Glutenfrei und vegan – so geht’s

Ja, man kann auch mit Zöliakie oder Glutenunverträglichkeit vegan leben. Mit diesen Tipps ist das gar nicht so schwierig.

23.Okt 2019

Basics

Die gute Nachricht: Reis und Kartoffeln sind glutenfrei und vegan – je nach den sonstigen Inhaltsstoffen sind Standard-Gerichte wie Pommes mit Ketchup oder Gemüsecurrys mit Reis also safe. Seit einiger Zeit gibt es außerdem einen kleinen Hype um glutenfreie Nudeln aus Kichererbsen oder Linsen, die es deshalb schon in vielen Supermärkten und Drogerien gibt. Auch glutenfreie Mehlmischungen, Brote, Pizzaböden und sonstige Basis-Produkte sind meist gut erhältlich und vegan – genau so wie natürlich sämtliches Obst und Gemüse.

Fleischalternativen

Eine Schwierigkeit: Seitan besteht aus Gluten und ist damit raus. Was aber klar geht: Tofu, Tempeh, Hülsenfrüchte und Fertigprodukte wie Tofu-Würstchen oder Black-Bean-Burger, die daraus gemacht sind (checkt zur Sicherheit, dass kein Weizenprotein oder Ähnliches enthalten ist). Auch viele der „realistischen“ veganen Fleischalternativen, die es neuerdings in vielen Supermärkten gibt, sind glutenfrei, weil sie zum Beispiel auf Basis von Erbsenprotein hergestellt werden.

Milchprodukte

Veganer Joghurt, Quark, Käse und sonstige vegane Milchprodukte sind meist glutenfrei. Wie immer lohnt es sich hier, auf die Packung oder in die Hersteller-FAQs zu gucken, um sicherzugehen.

Snacks und Süßigkeiten

Vegane Chips, vegane Schokolade, vegane Gummibärchen – geht alles. Bei verarbeiteten Produkten ist es besonders sinnvoll, im Einkaufsguide nachzugucken, die Zutatenliste zu lesen oder auch beim Hersteller nachzufragen, um sicherzugehen, dass sich weder Tierprodukte noch Gluten darin verstecken. Aber wenn man dann erst mal eine Liste von Lieblingsprodukten hat, ist es gar nicht mehr so kompliziert.

Essen gehen

Mit einer Zöliakie oder Glutenunverträglichkeit essen zu gehen, kann tricky sein – immerhin muss man den Restaurants vertrauen können, dass wirklich nur das im Essen ist, was sie sagen. Immerhin: vegane Restaurants wissen oft gut über ihre Zutaten und glutenfreie Optionen Bescheid. Und darüber hinaus bieten sich einige Landesküchen von alleine für eine vegane und glutenfreie Ernährung an – die Maischips und Guacamole aus dem mexikanischen Restaurant und das Kokoscurry mit Tofu im Thai-Restaurant beispielsweise sind meist okay.

Rezepte

Wer gerne selbst kocht, hat es relativ leicht: Glutenfreie und vegane Pizza, Waffeln oder Kuchen bekommt man mit glutenfreien Mehlmischungen sehr gut hin. Auch super: Rezepte, die von alleine glutenfrei sind, Porridge zum Frühstück beispielsweise (wer Gluten gar nicht verträgt, achtet am besten auf den Packungshinweis, dass es sich um Haferflocken aus glutenfreier Herstellung handelt), Sommerrollen zum Mittagessen oder Chili sin Carne zum Abendessen. Die bekommen auch Leute hin, die noch keine Kochprofis sind.

Noch mehr Ideen gefällig? Hier sind 10 glutenfreie vegane Rezepte, die null nach Verzicht schmecken.

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Was ist Clean Beauty?

Neuerdings taucht oft der Begriff „Clean Beauty“ im Zusammenhang mit Kosmetik auf. Wir verraten, wie natürlich, tierversuchsfrei und clean das tatsächlich ist.

23.Okt 2019

Was ist Clean Beauty?

Der Begriff „Clean Beauty“ ist nicht geschützt – jedes Kosmetikprodukt kann sich so nennen. Generell sind damit Produkte mit eher kurzer Inhaltsstoffliste gemeint, die oft beispielsweise paraben- und sulfatfrei und teilweise auch vegan sind. Der Trend kommt aus den USA, wo es viel weniger staatliche Vorgaben als beispielsweise in der EU dafür gibt, was überhaupt in Kosmetik reindarf.

Sind Clean-Beauty-Produkte vegan und tierversuchsfrei?

Clean-Beauty-Produkte sind tatsächlich oft vegan und werben auch damit. Allerdings ist das nicht zwangsläufig so – und Tierversuche können trotzdem noch hinter den Produkten stecken. Gerade weil auch Aussagen wie „Dieses Produkt wurde nicht an Tieren getestet“ leider nichts heißen, ist es sinnvoll, beispielsweise die PETA-Kosmetikliste zu checken, um sicherzugehen.

Ist Clean Beauty dasselbe wie Naturkosmetik?

Auch Begriffe wie „Naturkosmetik“, „natürlich“ oder „green“ sind nicht geschützt. Gerade große Firmen benutzen sie gerne, um sogenanntes Greenwashing zu betreiben, bei dem sie beispielsweise mit pflanzlichen Inhaltsstoffen werben, obwohl im Produkt gleichzeitig auch Mikroplastik oder Silikone stecken. Allerdings gibt es verschiedene Logos, auf die man achten kann, um zertifizierte Naturkosmetik zu kaufen, die nach bestimmten Vorgaben formuliert ist – je nach Logo stecken dann zum Beispiel keine künstlichen Farbstoffe und keine Konservierungsstoffe drin. Diese Logos geben also mehr Sicherheit als schwammige Begriffe auf dem Label.

Wonach kann man sich richten?

Wer vegane und tierversuchsfreie Kosmetik ohne viele Schadstoffe kaufen möchte, achtet am besten auf entsprechende Logos und Zertifizierungen. Es lohnt sich aber auch immer, sich selbst genauer mit Inhaltsstoffen zu beschäftigen – nicht nur, um beispielsweise direkt zu merken, hinter welchen Begriffen sich Silikone, Sulfate oder Tierprodukte verstecken, sondern auch, weil jeder Mensch andere Dinge gut verträgt. Wer zum Beispiel auf Alkohol oder bestimmte ätherische Öle nicht gut klarkommt, kauft sich am besten Produkte, die frei davon sind. Gut, dass die Auswahl inzwischen so groß ist.

Und was war noch mal das Problem mit der REACH-Verordnung?