Tote Tiere an Klamotten – so entdeckt ihr, was Hersteller gerne verstecken

Wer Kleidung aus Pflanzenfasern oder Synthetik kauft, müsste eigentlich sichergehen können, dass sich daran keine Tierbestandteile befinden.

Leider gilt das aber nicht immer. Mit unseren Tipps stellt ihr sicher, dass eure Klamotten frei von toten Tieren sind.

Der kurze Blick aufs Label ist längst selbstverständlich geworden. Pflanzliche oder synthetische Fasern wie Baumwolle, Viskose, Polyester, Elasthan: alles super. Materialien wie Seide, Wolle, Pelz, für die Tiere leiden und sterben: lieber nicht.

Leider reicht der schnelle Check nicht immer, um sicherzugehen, dass ein Kleidungsstück wirklich frei von totem Tier ist. Das Etikett zeichnet nämlich nur aus, aus welchem Stoff die Klamotten zusammengenäht sind. Knöpfe, Patches und Deko fallen nicht darunter. Selbst wenn ein Label also 100 Prozent vegane Materialien ausweist, können Hersteller immer noch billige Tierprodukte am Kleidungsstück verstecken.

Achtet also auf:

Patches

Vor allem Backpatches an Jeans sind oft aus Leder.

Knöpfe

Was wie Horn, Knochen oder Perlmutt aussieht, kann aus Kunststoff oder aus totem Tier sein.

Accessoires

Angenähte Federn, Muschelketten, Perlendeko: Auch was wie billiges Plastik wirkt, ist in Wahrheit oft billiger Abfall aus der Tierindustrie.

Vor allem in diesen Fällen gilt also: hinter dem eingenähten Etikett oder zwischen den Preisschildern nach dem Zusatzlabel suchen, das diese Materialien ausweist.

Diese Labels sind oft ziemlich versteckt und umständlich formuliert. Ein Satz wie „Enthält nicht-textile Bestandteile tierischen Ursprungs, Detail/Details aus Leder, Perlen, Muscheln, Knochen oder Federn“ heißt aber nichts anderes als: Hier steckt totes Tier drin.

Ganz sicher vegane Alternativen gibt es im Einkaufsguide.

Go Vegan!

Bekleidung

Weil niemand eine zweite Haut braucht.

Wie man als Veganer nicht zu öko aussieht

Endlose Liebe an unsere Freunde mit den Hanfschuhen und verknoteten Haaren, aber manchmal will man auch vegan etwas weniger hippiemäßig rumlaufen. So geht das.

Foto: Jordan Sanchez

Klamotten

Die Zeiten, in denen vegane Kleidung bedeutete, sich in Kartoffelsäcke zu wickeln, sind vorbei, weil es sie sowieso nie gab. Wer auf nachhaltige Mode Wert legt, findet vor allem online eine riesige Auswahl an Klamotten zwischen Streetwear und futuristischen Wallegewändern. Die gute Nachricht, falls das immer noch zu nischig ist: Auch in „normalen“ Klamottenläden wie Zara, &Other Stories, ASOS oder Topshop gibt es massig Veganes. Solange man keine Seidenblusen kauft, bei Pullis und sonstigen Strickwaren auf Wolle achtet, Jeans auf Lederpatches checkt und zur Sicherheit noch schnell guckt, ob in Knöpfen oder sonstigem Besatz keine Tiere stecken, ist das meiste safe.

Schuhe

Hier wird es schon schwieriger, aber null unmöglich. Wer an Marken hängt, kann sich vegane Docs, Chucks, Vans und alle möglichen veganen Sneaker von Adidas, Nike und so weiter kaufen. Schickere Schuhe aus innovativen Materialien mit Nachhaltigkeitsanspruch gibt es von veganen Labels wie Wills oder Good Guys. Und in günstigen Läden wie H&M oder Deichmann findet man massig hochaktuelle Modelle aus Kunststoff

Polyvore

Accessoires

Ähnliches Lederthema, ähnliche Lösung: Wer seine Sachen lieber nicht in ausgehöhlten Tieren mit sich herumträgt, kann entweder auf schöne Designerteile wie die von Matt & Nat zurückgreifen oder sich in fast allen günstigeren Läden aus einem großen Angebot an Kunststofftaschen bedienen.

Make-up

Einen „normalen“ Look bekommt man auch locker mit Naturkosmetik hin, die oft mindestens so haltbar und gut pigmentiert ist wie konventionelle, und außerdem häufig als vegan ausgezeichnet. Wer es besonders ausgefallen, bunt oder dramatisch mag, findet bei Marken wie Lime Crime oder OCC außergewöhnliche vegane Lippenstifte, bei Kat von D die schwärzesten veganen Eyeliner ever und bei Urban Decay die tollsten Concealer.

Haare

Pflege geht eh klar, aber auch Stylingprodukte gibt es von hochwertigen Marken wie Paul Mitchell und Aveda, ohne dass dafür Tiere verätzt werden. Wer nicht so auf schrille Manic-Panic-Farben oder Hennarot steht, bekommt damit außerdem ein ziemlich gutes Spektrum an Haarfarben hin.

Ihr braucht noch das perfekte Requisit für euren Stil? Wie wäre es mit Kaffee auf die Hand?