Ist Brot vegan?

Kurze Antwort: meistens ja. Lange Antwort: Es gibt ein paar Inhaltsstoffe, auf die man achten sollte.

16.Jan 2017

Beim Bäcker

Oldschool-Bäcker brauchen keine Zusatzstoffe, um Brot lecker und locker zu bekommen. Basiszutaten wie Mehl, daraus hergestellter Sauerteig, Hefe, Schrot, Salz und Wasser sind natürlich alle vegan. Aufpassen sollte man bei Backferment, das mit Honig angesetzt worden sein kann, und bei weicheren Brotsorten wie Brioche, in denen Milch und Eier stecken können. Billigbäcker sparen außerdem manchmal Geld, indem sie L-Cystein (E 920) einsetzen, das zum Beispiel aus Schweineborsten gewonnen wird. Ansonsten gilt das Offensichtliche: Käsebrötchen, Buttercroissants und Milchbrötchen sind nicht vegan, sowas wie Dinkelvollkornbrot meist schon. Bäckereien sind dazu verpflichtet, vor Ort Infos zu Inhaltsstoffen und Allergenen bereitzustellen, also fragt einfach nach. Meistens liegen solche Infos schon aus oder die Produkte sind entsprechend gelabelt.

Im Supermarkt

Bei Aufbackbrötchen, Dosenbrötchen und abgepacktem Brot gilt dasselbe wie in der Bäckerei, nur dass im Zweifel ein paar Zusatzstoffe mehr drinstecken. Viele Vollkornbrote, Baguettebrötchen, Bagels, Körnerbrötchen und sonstige Fertigsachen sind aber vegan. Wenn die Zutatenliste nicht genau erklärt, welche Aromen beispielsweise verwendet wurden, hilft unser Einkaufsguide oder eine Produktanfrage beim Hersteller.

Unterwegs

Auch bei Burgerbrötchen, Pita und Wraps stellt sich manchmal die Frage, ob das darin verbaute Brot vegan ist. In den allermeisten Fällen kann man davon ausgehen, dass in Fladenbrot nichts Tierisches steckt und man sich deshalb zum Beispiel um Falafelsandwiches mit veganer Soße keine Sorgen machen muss. Burgerbrötchen und Bagel können unvegane Zusatzstoffe enthalten, deshalb lohnt es sich bei nicht ausdrücklich vegan gekennzeichneten Gerichten immer, nachzufragen und den Cafés und Imbissen so zu zeigen, dass es Interesse an veganen Produkten gibt.

Apropos Burger und Wraps: Diese veganen Gerichte gibt es bei Fast-Food-Ketten.

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Warum es nicht teuer sein muss, vegan zu leben

Bei jeder Ernährungsform kann man viel Geld ausgeben – oder eben günstig leben. Das gilt auch für vegan.

16.Jan 2017

Viele Basics sind schon vegan

Die meisten Grundnahrungsmittel sind ohnehin schon vegan: Pasta, Reis, Kartoffeln, Hülsenfrüchte und die ganze Palette an Obst und Gemüse machen wahrscheinlich den Großteil eurer Ernährung aus und sind meist günstig zu bekommen. Nudeln ohne Ei gibt es schon für unter 50 Cent, und bei einer großen Dose Kichererbsen oder Linsen seid ihr mit etwa einem Euro dabei. Brot oder Brötchen sind zum größten Teil auch vegan und nicht teuer. Wenn ihr gerne Bioprodukte kauft, lohnt es sich, mal bei den Discountern nach Bioobst und -gemüse zu schauen.

Fertigprodukte gibt es auch beim Discounter

Klar, wer sich nur von Fertigprodukten der Markenhersteller ernährt, hat schnell keine Kohle mehr – und nimmt das mit dem gesunden Leben nicht sonderlich ernst. Wer trotzdem gerne mal Tiefkühlpizza, Sojawürstchen oder Apfelstrudel isst, kann bei den meisten Discountern einiges in den Einkaufskorb legen, zusammen mit fertig gewürzten Soßen oder schnellen Pfannengerichten. Auch Soja- oder andere Pflanzenmilch gibt es mittlerweile in jedem Laden und oft auch von den billigeren Eigenmarken der Ketten für um die 90 Cent.

Süßes und Snacks müssen nicht teuer sein

Die Dinge, die ihr ohnehin besser selten esst, gibt es ebenfalls in günstig. Von diversen Knabberartikeln wie Chips oder Crackern gibt es meist auch billigere Versionen, und auch Freunde von Schokolade oder Keksen können in immer mehr Läden zugreifen, ohne gleich das Budget zu sprengen. Hier gilt: genau hinschauen und nicht direkt das erstbeste kaufen. Bei Lifestyle-Produkten (manche nennen es Superfoods) gilt besondere Vorsicht vor der Preiskeule.

Auch unterwegs gibt es Optionen

Unterwegs zu essen ist nie so billig wie daheim, aber ihr müsst nicht hungern. Große Fast-Food-Ketten wissen mittlerweile auch, wie vegan geht, und bieten einigermaßen preiswerte Optionen an – die Sojamilch im Kaffee gibt es im besten Falle gratis. Wer beim Lieferservice bestellt, wird preislich wahrscheinlich auf dem Niveau der omnivoren Freunde liegen, aber dann ist die Entscheidung gegen Geld sparen sowieso schon gefallen.

Je mehr unverarbeitete Produkte ihr kauft und sie daheim zubereitet, desto günstiger lebt ihr. Mit unseren Rezepten gelingt das sogar Kochanfängern.