Sind Kerzen vegan?

Gemütlich: flackerndes Kerzenlicht. Ungemütlich: Tierfett verbrennen. Worauf ihr beim Kerzenkauf achten solltet.

Foto: Jovi Waqa
11.Okt 2017

Bienenwachs

Die einfachste Kategorie: Kerzen aus Bienenwachs sind auf keinen Fall vegan. Das Wachs ist genauso ein tierisches Produkt wie Honig.

Paraffin

Paraffin wird aus Erdöl gewonnen und ist daher erst einmal vegan, auch wenn es nicht unbedingt zu den nachhaltigsten Stoffen gehört. Reine Paraffinkerzen sind deshalb vegan. Eine Anfrage beim Hersteller lohnt sich immer dann, wenn auf der Packung nicht klar vermerkt ist, ob noch andere Stoffe zugesetzt sind, die möglicherweise nicht vegan sind.

Stearin

Stearinkerzen bestehen meist zum größten Teil aus pflanzlichen Fetten, können aber auch Stearinsäure aus Schweinemägen oder Rindertalg beinhalten. Wenn eine Firma nicht klar angibt, dass es sich komplett um pflanzliches Stearin handelt, fragt man also auch hier lieber noch mal nach.

Soja- und Rapswachs

Die beste Variante für alle, die vegane Kerzen suchen, die außerdem noch sauber abbrennen und die Umwelt nicht belasten. Vor allem Duftkerzen aus Soja- und Rapswachs sind oft ausdrücklich als vegan gekennzeichnet, sodass man sich sicher sein kann, auch in den Duft- und sonstigen Zusatzstoffen wirklich keine Tierprodukte abzubrennen.

Und hier sind unsere liebsten Duftkerzen für den Winter.

Tierversuche

Weil man nicht alles ausprobieren muss.
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Go Vegan!

Die neue Patagonia-Jacke zeigt, dass es ohne Daunen besser geht

Patagonia lernt langsam dazu: Der neue Micro Puff Hoody ist die wärmste Jacke der Marke – und komplett tierfrei.

11.Okt 2017

Was genau sich Patagonia bei der Entwicklung des neuen Micro Puff Hoody gedacht haben, kann man in schönster Marketingsprache auf ihrer Seite nachlesen. Zusammengefasst ist es jedenfalls die „in Relation zum Gewicht wärmste Jacke, die wir je entwickelt haben“ – und das zur Abwechslung ganz ohne Daunen.

Normalerweise ist die Firma ganz vorne mit dabei, wenn es darum geht, Klamotten mit Tierfedern oder -haaren zu füttern und so zu tun, als würden die entsprechenden Tiere dafür nicht gequält und getötet. Aber wenn selbst Patagonia jetzt merkt, dass es wärmere und leichtere Materialen gibt, gibt das Hoffnung.

Apropos: Darum kann es richtig sein, vegane Produkte von unveganen Firmen zu kaufen.