Tom aus dem Streetteam Berlin

Wir stellen euch unsere Streetteamer vor. Diesmal mit Tom, 24, der das Berliner Streetteam leitet.

Seit wann bist du dabei?

Seit September 2015.

Warum hast du dich entschieden, ins Streetteam einzusteigen?

Als ich mich entschied, beim Berliner Streetteam einzusteigen, hatte ich mich schon eine ganze Weile vegan ernährt und mit dem Thema Tierrechte auseinandergesetzt. Ich kam zu dem Entschluss, dass man mehr tun sollte als nur den Konsum und die Ernährung umzustellen. Folglich wollte ich mich auch aktiv für Tierrechte einsetzen und andere über das Thema öffentlich aufklären.

Gibt es ein bestimmtes Tierrechtsthema, das dir besonders am Herzen liegt?

Durch mein Grundschulpädagogik-Studium liegt mir besonders das Thema Schule und Tierrechte am Herzen. Es ist in meinen Augen einfach traurig, dass immer noch fast überall ein unreflektiertes Bild über Tiere und unser Handeln ihnen gegenüber unterrichtet wird.  Dadurch interessieren mich vor allem Themen, die auch oft die Welt der Kinder betreffen: Zirkus, Zoo, Ernährung.

Was machst du mit dem Streetteam am liebsten?

Eigentlich kann ich nicht sagen, dass ich eine Art "Lieblings-Demo-Thema" hätte, weil ich jedes Thema unterstützenswert finde. Am liebsten sind mir jedoch unsere Informationsstände, die man zum Beispiel beim Veganen Sommerfest oder dem Green Market in Berlin findet. Ich finde es unglaublich toll, wenn andere sich bei uns informieren und natürlich im Idealfall mitmachen wollen.

Hast du einen Tipp für Leute, die selbst für Tierrechte aktiv werden wollen?

Einfach machen! Es ist heutzutage unglaublich einfach, tierische Produkte zu vermeiden und seine Meinung kundzutun. Es gibt deutschlandweit viele Demonstrationen und Tierrechtsgruppen, die jede Unterstützung brauchen können, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Zudem muss ich sagen, dass ich im Berliner Streetteam viele der tollsten Menschen kennengelernt habe, die ich bis jetzt treffen durfte. Deshalb finde ich, dass man keine Angst haben und einfach mal an einer Demonstration oder einem Treffen teilnehmen sollte.

Ihr habt auch Lust, euch gemeinsam mit anderen Leuten vor Ort für Tierrechte einzusetzen? Kommt in unser Streetteam!

Ernährung

Warum ihr euch bewusst machen solltet, was ihr esst.
Go Vegan!

Ketamin in Hühnchen gefunden

Womit Menschen nächtelang durchfeiern ist ihre Sache. In Hühnern haben Clubdrogen nichts zu suchen.

Dass Fleisch gerne mal vollgepumpt mit Antibiotika auf dem Teller landet, ist längst Standard. Wie eine Untersuchung des US Department of Agriculture (USDA) ergab, können in toten Tieren aber auch Partydrogen stecken. Und das nicht unbedingt, weil sich die Hühner vor dem Schlachthof noch in der Panorama Bar eingenistet hätten.

Zwischen November 2015 und November 2016 untersuchte der Food Safety and Inspection Service des USDA den drittgrößten Geflügelproduzenten der USA, Sanderson Farms, und fand dabei 49 Fälle, in denen die Vögel mit illegalen Rückständen von Antibiotika, Opioiden und Narkotika belastet waren. Dazu kommen 82 Fälle von anderen Rückständen wie Pestiziden, nicht näher zu erkennenden Substanzen – und Ketamin. Das ist nicht nur als Partydroge bekannt, sondern wird auch in der Anästhesie eingesetzt. Deshalb wird vermutet, dass die Hühner damit vor dem Schlachten ruhiggestellt werden sollten.

Tieren sollten genau wie Menschen nicht einfach so Medikamente verabreicht werden – vor allem nicht Hühnern, die wie die von Sanderson Farms als „100 Prozent natürliches“ Fleisch verkauft werden. Antibiotikarückstände in Fleisch haben inzwischen dafür gesorgt, dass viele Keime antibiotikaresistent geworden sind, was nicht nur den Tieren, sondern auch den Menschen schadet.

Und wie war das jetzt mit den Menschen und dem Feiern? Hier kommen noch mal unsere Infos dazu, welche Drogen vegan sind.