Vegan im Flugzeug

Leicht machen Flughäfen und Airlines es veganen Passagieren noch nicht. Bis sich das ändert, haben wir gute Tricks für Flugreisen mit Essen ohne Tiere drin.

Foto: Sofia Sforza

Vegane Bordmahlzeiten bestellen

Wer bis zum Abflug wartet, kann sich an Bord meist nur noch zwischen Huhn und Rind im Mikrowellenschälchen entscheiden. Mit genügend Vorlauf bieten die meisten Fluggesellschaften aber auch alle möglichen Sondermahlzeiten an, um religiöse, ethische oder gesundheitliche Anforderungen zu erfüllen. Am besten also schon bei der Buchung längerer Flüge veganes Essen (Code: VGML) bestellen und zur Sicherheit beim Check-in noch mal nachhaken. Aufgewärmtes Flugzeugessen ist das natürlich trotzdem, und zu viele Airlines halten Reis mit zwei Pilzen und einer Tomate daneben noch für eine vollständige Mahlzeit, aber erstens hat man manchmal auch Glück und bekommt asiatische Gemüsepfannen oder Hummus-Sandwiches mit Sojakakao, und zweitens werden Sondermahlzeiten in der Regel immerhin vor allen anderen serviert.

Snacks einpacken

Mit sehr viel Glück gibt es direkt nach dem Abflug salzige Erdnüsse in winzigen Tüten oder sogar Manner-Waffeln; mit Pech verteilen die Flugbegleiter stattdessen Milchschokoladen-Riegel oder Käsebrötchen. So oder so: Snacks an Bord sind immer zu wenig, selten super und auf Billigflügen umso teurer. Es lohnt sich also grundsätzlich, selbst ein bisschen Lieblingsessen ins Handgepäck zu packen. Dabei sind Flüssigkeiten in größeren Mengen natürlich verboten, und je nach Zielland muss man vieles auch aufgegessen haben, bevor es dort durch den Zoll geht. Aber Klassiker wie Studentenfutter, Äpfel, Möhren, Müsliriegel, Kekse, Sandwiches und Seitanwürstchen haben sich für kurze und lange Flüge bewährt.

Flughäfen checken

An vielen Flughäfen beschränkt sich das kulinarische Angebot auf die üblichen Fast-Food-Ketten. Langweilig und nicht besonders veganfreundlich, aber immerhin hilfreich, wenn man dank entsprechender Listen schon weiß, bei welcher Kaffee-Kette es Sojamilch gibt und wer zumindest ein veganes Sandwich dazu verkauft. Vor allem bei längeren Aufenthalten an Flughäfen in anderen Ländern lohnt es sich deshalb auch, das entsprechende Angebot vorher online zu checken, um nicht nur herauszufinden, was lokale Ketten anzubieten haben, sondern auch, welche davon in welchem Terminal zu finden sind. Informationen dazu spuckt meist eine einfache Online-Suche aus.

Einkaufsguide fragen

Selbst Flughäfen, in denen es keine veganen Saftbars oder vegane Burger gibt, haben meist zumindest kleine Zeitschriftenläden mit Getränken und Snacks, in denen man sich im schlimmsten Fall mit Oreos, Clif Bars oder veganen Chips eindecken kann. Unser Einkaufsguide kennt (fast) alle zufällig veganen Produkte.


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Sommer, Sonne, Eis – und das am besten ohne Tierprodukte. Mit diesen Tipps findet ihr (fast) überall veganes Eis.

Supermarkt checken

Neben zufällig veganen Kiosk-Klassikern wie Calippo, Flutschfinger oder Capri* gibt es in vielen Supermärkten und Discountern auch Sorbets im Literpack – und immer öfter sogar Eis auf Soja- oder Lupinenbasis.

* Das Eis ist von den Inhaltsstoffen zwar vegan, Langnese gehört aber zu Unilever und die machen weiterhin Tierversuche. Unser Einkaufsguide beinhaltet weitere (auch tierversuchsfreie) Alternativen.

Nach Sorbet fragen

Wer lieber in die Eisdiele statt zur Gefriertruhe geht, hat auch in regulären Läden oft Glück bei Fruchtsorbets. Einfach kurz nachfragen, ob Sorten wie Zitrone, Himbeere oder Mango rein pflanzlich hergestellt wurden, und genießen.

Vegane Sorten pushen

Je öfter Eisdielen gefragt werden, ob sie Soja-Schoko, Soja-Vanille oder Soja-Erdnuss-Crunch im Sortiment haben, desto eher nehmen sie es ins Programm auf. Vor allem in Großstädten bekommt ihr inzwischen in vielen Eisdielen auch pflanzliches „Milch“-Eis. Und wer sich nach Berlin verirrt, kann sogar eine komplett vegane Eisdiele besuchen.

Selber machen

Nicht nur für Leute, die gerne in der Küche experimentieren: Bananeneis oder Eis am Stiel lassen sich mit wenigen Zutaten und ohne großes Equipment selbst herstellen – wer eine Eismaschine hat und ein wenig kreativ ist, muss sich sowieso keine Sorgen mehr machen.