5 vegane Sachbücher für den Einstieg

Manchmal bringt es was, ganz klassisch von Papier zu lernen. Diese 5 Sachbücher helfen mit Infos, Tipps und Hintergründen zum veganen Leben weiter.

06.Sep 2016

„Wieso? Weshalb? Vegan!“ von Hilal Sezgin

Die Schriftstellerin und Journalistin Hilal Sezgin ist Expertin für vegane Themen. In „Wieso? Weshalb? Vegan!“ bereitet sie ethische und praktische Argumente inklusive theoretischer Hintergründe gut verständlich auf, ohne irgendwas zu sehr zu vereinfachen.

„Tiere essen“ von Jonathan Safran Foer

Jonathan Safran Foer ist eigentlich eher für Romane wie „Extrem laut und unglaublich nah“ bekannt. Die Geburt seines Sohnes hat ihn dazu inspiriert, sich Gedanken ums ethische Essen zu machen und ihnen für sein Sachbuch „Tiere essen“ nachzugehen. Das Ergebnis liest sich persönlich und informativ, auch wenn man etwa Details zu Haltungsbedingungen von Tieren anderswo sehr ähnlich nachlesen kann.

„Vegan!“ von Marc Pierschel

Nicht nur ein Buch für Einsteiger, sondern auch eins, in dem man nach Jahren des Veganseins immer wieder blättert. Marc Pierschel, der auch hinter Filmen wie „Live And Let Live“ steckt, erklärt die ethischen Hintergründen des veganen Lebens, gibt Tipps zum Anfangen und bietet beispielsweise mit der E-Nummern-Sammlung praktische Hilfe zum Nachschlagen.

„Animal Liberation“ von Peter Singer

Ein Klassiker der Tierrechtsbewegung, der sehr ausführlich und grundsätzlich gegen die Ausnutzung von Tieren argumentiert. Dem Philosophen Peter Singer geht es vor allem darum, Leute inhaltlich zu überzeugen, deshalb konzentriert er sich auf Beschreibungen von Tierausbeutung und ethische Überlegungen zu Tier- und Menschenrechten und lässt etwa Ernährungstipps außen vor. Kein Buch also, das einem in jeder veganen Lebenslage hilft, aber eins für die Grundlagen.

„Warum wir Hunde lieben, Schweine essen und Kühe anziehen“ von Melanie Joy

So kann man es auch angehen: Statt zu erklären, warum Fleischessen falsch ist, stellt Melanie Joy die Frage, wie wir je auf die Idee gekommen sind, dass es richtig sein könnte. „Warum wir Hunde lieben, Schweine essen und Kühe anziehen“ beantwortet die Fragen im Titel mit dem System des „Karnismus“, der uns zum Beispiel glauben lässt, dass Hunde Haustiere sind und Schweine Nahrungsmittel. Ein sehr lesenswerter Denkanstoß.

Ihr seid nicht so die Büchermenschen? Tierrechte gibt es auch auf Netflix.

Streetteam

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Kjell aus dem Streetteam Köln

Wir stellen euch unsere Streetteamer vor. Diesmal mit Kjell, 20, der das Kölner Streetteam leitet.

06.Sep 2016

Seit wann bist du dabei?

Ich bin seit Anfang 2013 zu Treffen vom Kölner Streetteam gegangen und habe dann im Oktober 2014 selbst die Leitung in unserem Team übernommen.

Warum hast du dich entschieden, ins Streetteam einzusteigen?

Als ich mich entschlossen hatte, vegan zu leben, war für mich klar, dass das allein nicht reicht. Ich wollte selbst aktiv werden und etwas verändern.

Gibt es ein bestimmtes Tierrechtsthema, das dir besonders am Herzen liegt?

Ich setze mich für alle Tiere gleichermaßen ein und kann deshalb auch kein bestimmtes Thema favorisieren. Wir im Kölner Streetteam haben in letzter Zeit allerdings viele Aktionen zum Thema Zoo durchgeführt, einfach weil sich das durch den Kölner Zoo besonders gut angeboten hat.

Foto: Veithklub Fotografie

Was machst du mit dem Streetteam am liebsten?

Ich mache mit unserem Streetteam am liebsten Aktionen, die ein positives Licht auf die vegane Ernährung werfen. Wir möchten zeigen, dass ein tierleidfreies Leben ohne Probleme möglich ist. Natürlich gehört es auch dazu, mithilfe von schockierenden Bildern, die die Realität zeigen, aufzuklären. Besonders mag ich es aber, Leute beispielsweise durch Infostände mit veganem Essen für ein tierleidfreies Leben zu begeistern.

Hast du einen Tipp für Leute, die selbst für Tierrechte aktiv werden wollen?

Fangt klein an und wachst mit euren Aufgaben! Vegan zu leben ist ein Anfang, und für Tierrechte auf die Straße zu gehen ist der nächste Schritt. Ihr habt eine Stimme, die die Tiere gut gebrauchen können. Sucht euch eine Organisation in eurer Nähe, in der ihr selbst aktiv werden könnt, und schaut euch nach regelmäßigen Treffen und Aktionen um. Ob ihr im Tierheim aushelft, Flyer in der Fußgängerzone verteilt oder als Zebra verkleidet vor dem Zoo demonstriert, spielt dabei keine Rolle. Wir haben die Möglichkeit, etwas zu verändern. Und gemeinsam schaffen wir das auch!

Ihr habt auch Lust, euch gemeinsam mit anderen Leuten vor Ort für Tierrechte einzusetzen? Kommt uns unser Streetteam!