Warum Fleischessen die Umwelt zerstört

Die Fleischindustrie schadet nicht nur Tieren und Menschen. Sie ist auch verantwortlich für den Klimawandel, Ressourcenverschwendung und Umweltverschmutzung.

Klimawandel

Die Tierwirtschaft erzeugt die drei klimarelevantesten Treibhausgase Kohlenstoffdioxid, Methan und Stickoxid in extrem großen Mengen. Das passiert einerseits direkt durch die Ausscheidungen der Milliarden Hühner, Puten, Schweine und Kühe in der Intensivtierhaltung und andererseits indirekt durch die Produktionsprozesse und die Abholzung der Wälder für Weideflächen und die Anpflanzung der Futtermittel.

Umweltverschmutzung

Jedes Jahr produziert die Intensivtierhaltung massenhaft Schadstoffe. Dazu gehört der Feinstaub aus den Ställen genauso wie die enormen Mengen an tierischen Ausscheidungen, die – anders als menschliche – ungeklärt in die Gewässer gelangen. Allein die Schweine in Deutschland erzeugen doppelt so viele Abwässer wie die menschliche Bevölkerung.

Landverschwendung

Tiere zum Essen aufzuziehen, ist viel weniger effizient als Gemüse, Getreide oder Hülsenfrüchte anzubauen. Um einen Veganer zu ernähren, braucht man ein Zwanzigstel der Fläche, die man für einen Fleischesser braucht.

Wasserverschwendung

Etwa 70 Prozent der erschlossenen Wasserressourcen fließen in die Landwirtschaft. Dabei schluckt die Fleischindustrie ganz besonders viel. In einem Kilo Fleisch stecken rund 15.500 Liter Wasser. Damit könnte man ein Jahr lang täglich duschen.

Energieverschwendung

Die Intensivtierhaltung braucht Strom, um ihre Maschinerie am Laufen zu halten, Tiere an Fließbändern zu verarbeiten und ihre Überreste zu kühlen und zu transportieren. Mit der Energie von einem Kilo Rindfleisch könnte man eine 100-Watt-Glühbirne 20 Tage lang brennen lassen.

Rodung

Allein in Südamerika hat die Fleischindustrie in den letzten 40 Jahren 40 Prozent des Regenwaldes für Weideflächen oder die Produktion von Futtermitteln gerodet. Damit schadet sie nicht nur dem Weltklima, sondern rottet auch viele Tier- und Pflanzenarten aus.

Tiere

Letztlich besteht die Natur nicht nur aus Pflanzen, sondern auch aus Tieren. Wer sich um die Umwelt sorgt, kann also die Lebewesen darin nicht außen vor lassen. Jährlich tötet die Fleischindustrie allein in Deutschland mehr als zwei Milliarden Tiere. Umweltfreundlich ist das nicht.

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Warum Pflanzenprotein viel mehr kann als Whey

Wer regelmäßig Sport macht, steht irgendwann vor der Entscheidung: Proteinpulver nehmen, und wenn ja, welche? Warum es keine gute Idee ist, Molke zu schlucken.

Foto: Cristian Baron

Die meisten Menschen brauchen kein zusätzliches Eiweiß

Das mal als allererstes: Wer nicht zu den Überpumpern gehört, kommt meist sehr gut damit klar, sich ausgewogen zu ernähren und Eiweiß aus Hülsenfrüchten, Nüssen oder Brokkoli aufzunehmen. Zu viel künstlich zugesetztes Protein macht weder dünn noch muskulös und kann sogar auf die Nieren gehen, also immer schön langsam.

Milch fördert Akne

Newsflash: Whey ist das englische Wort für Molke und die entsteht aus Milch. Immer wieder zeigen Studien, dass Milchkonsum und Akne zusammenhängen. Das liegt vermutlich an Hormonen oder bioaktiven Molekülen in der Milch, die schließlich dazu da ist, Kälber zu ausgewachsenen Kühen zu päppeln, und für Menschen artfremd ist. Wer vor allem in jungen Jahren die konzentrierte Version davon schluckt, setzt sich einem noch höheren Risiko für Akne aus.

Die meisten Whey-Pulver enthalten fiese Zusatzstoffe

Dazu gehören nicht nur fragwürdige Süßstoffe, sondern auch Zusätze, die ein Verklumpern verhindern oder den Geschmack verbessern sollen. Ganz abgesehen davon, dass viele Menschen auf Molke schon aufgrund der enthaltenen Laktose allergisch reagieren, wird zum Beispiel Aspartam mit Kopfschmerzen, Körperfettzunahme und sogar Krebs in Verbindung gebracht.

Für Molke werden Kälber getötet

Aus unserer Sicht natürlich der wichtigste Grund: Kuhmilch ist für Babykühe da. Wenn man die Milch ihrer Mütter für den Menschen abpumpt, bleibt für die Kinder nur billige Ersatznahrung und der schnelle Weg ins Schlachthaus, um als Kalbfleisch zu enden. Das unterstützt jeder, der Vollmilch, Milchbestandteile wie eben Molke oder verarbeitete Produkte wie Käse, Joghurt oder Milchschokolade kauft.

Es gibt reichlich Alternativen

Wie bei so vielen Produkten gilt auch beim Molkepulver: es gibt pflanzliche Alternativen, die nicht nur tierfreundlicher sind, sondern oft auch viel gesünder. Vegane Proteinpulver enthalten beispielsweise Eiweiß aus Hanf, Kürbis, Erbsen oder Sonnenblumenkernen, sind oft bio und meist natürlich gesüßt. Und auch wenn das ein bisschen hippiemäßig klingt, stecken dahinter jede Menge Studien, die zeigen, dass Muskelaufbau auch pflanzlich geht.


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