Vegan am Flughafen

Längerer Zwischenstopp und keine Snacks dabei? So findet ihr am Flughafen veganes Essen.

Vielleicht habt ihr zwischen zwei Flügen ein paar Stunden Aufenthalt, oder ihr gehört einfach zu den Leuten, die gerne schon vier Stunden vor Abflug am Flughafen auftauchen – in jedem Fall habt ihr Hunger. Und falls ihr nicht zu den Menschen gehört, die immer eine Tupperdose voller Möhrensticks und zwei selbstgeschmierte Hummus-Sandwiches dabeihaben, seid ihr jetzt auf das Angebot am Flughafen angewiesen. Zum Glück ist es gar nicht so schwierig, etwas Veganes zu finden.

Denn ein großer Teil der Gastronomie an Flughäfen besteht meist aus Ketten, die ihr mithilfe unserer Fast-Food-Liste auf ihr veganes Angebot checken könnt. An Flughäfen im Ausland empfiehlt es sich, jeweils noch mal extra im Internet nachzugucken, weil es meist etwas andere Fast-Food-Ketten gibt oder das Angebot auch bei denselben Ketten wie hier etwas abweicht (und zum Beispiel Pommes nicht wie hier in Pflanzenöl, sondern in Rinderfett frittiert werden). Je nach Land hilft eine schnelle Online-Suche meist weiter. Wo genau am Flughafen die jeweiligen Ketten dann sind, findet ihr entweder über die Lagepläne vor Ort oder auch online heraus. Wichtig hierbei: Auch wenn die ganz großen Ketten oft mehrfach an einem Flughafen vertreten sind, kann es sein, dass es einen bestimmten Laden nicht in dem Terminal gibt, von dem aus ihr abfliegt, oder dass der Laden noch vor der Sicherheitskontrolle platziert ist und ihr danach nicht mehr drankommt. Achtet also bei eurer Planung darauf.

Aber auch abseits der Ketten lässt sich Veganes am Flughafen finden. Es gilt dasselbe wie bei jedem Restaurantbesuch: Fragt freundlich nach, macht selbst konkrete Vorschläge oder lasst euch von den Mitarbeitern etwas empfehlen. Vielleicht findet ihr am Zeitschriftenstand einen veganen Müsliriegel, dürft beim Bäcker einen Blick in die Zutatenlisten werfen und so veganen Apfelstrudel entdecken oder erfahrt auf Nachfrage, dass der Kartoffelsalat im Flughafen-Brauhaus vegan ist. Und selbst wenn das No-Name-Café noch keine Sojamilch für euch parat habt und ihr euren Kaffee dieses Mal schwarz trinken müsst: Nachfrage hilft immer, das Angebot in Zukunft zu verbessern.

Und so geht es dann in der Luft weiter: Vegan im Flugzeug.

Ernährung

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Vegan im Flugzeug

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Foto: Sofia Sforza

Vegane Bordmahlzeiten bestellen

Wer bis zum Abflug wartet, kann sich an Bord meist nur noch zwischen Huhn und Rind im Mikrowellenschälchen entscheiden. Mit genügend Vorlauf bieten die meisten Fluggesellschaften aber auch alle möglichen Sondermahlzeiten an, um religiöse, ethische oder gesundheitliche Anforderungen zu erfüllen. Am besten also schon bei der Buchung längerer Flüge veganes Essen (Code: VGML) bestellen und zur Sicherheit beim Check-in noch mal nachhaken. Aufgewärmtes Flugzeugessen ist das natürlich trotzdem, und zu viele Airlines halten Reis mit zwei Pilzen und einer Tomate daneben noch für eine vollständige Mahlzeit, aber erstens hat man manchmal auch Glück und bekommt asiatische Gemüsepfannen oder Hummus-Sandwiches mit Sojakakao, und zweitens werden Sondermahlzeiten in der Regel immerhin vor allen anderen serviert.

Snacks einpacken

Mit sehr viel Glück gibt es direkt nach dem Abflug salzige Erdnüsse in winzigen Tüten oder sogar Manner-Waffeln; mit Pech verteilen die Flugbegleiter stattdessen Milchschokoladen-Riegel oder Käsebrötchen. So oder so: Snacks an Bord sind immer zu wenig, selten super und auf Billigflügen umso teurer. Es lohnt sich also grundsätzlich, selbst ein bisschen Lieblingsessen ins Handgepäck zu packen. Dabei sind Flüssigkeiten in größeren Mengen natürlich verboten, und je nach Zielland muss man vieles auch aufgegessen haben, bevor es dort durch den Zoll geht. Aber Klassiker wie Studentenfutter, Äpfel, Möhren, Müsliriegel, Kekse, Sandwiches und Seitanwürstchen haben sich für kurze und lange Flüge bewährt.

Flughäfen checken

An vielen Flughäfen beschränkt sich das kulinarische Angebot auf die üblichen Fast-Food-Ketten. Langweilig und nicht besonders veganfreundlich, aber immerhin hilfreich, wenn man dank entsprechender Listen schon weiß, bei welcher Kaffee-Kette es Sojamilch gibt und wer zumindest ein veganes Sandwich dazu verkauft. Vor allem bei längeren Aufenthalten an Flughäfen in anderen Ländern lohnt es sich deshalb auch, das entsprechende Angebot vorher online zu checken, um nicht nur herauszufinden, was lokale Ketten anzubieten haben, sondern auch, welche davon in welchem Terminal zu finden sind. Informationen dazu spuckt meist eine einfache Online-Suche aus.

Einkaufsguide fragen

Selbst Flughäfen, in denen es keine veganen Saftbars oder vegane Burger gibt, haben meist zumindest kleine Zeitschriftenläden mit Getränken und Snacks, in denen man sich im schlimmsten Fall mit Oreos, Clif Bars oder veganen Chips eindecken kann. Unser Einkaufsguide kennt (fast) alle zufällig veganen Produkte.


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