Vegan im Sushi-Restaurant

Veganes Essen gibt es nicht nur in veganen Läden. So werdet ihr im japanischen Restaurant satt.

Foto: Alva Pratt

Vorspeisen aussuchen

Die variieren natürlich extrem, je nachdem, ob man das Sushi-Taxi ruft oder im Sterne-Restaurant japanisch isst. Oft gibt es aber Edamame, also gekochte und gesalzene grüne Sojabohnen, die man aus der Schale ploppen kann, oder veganen Algen- oder Gurkensalat, bei dem man nur kurz checken sollte, ob Fischsoße oder Fischflocken dran sind.

Miso meiden

Auch wenn die aus verschiedenen Getreidearten fermentierte Miso-Paste an sich vegan ist, wird Miso-Suppe fast immer zusätzlich mit Fischbrühe zubereitet. Das gilt auch für Ramen, Udon und andere Nudelsuppen. Viele Restaurants bieten dazu keine vegane Alternative an, manche haben aber auch vegetarisches Dashi aus Kombu-Algen und Pilzen da.

Fischzutaten checken

Dass man weder Lachs-Sushi noch Oktopus am Stück bestellt, ist klar, aber die japanische Küche versteckt Fischprodukte oft so, dass man sie den fertigen Gerichten kaum noch anmerkt. Neben Fischsoße und Fischbrühe können das auch Fischflocken (Dashi) sein, die übers Essen gestreut werden. Solange man darauf achtet, ist der Rest meist umso offensichtlicher, weil Eier und Fisch meist als Hauptzutaten aufgelistet sind und Milchprodukte kaum vorkommen.

Sushi bestellen

Fast in jedem Sushi-Restaurant gibt es vegane Maki-Rollen mit Gurke (Kappa) oder Avocado, manchmal auch welche mit eingelegtem Rettich (Takuan), Kürbis (Kanpyo) oder Tofu (Inari). Auch bei den belegten Nigiri und den meist aufwändigeren Inside-Out-Rolls kann man Glück haben. Wer unvegane Zutaten meiden will, sollte nicht nur auf Fisch achten, sondern auch auf Frischkäse, Mayo und Omelett (Tamago). Die gute Nachricht: In den kleinen Plastikfischen, die es zu bestelltem Sushi oft gibt, ist vegane Sojasoße, und auch der eingelegte Ingwer und die Wasabipaste gehen klar.

Nach Soba fragen

Meist eher was für coolere Japan-Cafés als für den Lieferdienst, aber die Buchweizennudeln Soba sind vegan. Es gibt sie heiß mit Gemüse und Soße (die man natürlich wieder auf Fisch checken sollte) oder sommerlich kalt.

Tee trinken

Neben dem „normalen“ grünen Tee und dem pulverisierten Matcha sollte man auch Genmaicha probieren, einen grünen Tee, der dank gerösteten Reiskörnern ziemlich besonders schmeckt.

Bento bauen

Die spannendsten Elemente der japanischen Küche gibt es hierzulande bislang kaum in Restaurants. Es lohnt sich also, einen asiatischen Supermarkt auszuchecken und sich beispielsweise aus eingelegtem Gemüse, Reis, Sojaprodukten wie Seidentofu oder Natto und Salat selbst eine schicke Bento-Box zusammenzubauen.

Ihr esst lieber indisch? Oder Restaurants sind euch zu fancy? Hier gibt es veganes Fast Food.

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Warum vegan gesünder ist

Wem Tierrechte als Argument nicht reichen, kann auch einfach an sich selbst denken. Vegan ist nämlich auch für die Menschen gesund.

Studien stellen regelmäßig fest, dass Fleischesser ein höheres Risiko für Herzkrankheiten haben, öfter an Bluthochdruck und hohem Cholesterinspiegel leiden und häufiger an Diabetes und manchen Krebsarten erkranken. Darüber hinaus haben Fleischesser im Durchschnitt einen höheren Body-Mass-Index. Schuld daran sind unter anderem die gesättigten Fette und das Cholesterin, von denen Fleischesser mehr aufnehmen als Vegetarier und vor allem Veganer, die stattdessen mehr Obst, Gemüse, Vollkorn, Nüsse, Sojaprodukte, Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe zu sich nehmen.

Wer Fleisch isst, erhöht sein Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall und läuft eher Gefahr, impotent zu werden. Außerdem sorgt unter anderem die Tierindustrie dafür, dass immer mehr Bakterien Resistenzen gegen Antibiotika ausbilden, indem sie jährlich knapp 1.000 Tonnen Antibiotika einsetzt. Diese antibiotikaresistenten Keime stellen dann auch ein Risiko für Menschen dar. Über die Stallluft und die Gülle, mit der Felder gedüngt werden, verbreiten sich die Keime zudem weit über die Ställe hinaus und landen schließlich auch in Fleisch, Milch und Eiern. Zwei Drittel des jährlichen Verbrauchs an Antibiotika werden für Tierfabriken aufgewendet.