Der Einkaufszettel für vegane Neulinge

Wer gerade erst Tierprodukte von der Liste gestrichen hat, weiß manchmal nicht, was stattdessen draufgehört. Doch dafür gibt es unsere Liste für Vegan-Newbies.

20.Mai 2016

Nudeln und Reis

Klingt unfassbar banal, ist und bleibt aber die Grundlage für alle möglichen Gemüsepfannen, Pastagerichte und Bowls. Bei Nudeln nur darauf achten, dass kein Ei enthalten ist, dann kann man sich zwischen Billig-Spirelli und Bio-Urkorn-Tricolore-Linguini austoben. Mit Tomatensauce aus dem Glas, die oft vegan ist, wird eine schnelle und günstige Mahlzeit draus.

Obst und Gemüse

Natürlich offensichtlich, aber nicht zu vergessen: Obst und Gemüse sind vegan. Um nicht zum Puddingveganer zu werden, empfiehlt es sich, ab und an einen Sack Äpfel oder einen Bund Möhren in den Einkaufskorb zu legen oder aus einem Kilo Kartoffeln Mahlzeiten für eine ganze Woche zu bauen. Wer regional und saisonal einkauft, spart meist noch ein bisschen.

Pflanzenmilch

Vegane Milch gibt es inzwischen in riesiger Auswahl, von Hafer bis Mandel, von Haselnuss bis Kokos-Reis, gekühlt oder ungekühlt, im Bioladen oder aus dem Discounter. Für den Anfang macht man mit dem Literpack Sojamilch nichts verkehrt. Damit sind dann Kaffee, Cornflakes und sämtliche Backprojekte schon mal gesichert.

Hülsenfrüchte

Nicht nur als gesunde und günstige Hauptzutat im veganen Chili, sondern auch für Linsenbolognese, Hummus oder Eintöpfe. Vor allem in türkischen Supermärkten gibt es eine riesige Auswahl an Hülsenfrüchten, für den Anfang reichen aber zum Beispiel ein Beutel rote Linsen und ein paar Dosen Kichererbsen oder (weiße, rote oder schwarze) Bohnen.

Aufstrich

Wer gerne Brot isst, kann zwischen veganer Wurst, veganem Käse und jeder Menge veganer Aufstriche wählen. In Supermärkten und Drogerien gibt es herzhafte Pasteten mit Pilzen oder Kräutern in der Dose und Gemüsig-Nussiges im Glas. Und wer noch nicht bereit ist, Hummus selbst zu machen, findet auch den Kichererbsendip in vielen Kühlregalen.

Käse

Natürlich muss man nicht unbedingt Geld für veganen Käse ausgeben, aber für Videoabende oder nostalgische Momente hilft es schon sehr, ein bisschen Wilmersburger über Pizza oder Lasagne streuen zu können. Gibt es natürlich auch von anderen Marken und als Scheiben oder Block statt gerieben. Und wem es vor allem um den Geschmack geht, der kommt mit einer Dose Hefeflocken zum Bestreuen von Gerichten oder als Grundlage für Hefeschmelz weit.

Tofu, Seitan und Fleischalternativen

Müssen nicht unbedingt sein, aber gegen eine gut gewürzte Scheibe Tofu auf dem Brot oder ein veganes Würstchen auf dem Grill ist auch nichts zu sagen. Wer sich noch nicht ganz so sicher fühlt, ist mit fertigen Schnitzeln oder Burgern aus dem Supermarkt oder Discounter immer gut beraten, auch wenn die Verarbeitung von Tofu oder Seitan wirklich nicht schwierig ist.

Joghurt und andere Pflanzenmilchprodukte

Auch hier: optional. Wer gerne Joghurt isst, bekommt inzwischen in jedem gutsortierten Supermarkt eine Auswahl aus Soja, Mandel oder Kokos. Wer gerne backt, greift einfach zu veganen Margarinesorten wie Alsan statt zu Tierprodukten. Wer Pudding am liebsten aus kleinen Plastikbechern löffelt, findet auch hier die vegane Version im Kühlregal. Und wer das alles nicht braucht, braucht es halt nicht.

Snacks

Keine Ernährung macht Spaß, wenn man zwischen den Mahlzeiten verhungert. Ob Obst oder Rohkoststicks als Snack zählen, kann jeder selbst entscheiden, ansonsten gibt es aber von Standard-Supermarktware wie Oreos, Mamba und Chips bis zu halbwegs gesunden Sachen aus dem Bioladen eine riesige vegane Auswahl.

Schokolade

Bekommt hier eine eigene Kategorie, weil Schokolade neben Käse oft als letzte kleine Hürde auf dem Weg zum Veganwerden gilt. Zum Glück muss aber niemand ohne Schokolade klarkommen, denn versehentlich vegane Sorten wie Ritter Sport Marzipan gibt es fast überall, und für Schokolade mit Cookies, Crisp, Nougat oder Haselnüssen gibt es Bioläden, vegane Supermärkten und sogar manche Drogerien.

Fertigprodukte

Braucht theoretisch niemand, machen praktisch aber nicht nur das Leben leichter, sondern oft auch das Zusammenleben. Wenn also Eltern beim Gedanken an vegane Sonderwünsche die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, hilft es oft, TK-Gemüsepfannen, Backofenpommes, Linsensuppe aus der Dose, Bratlingsmischungen zum Anrühren oder Pizzakits mit Teig und Tomatensauce auf dem Zettel zu haben.


Noch viel mehr vegane Produkte gibt es in unserem Einkaufsguide. Für den Schnelleinstieg haben wir für euch die besten Alternativen zu Fleisch, Käse, Milch & Co. gelistet.

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5 Tipps, wie Fleischesser trotzdem eure Freunde bleiben

Den Schritt zum veganen Leben habt ihr locker gemeistert, doch jetzt gehen eure Freunde auf Abstand? Das könnt ihr tun.

20.Mai 2016

1. Bleibt cool

Fleisch essen gilt noch immer als „normal“, weswegen eine emotionale Reaktion auf das Thema euch häufig als Aggressivität ausgelegt wird. Dabei wollt ihr doch nur, dass alle sich lieb haben.

2. Habt Geduld

Für eure Freunde ist das Thema sicher mit Vorurteilen behaftet. Es braucht Zeit, die alle aus dem Weg zu räumen.

3. Seid informiert

Ihr könnt euch sicher sein: Kein einziges Argument, das eure Freunde euch entgegen schmeißen, ist neu. Hier gibt es ein paar Tipps, was ihr kontern könnt.

4. Vermeidet Streit

Damit, dass ihr euren Freunden täglich vorlebt, dass ein veganes Leben super easy ist, tut ihr schon echt viel. Und wenn eure Freunde Fragen stellen, beantwortet sie, aber verurteilt sie nicht. Keiner wird gern angeklagt, und im Streit lässt sich kaum jemand überzeugen.

5. Überzeugt durch leckeren Kram

Backt einen Kuchen oder bringt ein paar selbstgemachte Snacks mit zu eurem nächsten Treffen. Erzählt ihnen erst nachdem sie sich zufrieden den Bauch streicheln, dass das alles vegan war. Von wegen „Vegan schmeckt nicht“.