu hinterfragen, hat mit jahrelanger Werbung zu tun. Wir haben uns so an die Packung Kuhmilch im Kühlschrank gewöhnt, dass wir kaum je darüber nachdenken, wie sie dorthin gekommen ist. Und dass es wenig mit Natürlichkeit zu tun hat, massenhaft Tiere einzusperren, um ihnen die Drüsen leerzupumpen und das, was rauskommt, dann zu trinken. Milch ist Tiernahrung, auch wenn die Industrie uns das gerne vergessen lässt.

Der Trick mit der Schulmilch

Wie bindet man Menschen möglichst langfristig an ein Produkt? Klar, indem man sie schon als Kind daran gewöhnt. Deshalb sind große Milchproduzenten auch so scharf darauf, Schulen zu reduzierten Preisen mit Kuhmilch zu beliefern und das als Beitrag zur allgemeinen Gesundheit zu feiern. Wir lernen so schon früh: Milch muss was ganz schön Gutes sein, wenn sogar die Schulen sie im großen Stil fördern. Aber so sinnvoll es auch sein mag, Kinder in nahrungsarmen Zeiten und Regionen mit Lebensmitteln zu versorgen: Obst, Gemüse und Vollkornprodukte wären dafür um Einiges besser geeignet als die Vanillemilch aus dem Tetrapak – nur dass hinter denen keine so große Lobby steckt.

Der Trick mit der eigenen Nahrungsgruppe

In der traditionellen Ernährungspyramide haben Kuhmilch und Kuhmilchprodukte ihr eigenes Feld. Das ist ungefähr so willkürlich, als würde man Sesam und Sesamprodukte zur eigenen Nahrungsgruppe erklären, weil sie eine so tolle Eiweißquelle sind und dazu so vielfältige Dinge wie Tahin, Hummus, Sesammilch und Sesambrötchen gehören. Sesam ist gesund, aber wir würden nie darauf kommen, dass wir ihn als Grundnahrungsmittel brauchen. Die Milchindustrie hat genau das aber für Milchprodukte geschafft, auch wenn es dafür keine guten Gründe gibt.

So sieht es übrigens wirklich in der Milchindustrie aus:

Der Trick mit dem Kalzium

Wer an starke Knochen denkt, denkt an Kalzium. Und wer an Kalzium denkt, denkt an Milch. Das hat uns die Milchindustrie so beigebracht, auch wenn es tolle vegane Kalziumquellen wie Brokkoli, Tofu oder Feigen gibt und Studien immer wieder zeigen, dass die Osteoporose-Raten in Ländern mit hohem Milchkonsum am höchsten ist. Kuhmilch ist keine besonders gute Kalziumquelle für Menschen, und sie wird sogar mit negativen gesundheitlichen Effekten wie verstärkter Akne und einem erhöhten Risiko für Prostatakrebs in Verbindung gebracht.

Der Trick mit dem Verband

Und warum glauben wir der Milchindustrie das alles einfach so? Weil wir sie nicht als Geschäftemacher mit eigenen Interessen wahrnehmen. Wenn uns einzelne Firmen wie Danone, Bärenmarke oder Dr. Oetker so viele positive Behauptungen über ihre Produkte andrehen wollen würden, wären wir skeptisch, schließlich wissen wir, dass diese Firmen ihr Geld damit verdienen. Deshalb haben sich diese Firmen – und noch viele mehr – zum Milchindustrie-Verband zusammengeschlossen. Und wenn der mit seinen Marketingtricks an die Schulen, ins Fernsehen und in Ernährungsprogramme geht, wirkt das nicht mehr wie Werbung einer einzelnen Marke, sondern eher wie ein fürsorgliches Programm, mit dem Wissenschaftler und Experten uns nur Gutes wollen. Dass dahinter eine riesige Lobby von Konzernen steht, merken wir nicht.