Warum viele Mitglieder von Hardcore- und Metalbands vegan leben

Mitglieder von Bring Me The Horizon, Heaven Shall Burn, Deftones, The Misfits und Cro-Mags leben vegan – warum das im Hardcore und Metal nur logisch ist.

© Centurymedia
12.Mai 2020

Die Musik von Arch Enemy würden manche Leute vielleicht nicht direkt mit Empathie und weichen Herzen verbinden. Aber für Sängerin Alissa White-Gluz hört die Aggressivität mit den Songs auf. Wenn es um Tiere geht, ist Brutalität für sie fehlt am Platz. Im Gespräch mit uns erzählt sie, wie sie in einer vegetarischen Familie aufgewachsen ist und letztendlich Veganerin wurde:

Damit ist Alissa in der Metal- und Hardcore-Szene alles andere als alleine. Auch ihr Freund Doyle Wolfgang von Frankenstein, Gitarrist bei den Misfits, lebt vegan. Genauso sieht es bei John Joseph McGowan, Sänger der New Yorker Hardcore-Band Cro Mags, und Deftones- und Quicksand-Bassist Sergio Vega aus. Sergio berichtet im Gespräch mit uns, dass er nicht nur vegan lebt, sondern sich auch in anderen Bereichen für Tiere stark macht

Eigentlich ziemlich naheliegend. Denn im Hardcore und Metal geht es oft darum, Bestehendes zu hinterfragen und eigene Wege zu gehen. Auch wenn das nach außen hin brutal und düster wirken kann, steckt dahinter meist ziemlich viel Nachdenklichkeit, die sich unter anderem in Songtexten widerspiegelt. Genau das ist es, was einige dazu bringt, sich mit diesen blutigen Wahrheiten und der Brutalität der Fleisch- oder Milchindustrie auseinanderzusetzen.  Kreator-Sänger Mille beispielsweise hat wohl schon viele Fans zum Umdenken angeregt.

Und es gibt noch viel mehr Beispiele: Oli Sykes, der Frontmann von Bring Me The Horizon, ist nicht nur vegan, sondern hat sogar einen eigenen veganen Laden in seiner Heimat Sheffield. Gitarrist Maik Weichert von Heaven Shall Burn ist bereits seit über 20 Jahren Veganer. Mit dem Song „Hunters will be Hunted“ erregte die Band viel Aufmerksamkeit. Auch die Band Napalm Death veröffentlichte einen Song über Massentierhaltung, der Sänger der Band Mark Greenway ist ebenfalls Veganer. Für Sie alle werden keine Küken vergast, Ferkel betäubungslos kastriert oder Messer in die Kehlen von Tieren gerammt – Praktiken, die viel brutaler sind, als es Musik jemals sein könnte.

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Tim Bengel und Sioux bringen veganen Sneaker „Step One“ heraus

Bewusste Kunst trifft nachhaltige Mode: Tim Bengel tut sich mit dem Schuhhersteller Sioux zusammen, um einen limitierten veganen Sneaker zu kreieren.

Sioux
12.Mai 2020

Ein leichter, minimalistischer und ultrabequemer Sneaker, bei dem es um echte Nachhaltigkeit statt um Greenwashing geht – wenn man jemandem so ein Teil zutraut, dann dem Künstler Tim Bengel. Online kann man schon lange bewundern, wie Tim mit seiner Kunst zum Nachdenken anregt. Ab dem 30. April 2020 gibt es ein Design von ihm auch zum Anziehen. Der Sneaker „Step One“ kommt in Zusammenarbeit mit dem Schuhhersteller Sioux heraus.

„Die Intention hinter meinen Werken ist es, etwas Einzigartiges zu erschaffen und Innovation und Ästhetik zu vereinen. Ich möchte meine Kunst in einer zeitgemäßen Form einem möglichst breiten Publikum zugänglich zu machen. Dies war auch die Motivation für den ersten veganen Sioux-Sneaker“, sagt Tim.

Sioux

Der „Step One“, den es in schwarz und weiß gibt, besteht aus gestricktem Obermaterial und einer leichten Sohle. Er ist vegan und sogar mehr als CO2-neutral, weil die bei der Produktion entstandenen Emissionen überkompensiert werden. Für jedes verkaufte Paar wird in Nepal ein Baum gepflanzt und aufgezogen. Der Sneaker kommt in einer Box mit Tim-Bengel-Druck in Sandhaptik und Gold und ist auf 999 Paare limitiert.

Und hier sind 5 Dinge, die jeder gegen den Klimawandel tun kann.