Uggs sind nie okay

Es gibt einfach keine Rechtfertigung, Uggs zu tragen. Für jedes einzelne Paar werden Schafe für ihre Haut und Haare gequält und getötet.

Ob die unförmigen Fellstiefel jetzt das Bequemste überhaupt sind oder schlicht hässlich, steht hier mal nicht zur Diskussion. Denn völlig unabhängig davon, wie man Uggs stilmäßig so findet, gehen sie einfach nicht klar.

Uggs werden aus der Haut und dem Fell von Schafen gemacht, die dafür vor allem in Australien, USA oder Spanien gezüchtet werden. In den riesigen Herden dort gehen die Bedürfnisse der einzelnen Tiere fast komplett unter, sodass allein in Australien jedes Frühjahr zehn Millionen Lämmer sterben, bevor sie überhaupt das erste Mal geschoren werden. Die überlebenden Lämmer werden bei Schwanzkürzungen oder Kastrationen verstümmelt, ohne dass ihnen dabei Schmerzmittel verabreicht werden. Hinzu kommen international erschreckende Fehlbetäubungsraten oder keine Betäubungen von Lämmern und Schafen bei der Schlachtung auf Farmen oder in Schlachthöfen, wie PETA und andere Tierrechtsorganisationen von Chile bis Spanien aufgedeckt haben. Lämmern wird Strom durch den Kopf gejagt, Arbeiter hängen sie an einen Haken und schneiden ihnen die Kehle durch, sodass sie zappelnd verbluten. Ein Tier, dessen Fell man trägt, hat das genauso wenig überlebt wie eins, aus dem Leder gemacht wurde.

Foto: Animal Equality

Wer Produkte aus Schaffell kauft, sorgt dafür, dass weiter Schafe getötet werden, so einfach ist das. Und auch wenn Uggs relativ teuer sind, fließt das Geld hauptsächlich in die Taschen des Herstellers und Händler. Es gibt wirklich keine Entschuldigung dafür, die Füße weiter in tote Schafe zu stecken.

Ihr wollt trotzdem nicht barfuß herumlaufen? Kein Problem. Inzwischen gibt es zig tierfreie Ugg-Kopien bei günstigen Klamottenketten und veganen Schuhmarken. Oder ihr bleibt einfach bei veganen Heels, veganen Loafern, veganen Sneakern

Bekleidung

Weil niemand eine zweite Haut braucht.
Go Vegan!

10 vegane Jacken und Mäntel für den Herbst

Leichte Jacken sind nicht immer so leicht zu finden, vor allem, wenn sie tierfrei und schön sein sollen. Hier sind die besten veganen Modelle für den Übergang.

Foto: Artur Rutkowski

Melierter Blouson von Börtshört

Wie symbolisch! Von vorn gibt sich die Bomberjacke aus weichem Bio-Baumwolljersey schlicht rot-meliert, um auf der Rückseite mit eingesetztem Blümchenstoff doch noch ein wenig dem Sommer nachzutrauern. Wie alles bei Börtshört ist die Jacke komplett tierfrei.

Bestickte Jacke von Zara

Und noch ein Update zur Bomberjacke: bestickte Bomberjacken. Tiermotive haben halt doch einfach mehr Stil als zerrupfte Tiere. Gibt es übrigens nicht nur in der Billo-Version aus Polyester, sondern auch wie hier aus weicher Viskose.

Gefütterte Jeansjacke von Poler

Irgendwann kommt immer der Moment, in dem man die Jeansjacke für den Winter einmotten muss, weil sie einem einfach nicht mehr genug bieten kann. Die gefütterte Version von Poler zögert ihn wenigstens ein Weilchen hinaus.

Egg-Shape-Mantel von Jan’n’June

Tagsüber kommt man vielleicht noch mit einem dünnen Überwurf davon, aber abends ist so ein richtiger Mantel doch gemütlicher. Am Baumwollmodell von Jan’n’June ist nur die Eierform tierisch; für das kuschelige Material wurden garantiert keine Schafe kaputtgemacht.

Gefütterter Parka von H&M

Überraschung: Parkas gehen auch ganz ohne Fellbesatz an der Kapuze. Der von H&M hält dank hohem Reißverschluss, Windschutzleiste und gestepptem Innenfutter ganz ohne Tierhaare warm.

Windbreaker von Adidas Neo

Wenn es eher um Nieselregen als um Kälte geht, können Windbreaker alles. Am liebsten natürlich in schönen Farbverläufen und mit drei Streifen pro Arm.

Rosa Trenchcoat von Asos

Wenn schon Trenchcoat, dann nicht in camel, marineblau oder schwarz, sondern im nicesten Babyrosa gegen trübe Herbstmomente. Der dünne Asos-Mantel lässt sich nicht nur praktischerweise bis ganz oben zuknöpfen, sondern hat auch schön große Taschen, in die sämtliche Lebensutensilien passen.

Kapuzenjacke von Ben Sherman

Ein absoluter Klassiker, den man beispielsweise jetzt kaufen, die nächsten 50 Jahre tragen und irgendwann einem Lieblingsnachfahren vermachen kann. Die Jacke ist warm und einigermaßen wetterfest, aber dank Baumwollstoff nicht so undurchlässig, dass man sich darin wegschwitzt.

Bombermantel von Bershka

Immer noch die beste Idee der Welt: Pilotenjacken langziehen, damit sie zum Mantel werden. Hält nicht nur die Nieren warm, sondern – wenn man einen ohne Daunenfüllung nimmt – auch die Vögel, denen man ihre Federn lässt.

Wende-Plüschjacke von Ecote

Aus Teddys statt Lämmern gemacht und unfassbar weich. Wer mutig ist oder nie rote Sachen isst, trägt die Wendejacke mit der weißen Seite nach außen; für Goth-Kids gibt es auch die schwarze Seite.

Ihr verlasst bei unter 20 Grad sowieso nicht das Haus? Dann kommen hier unsere besten Netflix-Empfehlungen.