Vegan im Steakhaus

Man kann sich nicht immer aussuchen, wohin man zur Familienfeier oder dem Essen mit Freunden eingeladen wird. So bekommt ihr auch im Steakhaus veganes Essen.

Vorab fragen

Einem guten Restaurant ist wichtig, dass alle Gäste satt und zufrieden nach Hause gehen, und viele bereiten sich deshalb gerne auf Sonderwünsche vor. Statt die Kellner erst beim Bestellen damit zu überraschen, dass ihr keins der Steaks von der Karte möchtet, sagt lieber schon bei der Tischreservierung dazu, dass eine Person am Tisch vegan lebt. Wenn ihr nicht selbst reserviert, könnt ihr natürlich auch anschließend noch mal anrufen oder den reservierenden Menschen bitten, das zu übernehmen. Das gibt den Köchen genug Zeit, sich ein Gericht für euch zu überlegen – und dann vielleicht sogar noch eine Packung eifreie Pasta statt der hausgemachten Version mit Eiern auf die Einkaufsliste zu schreiben.

Karte abwandeln

Fast jedes Restaurant stellt seine Speisekarte online. Nutzt das, um schon vor eurem Besuch zu überlegen, welches Gericht sich veganisieren lassen könnte. Aus einer gebackenen Kartoffel, die eigentlich als Beilage gedacht, wird mithilfe des Salatbuffets und einem Schuss Olivenöl eine Art Kumpir. Vielleicht könnt ihr euch eine große Portion der Vorspeisen-Gemüsesuppe mit geröstetem Baguette servieren lassen. Oder das Restaurant ist so nett, die Spaghetti mit Tomatensoße von der Kinderkarte auch als Erwachsenenteller mit extra Brokkoli herzurichten. Wenn ihr die Kellner mit solchen Ideen in die Küche schickt, können sie den Köchen viel besser dabei helfen, euch etwas Passendes zu finden.

Die Köche machen lassen

Gute Köche sehen Sonderwünsche nicht als nervig, sondern als Challenge an, und für viele von ihnen ist die Frage nach Veganem auch im Steakhaus nichts komplett Neues. Oft bekommt man relativ schnell ein Gespür dafür, bei was für Köchen man gelandet ist. Ihr nennt nur das Stichwort „vegan“ oder erklärt nur kurz, welche Bestandteile für euch raus sind, und im Kopf gegenüber rattert es schon sichtbar? Es kann gut sein, dass ihr mit einem Bulgursalat, einem veganen Risotto oder gegrillten Gemüsespießen überrascht werdet. Dann gilt erst recht, was immer gilt: Bedankt euch ausführlich, lobt das Essen, gebt ordentlich Trinkgeld und bleibt dem Restaurant als nette Veganer in Erinnerung.

Salatbar checken

Man kann nicht immer Glück haben, und manchmal wollen Restaurants einfach nicht weiterhelfen. Wenn nur noch das altbewährte Veganerspecial Pommes und Salat bleibt, macht das Beste draus: Stellt euch am Salatbuffet eine große Portion zusammen oder fragt, ob die Küche den Beilagensalat von der Karte um eine Portion Kidneybohnen, ein bisschen gegrillte Paprika oder eine Portion Reis erweitern kann. Wenn das Restaurant die typische Gemüseplatte auf der Karte hat, wird daraus – ohne Butter oder Hollondaise – oft ein gutes Salattopping, das satter macht als ein paar grüne Blätter.

Snacks mitbringen

Immer dran denken: Ihr seid nicht im Steakhaus, um das beste vegane Essen eures Lebens zu essen, sondern weil Oma euch bei ihrem 90. dabeihaben möchte oder die Firma, in der ihr eure Ausbildung macht, da halt jedes Jahr zur Weihnachtsfeier hingeht. Tragt es also mit Fassung und legt nicht zu viel Wert aufs Essen. Wenn ihr von eurem Salat nicht satt werden, packt zur Sicherheit einen veganen Riegel ein und esst ihn auf dem Nachhauseweg. Und wenn ihr nicht wollt, dass bei den anderen Gästen das typische Bild der Veganer hängenbleibt, die immer nur lustlos Salat kauen können: Bringt Dessert für alle mit. Selbst Restaurants, die es nicht gerne sehen, wenn man am Tisch die eigene Tupperdose rausholt, haben meist kein Problem mit dem selbstgemachten Geburtstagskuchen, der nicht nur zeigt, wie lieb ihr eure Verwandten habt, sondern auch, dass vegan ziemlich lecker ist.

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